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Nordkorea will atomare Abschreckung ausbauen

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Militärisches Säbelrasseln - Nordkorea will atomare Abschreckung ausbauen

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Nordkorea will seine atomare Abschreckung verstärken. Der Schachzug kommt zu einer Zeit des militärischen Säbelrasselns zwischen den USA, China und Russland.

Kim Jong Un spricht während einer Sitzung des nordkoreanischen Militärkomitees.
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un während der Sitzung der Militärkommission der Arbeiterpartei.
Quelle: kcna via reuters

Die international isolierte Führung Nordkoreas will die atomare Schlagkraft des Landes erhöhen. Machthaber Kim Jong Un habe ein erweitertes Treffen der Militärkommission der Arbeiterpartei geleitet, bei dem eine "neue Politik für den weiteren Ausbau der nuklearen Abschreckung des Landes" dargelegt worden sei, berichteten die staatlich kontrollierten Medien.

Es waren zudem die ersten Berichte über einen öffentlichen Auftritt von Kim Jong Un seit mehr als drei Wochen.

Die Abwesenheit von Nordkoreas Machthaber hatte Spekulationen über seine Gesundheit ausgelöst. Nun hat sich Kim Jong Un nach Berichten der Staatsmedien wieder öffentlich gezeigt.

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Details der neuen Politik unklar

Bei dem Treffen seien auch "entscheidende Maßnahmen" getroffen worden, "um die Feuerkraft der Artilleriegeschütze der Koreanischen Volksarmee erheblich zu erhöhen". Auch sei darüber diskutiert worden, die strategischen Streitkräfte "in höchste Alarmbereitschaft" zu versetzen. Wie die neue Politik aussieht, war unklar.

Nordkorea ist wegen seines Atomwaffenprogramms harten internationalen Sanktionen unterworfen. Die Nuklearverhandlungen mit den USA kommen seit dem Gipfeltreffen zwischen beiden Ländern im Februar 2019 in Vietnam nicht mehr voran.

USA erwägen ersten Atomtest seit 1992

Die Nachricht aus Nordkorea kommt kurz nach einem Bericht der "Washington Post", wonach die USA erstmals seit 1992 als Warnung an Russland und China einen Atomtest in Erwägung gezogen haben sollen. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump habe diese Möglichkeit bei einem Treffen am 15. Mai diskutiert, zitierte das Blatt einen ranghohen Regierungsmitarbeiter sowie zwei ehemalige US-Beamte.

Der Leiter der Nichtregierungsorganisation "Arms Control Association", Daryl Kimball, hatte der "Washington Post" gesagt, eine solche Entscheidung würde wahrscheinlich die Verhandlungen mit Kim stören, "der sich möglicherweise nicht mehr gezwungen sieht, sein Moratorium für Atomtests einzuhalten".

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