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"NSU 2.0"-Drohmails: Vorläufige Festnahmen

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Ex-Polizist aus Bayern - "NSU 2.0"-Drohmails: Vorläufige Festnahmen

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Im Zusammenhang mit den mit "NSU 2.0" unterzeichneten Drohmails hat es zwei vorläufige Festnahmen gegeben. Verdächtigt werden ein Ex-Polizist aus Bayern und dessen Ehefrau.

In der Affäre um die rechtsextreme Drohschreiben-Serie "NSU 2.0" hat die Polizei vorübergehend zwei Personen festgenommen. Dazu ZDF-Korrespondent Christian Deker mit einer Einschätzung.

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Im Zusammenhang mit den 69 versendeten "NSU 2.0"-Drohmails hat es zwei vorläufige Festnahmen gegeben. Tatverdächtigt werden ein 63 Jahre alter ehemaliger bayerischer Polizist und dessen 55 Jahre alte Ehefrau, teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Montag mit. Beide seien am Freitag vorläufig festgenommen worden, mittlerweile aber wieder frei.

Verdächtiger bereits vorher mit rechtsmotivierten Stattaten aufgefallen

Demnach ging die Staatsanwaltschaft zusammen mit Kräften des hessischen Landeskriminalamts und der bayerischen Polizei am vergangenen Freitag in Landshut gegen das Ehepaar vor. Der ehemalige Polizist sei bereits früher wegen rechtsmotivierter Straftaten aufgefallen.

Die beiden sollen hinter den E-Mails mit beleidigenden, volksverhetzenden und bedrohenden Inhalten stecken, die an Bundestagsabgeordnete und andere Adressaten verschickt wurden.

Bisherige Hinweise für Haftbefehl nicht ausreichend

Da keine Voraussetzungen für einen Haftbefehl vorlägen, seien die beiden Tatverdächtigen wieder freigelassen worden. Die Auswertung der bei der Durchsuchung beschlagnahmten Datenträger sowie die weiteren Ermittlungen dauerten noch an.

Die Affäre in der hessischen Polizei weitet sich aus – und hat erste personelle Konsequenzen: Hessens Polizeipräsident tritt zurück. Doch Fragen bleiben: Wer steckt hinter den Todesdrohungen?

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Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass bis dahin 69 "NSU 2.0"-Schreiben bekannt gewesen seien. Empfänger waren demnach unterschiedliche Personen des öffentlichen Lebens, die meisten von ihnen Frauen. Es ist aber nicht geklärt, ob es sich bei allen Drohungen um denselben Absender handelt.

Zuvor sollen teilweise auch Daten von Opfern von hessischen Polizeicomputern abgerufen worden sein. Das Kürzel "NSU 2.0" erinnert an die Terrororganisation Nationalsozialistischer Untergrund (NSU).

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