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Betroffenheit nicht nur in CDU - Trauer um Norbert Blüm

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Nach dem Tod Norbert Blüms haben Weggefährten und Kollegen den Ex-Arbeitsminister als Persönlichkeit der Bundesrepublik gewürdigt. Sie betonten seine große Menschenfreundlichkeit.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, Blüm habe ihre eigene politische Arbeit "stark geprägt". Zusammen hatten sie in den 1990er Jahren dem Kabinett von Helmut Kohl angehört. Merkel sagte, sie habe "mit großer Betroffenheit" die Nachricht von seinem Tod erhalten. Die Kanzlerin sagte über den gelernten Werkzeugmacher weiter:

Er kannte Werkbank und Ministerschreibtisch. Sein Herz schlug für die Menschen, die mit ihrer Arbeit unser Land aufgebaut haben.
Bundeskanzlerin Angela Merkel

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach Blüms Witwe sein Beileid aus. "Er war mit einer Leidenschaft Politiker und mit einer Hingabe Mitgestalter unseres Gemeinwesens, die selten zu finden waren und sind", schrieb Steinmeier. Er betonte:

Gerechtigkeit, Glaubwürdigkeit und Menschenfreundlichkeit waren für ihn keine bloßen Floskeln, sondern die Handlungsmaxime eines christlich-sozialen Politikers.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA)  würdigte ihren langjährigen Vorsitzenden als "Streiter für eine bessere Welt". Wie kein Zweiter habe er das soziale Gewissen der CDU verkörpert. Auch die IG Metall trauerte um ihr Mitglied. "Wir verneigen uns vor seiner Lebensleistung", sagte der Erste Vorsitzende, Jörg Hofmann.

CDU war Blüms politische Heimat

Blüms politische Heimat war die CDU. Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer erklärte im Südwestrundfunk, für sie sei Blüm einer der Gründe gewesen, in die Partei einzutreten. "Als Bundesminister hat er unser Land maßgeblich mit geprägt, als Vorsitzender der CDA hat er dem Sozialflügel der Union ein Gesicht und eine gewichtige Stimme verliehen."

Lesen Sie hier ein Porträt des ehemaligen Arbeitsministers:

Archiv: Norbert Blüm am 17.04.2019 in Bonn

Im Alter von 84 Jahren - Ex-Arbeitsminister Norbert Blüm gestorben 

"Die Rente ist sicher" - diesen Satz verbinden viele mit Norbert Blüm. Jetzt ist der frühere Arbeitsminister und CDU-Politiker im Alter von 84 Jahren gestorben.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) unterstrich Blüms nachhaltiges Wirken als Vater der Pflegeversicherung: "Alle Deutschen können sich seitdem darauf verlassen, dass sie unabhängig von ihrem Einkommen im Alter und im Pflegefall gut versorgt werden." NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nannte Blüm - lange Jahre CDU-Landesvorsitzender - das "soziale Gewissen der Bonner Republik".

Trauer über Parteigrenzen hinaus

Auch Vertreter anderer Parteien kondolierten. "Wir haben mit ihm über manche Frage der Wirtschafts- und Rentenpolitik gestritten. Dennoch haben wir größten Respekt vor seinen Verdiensten um unser Land", schrieb FDP-Chef Christian Lindner auf Twitter.

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Das Wohl der Menschen sei stets Blüms Anliegen gewesen, betonte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Sie brachte es auf den Punkt:

Die kleinen Leute sollten es gut haben.
Malu Dreyer, SPD
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