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"Wir dürfen die Griechen nicht im Stich lassen"

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Röttgen zur Flüchtlingskrise - "Wir dürfen die Griechen nicht im Stich lassen"

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Kinder erfrieren, Zelte im Schlamm: Die Lage der Flüchtlinge in Griechenland ist "dramatisch", sagt Außenpolitiker Röttgen im ZDF. Er forderte Solidarität mit den Griechen.

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen (CDU), im ZDF-Interview.

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Die Situation in Griechenland, aber auch an der syrisch-türkischen Grenze sei eine "dramatische humanitäre Katastrophe", sagt Röttgen in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". Der Fokus müsse nun darauf gerichtet sein, was "Deutschland und die Europäer" tun könnten, um diese Katastrophe zu beenden.

Röttgen: Krise "humanitär lösen"

An der syrisch-türkischen Grenze befänden sich eine Million Menschen, die von dem syrischen Machthaber Assad und dem russischen Präsidenten Putin "dahingebombt wurden", so Röttgen weiter.

"Kinder erfrieren in den Armen ihrer Mütter, Zelte versinken im Schlamm, das ist die Situation" und diese "müssen wir humanitär lösen", fordert der Außenpolitiker. Das Prinzip der Humanität sei "die Identität der CDU" und die "Identität des deutschen Staates".

Man dürfe jetzt vor allem "die Griechen nicht im Stich lassen", fordert er. Ob polizeiliche Hilfe, Verwaltungshilfe, sonstige Solidarität, die Griechen müssten von den Europäern alle "Unterstützung und Solidarität, die sie brauchen" auch bekommen. "Da muss man gar nicht drüber reden, sondern das muss man machen." In diesem Punkt könne man auch aus den Fehlern von 2015 lernen.

Syrisch-türkische Grenze ist der "Druckpunkt"

Röttgen betont im ZDF, "das Problem ist nicht immer dort, wo die Kamera ist". Derzeit sei der Fokus der Öffentlichkeit auf die griechische Grenze gerichtet, "dort sind 15.000 Menschen, die waren schon vorher in der Türkei". Der türkische Präsident Erdogan stehe massiv unter Druck, weil er innenpolitisch und außenpolitisch mit seiner Zuwendung nach Russland "total gescheitert" sei, sagt Röttgen. Nun "steht ihm das Wasser bis zum Hals, und darum drückt er das Problem, das er selber im Süden hat gegenüber Syrien, nach Norden nach Europa", sagt der CDU-Politiker.

Auch den Griechen sei am Ende nur geholfen, wenn man das eigentliche Problem löse, nämlich die Situation an der syrisch-türkischen Grenze, wo sich eine Million Menschen befänden. Man müsse "den Druckpunkt wegnehmen", sagt Röttgen, und das ginge bei aller Kritik an Erdogan "nur mit der Türkei" und nur, "wenn wir Putin mit an den Tisch bekommen". "Wenn der Druckpunkt weg ist, dann ist auch das Problem an der anderen Grenze weg", so Röttgen.

Merkels Wandel in der Flüchtlingspolitik

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Röttgen: Europäer müssen aktiv Politik machen

Um dieses Ziel zu erreichen, müssten "die Europäer und die Deutschen anfangen, Politik zu machen", sagt der Außenpolitiker. Ohne die russische Kriegsführung mit gezieltem Bombardieren von Zivilisten, wäre diese Situation nicht da. Deshalb müsse man Putin an den Verhandlungstisch zwingen und sagen: "Wenn Sie das nicht tun, dann wird es weitere spürbare Sanktionen geben." Die Europäer "müssen anfangen, Politik zu machen, nicht immer nur Empfänger der desaströsen Folgen der Politik Anderer zu sein", so Röttgen im ZDF.

Europa müsse auf Erdogan einwirken, damit er sein „zynisches Spiel“ an der türkisch-griechischen Grenze beendet, sagt CDU-Politiker Friedrich Merz im ZDF heute journal:

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