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Kim Jong Un bei Parteikongress - Nordkoreas Machthaber räumt Fehler ein

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Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sowie internationale Sanktionen machen Nordkorea zu schaffen. Machthaber Kim spricht von "schmerzlichen Lektionen".

Kim Jong Un sitzt vor Mikrofonen auf einer Bühne
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat bei Parteikongress Fehler eingeräumt.
Quelle: KCNA via Reuters

Kim Jong Un, der Machthaber im streng abgeschotteten Nordkorea, hat beim Kongress der regierenden Arbeiterpartei offenbar Fehler eingeräumt. Nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA hat Kim in seiner Eröffnungsrede gesagt, dass die am letzten Parteikongress 2016 verkündeten Entwicklungsziele "in fast allen Bereichen zu einem großen Ausmaß nicht erreicht" worden seien.

Nordkorea dürfe solche "schmerzlichen Lektionen nicht wiederholen", betonte er demnach. Bei dem Kongress soll ein neuer Fünf-Jahres-Plan vorgelegt werden.

Nordkorea hat den 75. Gründungstag der herrschenden Arbeiterpartei mit einer Parade zelebriert. Machthaber Kim Jong Un warnte dabei erneut vor einer Mobilisierung seiner Atomwaffen.

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Nordkorea spürt Folgen der Corona-Pandemie

Der seit neun Jahren regierende Machthaber ist allerdings mit enormen Problemen konfrontiert: die ohnehin belastete nordkoreanische Wirtschaft ist durch die Folgen der Corona-Pandemie noch mehr in Mitleidenschaft gezogen worden.

Eine Reihe von Naturkatastrophen und die internationalen Sanktionen setzten dem abgeschotteten Land zusätzlich zu. Nordkorea hat bislang keinen Corona-Ausbruch gemeldet.

Kim Jong Un will seine Macht festigen

Der Kongress ist offiziell das höchste Entscheidungsgremium der Partei, de facto geben aber Kim und seine Spitzenberater den Ton an. Es wird damit gerechnet, dass die mehreren tausend Abgeordneten ohne große Debatte Kims Vorschläge abnicken.

Zudem dürfte der Machthaber auch versuchen, seine Position zu festigen, indem er loyale Gefolgsleute auf Spitzenposten setzt und die Partei zur Geschlossenheit aufruft.

Wegen Corona Grenze zu China zu

Wegen der Corona-Pandemie ist die Grenze zum wichtigsten Handelspartner China geschlossen, der bilaterale Handel ist daher im vergangenen Jahr dramatisch eingebrochen.

Das Handelsvolumen in den ersten elf Monaten 2020 sei um 79 Prozent geringer gewesen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, sagte Experte Song Jaeguk vom Wirtschaftsforschungsinstitut IBK in Seoul. Das Bruttoinlandsprodukt Nordkoreas schrumpfte 2020 Schätzungen nach um 9,3 Prozent.

Es ist eine Reise, tief in ein rätselhaftes, abgeschottetes Land. Einem ZDF-Team sind außergewöhnliche Einblicke in eine der verschlossensten Gesellschaften der Welt gelungen (Januar 2018).

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