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Gazprom meldet Bau-Ende - Nord Stream 2 ist fertiggestellt

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Der russische Energieriese Gazprom hat die Fertigstellung der umstrittenen Gaspipeline Nord Stream 2 verkündet. Gazprom will die Pipeline noch in diesem Jahr in Betrieb nehmen.

Der russische Gaskonzern Gazprom hat die Fertigstellung der umstrittenen Pipeline bekanntgegeben. Das erste Gas soll bereits im Oktober von Russland nach Deutschland fließen.

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Die umstrittene Ostseepipeline Nord Stream 2 ist nach Angaben des russischen Gaskonzerns Gazprom fertiggestellt. Am Freitagmorgen um 8:45 Uhr Moskauer Zeit sei der Bau von Nord Stream 2 abgeschlossen worden, teilte Gazprom-Chef Alexej Miller der Staatsagentur Tass zufolge mit.

Am 6. September sei das letzte Rohr verlegt worden. Danach hätten noch einzelne Abschnitte der Leitung miteinander verbunden werden müssen; diese Arbeiten seien nun abgeschlossen, hieß es.

Deutsches Go für Nord Stream 2 fehlt noch

Für Nord Stream 2 ist das mit mehr als anderthalbjähriger Verzögerung ein Durchbruch. Für den Betrieb der Leitung braucht es aber noch eine Zertifizierung der deutschen Behörden.

Erwartet wird, dass der russische Gasmonopolist Gazprom im Oktober das erste Erdgas durch die neue Pipeline nach Deutschland liefert und dafür zunächst den Strang nutzt, der bereits im Juni fertig verlegt wurde.

Nord Stream 2 ist politisch umstritten - und auch Klimaschützer streiten heftig über den Nutzen. Was ist der Preis für die Pipeline?

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Vor allem der Widerstand der USA, die Sanktionen gegen die Leitung androhten und auch verhängten, verzögerte den Bau, der Ende 2019 hatte beendet werden sollen. Die Bauarbeiten für Nord Stream 2 hatten 2018 begonnen.

Baukosten: Zehn Milliarden Euro

Die Leitung soll künftig 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr von Russland durch die Ostsee nach Deutschland liefern. Damit können nach Angaben der Betreibergesellschaft 26 Millionen Haushalte versorgt werden.

Die Baukosten der 1.230 Kilometer langen Pipeline, die zwei Stränge hat, werden mit mehr als zehn Milliarden Euro angegeben. Die Leitung wurde je zur Hälfte vom russischen Energieriesen Gazprom und den fünf europäischen Unternehmen OMV, Wintershall Dea, Engie, Uniper und Shell finanziert.

Geopolitische Waffe?

Nord Stream 2 verläuft von Wyborg in Russland durch die Ostsee bis nach Lubmin bei Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Das Projekt ist umstritten. Die US-Regierung kritisiert, Europa mache sich dadurch bei der Energieversorgung zu stark von Russland abhängig. Eine deutsch-amerikanische Vereinbarung sieht vor, dass Russland mit Sanktionen belegt wird, sollte die Pipeline als geopolitische "Waffe" genutzt werden.

Arbeiter sind auf der Baustelle der Nord Stream 2-Gaspipeline in der Nähe der Stadt Kingisepp, Region Leningrad, Russland, aufgenommen am 05.06.2019

Letztes Rohr verschweißt - Wann geht Nord Stream 2 ans Netz? 

Am 6. September wurde das letzte Rohr der Nord Stream 2 verschweißt. Gaslieferungen nach Europa sollen bald starten - doch es gibt Hürden.

von Arne Lorenz
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