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Neue Raketentests - Nordkorea testet offenbar Marschflugkörper

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Nordkorea hat Berichten zufolge neuartige Marschflugkörper "erfolgreich" getestet - "strategische Waffen von großer Bedeutung". Japan ist besorgt, China ruft zu Zurückhaltung auf.

Auf der linken Bildhälfte ist die Zündung einer Langstreckenrakte zu sehen. Auf dem rechten Bild fliegt eine Cruise Missile.
Nordkoreas staatliche Nachrichtenagentur KCNA meldet erneute Tests von Langstreckenraketen - und veröffentlichete das Bild eines Marschflugkörpers.
Quelle: Reuters (Archiv)

Nach den Berichten über einen neuen Raketentest Nordkoreas hat China alle Seiten zur Zurückhaltung aufgerufen. Wie der Sprecher des Außenministeriums, Zhao Lijian, an diesem Montag vor der Presse in Peking sagte, sei Chinas Regierung davon überzeugt, dass die Probleme durch Konsultationen gelöst werden sollten. Alle Beteiligten sollten sich zurückhalten, auf einen Dialog einlassen und in die gleiche Richtung arbeiten, um zu einer politischen Lösung zu gelangen.

Ziele in 1.500 Kilometern Entfernung getroffen

Die im Lauf von zwei Jahren entwickelten Marschflugkörper hätten am Samstag und Sonntag Ziele in 1.500 Kilometern Entfernung getroffen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Montag. Nordkorea feierte die neuen Raketen als "strategische Waffe von großer Bedeutung".

Sie erfüllten die Forderung von Machthaber Kim Jong Un, die militärische Schlagkraft des Landes zu stärken, hieß es. Nordkorea erhalte dadurch "ein weiteres effektives Mittel zur Abschreckung" von "feindseligen Kräften".

Bei den Raketentests waren laut KCNA hochrangige Regierungsvertreter zugegen. Die staatliche nordkoreanische Zeitung "Rodong Sinmun" veröffentlichte Bilder einer Rakete, die in einem Feuerball aus einem von fünf Rohren aufsteigt. Die Rohre waren demnach auf einem Trägerfahrzeug installiert. Ein weiteres Bild zeigte eine Rakete in horizontaler Flugbewegung.

Japan: "Bedrohung für Frieden und Sicherheit"

Japan äußerte sich über die Berochte "extrem besorgt". Regierungssprecher Katsunobu Kato sagte vor Journalisten, dass eine Rakete mit einer Reichweite von 1.500 Kilometern "eine Bedrohung für den Frieden und die Sicherheit Japans und der umliegenden Region" darstelle.

Das US-Kommando für den indopazifischen Raum erklärte, dass die Berichte verdeutlichten, dass Nordkorea sein Militärprogramm weiter ausbaue und seine Nachbarn und die internationale Gemeinschaft damit bedrohe.

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Die Sanktionen machen der Wirtschaft des kommunistisch geführten Landes schwer zu schaffen. Allerdings beziehen sich die internationalen Strafmaßnahmen neben dem Atomprogramm nur auf ballistische Raketen. Die Entwicklung von Marschflugkörpern (Cruise Missiles) durch Nordkorea ist hingegen nicht mit Sanktionen belegt. 

Ballistische Raketen werden in große Höhe abgefeuert und stürzen dann durch die Erdanziehungskraft zu Boden. Marschflugkörper fliegen dagegen in geringer Höhe und sind ferngesteuert.

Atom-Verhandlungen liegen auf Eis

Die Verhandlungen zwischen den USA und Nordkorea über das nordkoreanische Atomprogramm kommen seit dem gescheiterten Gipfeltreffen von Kim Jong Un mit dem früheren US-Präsidenten Donald Trump im Februar 2019 in Vietnam nicht mehr voran.

Unter dem seit Jahresbeginn amtierenden US-Präsidenten Joe Biden hat es bislang keine Annäherung zwischen Washington und Pjöngjang gegeben.

Bei einem Parteikongress Anfang dieses Jahres hatte Kim angekündigt, sein Land werde die nukleare Abschreckung mit neuen Waffen einschließlich neuer Interkontinentalraketen stärken.

heute journal update

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