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Hoffnung auf Friedensgespräche - Nord- und Südkorea kommunizieren wieder

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Nord- und Südkorea bestätigten, dass die Staaten über offizielle Kanäle wieder miteinander kommunizieren. Beide Seiten wollen "Wiederherstellung der innerkoreanischen Beziehungen".

Kim Jong un (l), Machthaber von Nordkorea, und Moon Jae in, Präsident von Südkorea, reichen sich an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea die Hand.
Gipfeltreffen 2018: Nordkoreas Kim Jong-un (l.) und Moon Jae-in, Präsident von Südkorea.
Quelle: dpa (Archiv)

Im August haben die nordkoreanischen Machthaber in Pjöngjang die Kommunikationskanäle zu Südkorea gekappt. Nun wurden die direkten Verbindungskanäle zwischen den beiden Staaten wiederhergestellt.

Die Leitungen seien geöffnet, teilte eine Sprecherin des Vereinigungsministeriums in Seoul mit. Gleiches berichtete auch die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA.

Südkorea: Beziehungen wiederherstellen

Beamte beider Staaten hätten ihr erstes Telefongespräch seit rund zwei Monaten geführt, so das südkoreanische Vereinigungsministerium. Und weiter:

Mit der Wiederherstellung der Süd-Nord-Kommunikationslinie ist (...) eine Grundlage für die Wiederherstellung der innerkoreanischen Beziehungen geschaffen worden.
Vereinigungsministerium Südkorea

Die Telefon- und Faxleitungen bilden die Grundlage für die Verständigung. Beide Seiten unterhalten keine Botschaft im jeweils anderen Land.

In Nordkorea droht Menschen der Tod, wenn sie zum Beispiel den korpulenten Machthaber Kim Jong Un als "fett" bezeichnen. Über den Alltag in diesem rätselhaften Land ist wenig bekannt.

Beitragslänge:
44 min
Datum:

Spannungen wegen Militärübung

Die zwei Staaten hatten Verbindungen zwischen den Regierungen und den Streitkräften bereits Ende Juli wieder geöffnet, nachdem sie Nordkorea im vergangenen Jahr aufgrund neuer Spannungen einseitig gekappt hatte.

Doch nach nur zwei Wochen stellte Nordkorea die Verbindung aus Protest gegen gemeinsame Militärübungen Südkoreas und der USA wieder ein.

Nordkorea: "Gute Perspektiven für die Zukunft eröffnen"

Die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA forderte angesicht der wiederhergestellten Verbindungen:

Die südkoreanischen Behörden sollten positive Anstrengungen unternehmen, um die Nord-Süd-Beziehungen auf einen guten Weg zu bringen.
KCNA. Nachrichtenagentur Norkorea

Der Sender weiter: "Sie sollten vorrangig wichtige Aufgaben erfüllen, um eine gute Perspektive für die Zukunft zu eröffnen." Nordkorea erklärte zudem, der Schritt sei ein Versuch, "dauerhaften Frieden" auf der koreanischen Halbinsel zu schaffen.

Formell noch im Kriegszustand

Ende September hatte Nordkorea eine neu entwickelte Flugabwehrrakete getestet. Kurz zuvor hatte Kim Jong Un Hoffnungen auf eine Wiederaufnahme von Friedensgesprächen mit Südkorea geweckt.

Der Konflikt zwischen Nordkorea und Südkorea in den 1950er-Jahren wurde lediglich mit einem Waffenstillstandsabkommen beendet. Einen Friedensvertrag gibt es nicht. Formell gesehen befinden sich die beiden Nachbarn somit weiterhin im Kriegszustand.

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