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Grüne erstmals an die Spitze großer Städte

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OB-Stichwahlen in NRW - Grüne erstmals an die Spitze großer Städte

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Ein buntes Bild bietet sich in Nordrhein-Westfalen nach den Stichwahlen für die Oberbürgermeister. Für CDU und SPD gab es Freud und Leid - Grund zum Jubeln hatten die Grünen.

Bei den Kommunalwahlen in NRW konnten sich die Grünen mit ihren Kandidaten in Bonn, Aachen und Wuppertal durchsetzen. Die CDU erobert den Posten in Düsseldorf.

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Bei den Oberbürgermeister-Stichwahlen in Nordrhein-Westfalen haben SPD und CDU in den beiden am stärksten umkämpften Städten jeweils einen Erfolg erzielt.

SPD und CDU in Dortmund und Düsseldorf erfolgreich

In Dortmund siegte der SPD-Kandidat Thomas Westphal mit 52 Prozent der Stimmen. Das Duell in der größten Stadt des Ruhrgebiets war mit Spannung verfolgt worden: Der CDU-Mann Andreas Hollstein hatte im ersten Wahlgang rund zehn Prozentpunkte Abstand zu Westphal.

In Düsseldorf gewann der CDU-Politiker Stephan Keller die Stichwahl gegen Amtsinhaber Thomas Geisel von der SPD. Der 50-Jährige Stadtdirektor von Köln lag nach Auszählung von 438 der 454 Stimmbezirke am Sonntagabend uneinholbar bei knapp 55,4 Prozent. Geisel kam auf 44,6 Prozent.

SPD sieht Licht und Schatten

Die SPD-Spitze sieht im Ausgang der Stichwahlen zu den Stadtoberhäuptern in Nordrhein-Westfalen Licht und Schatten. "Wir freuen uns riesig mit Thomas Westphal, der Dortmund gegen einen CDU-Kandidaten verteidigt hat", sagte der SPD-Bundesvorsitzende Norbert Walter-Borjans der "Rheinischen Post" (Montag). "Bitter sind dagegen zweifellos die Wahlausgänge in Düsseldorf und Wuppertal." In Dortmund, Hamm, Mönchengladbach, Bielefeld, Krefeld und Gelsenkirchen feiere die SPD hingegen Erfolge, sagte SPD-Landeschef Sebastian Hartmann.

Grüne rücken erstmals an die Spitze großer NRW-Städte

Die Grünen hatten am meisten Grund zum Feiern. So setzte sich in Bonn die grüne Bundestagsabgeordnete Katja Dörner überraschend mit 56,3 Prozent gegen den bisherigen Amtsinhaber Ashok-Alexander Sridharan (CDU) durch, der auf 43,7 Prozent kam.

In Aachen - der Heimatstadt von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) - ließ die Kandidatin der Grünen, Sibylle Keupen, mit 67,4 Prozent der Stimmen ihren CDU-Konkurrenten Harald Baal weit hinter sich.

Die Geschicke der Industriestadt Wuppertal werden künftig von einem grünen Wirtschaftsprofessor gelenkt. Uwe Schneidewind (54), langjähriger Chef des renommierten Wuppertaler Instituts für Klima, Energie und Umwelt, gewann in einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen gegen Amtsinhaber Andreas Mucke (SPD).

Weitere Erfolge für die CDU - Reker uneinholbar

Oberhausens Oberbürgermeister Daniel Schranz (CDU) bekam 62,1 Prozent der Stimmen, sein Herausforderer Thorsten Berg (SPD) lediglich 37,9 Prozent. Oberhausen war jahrzehntelang eine Hochburg der SPD. Die Studentenstadt Münster wird ebenfalls weiterhin von einem CDU-Politiker regiert: Markus Lewe behauptete sich in der Stichwahl mit 52,6 Prozent der Stimmen gegenüber dem Grünen-Kandidaten Peter Todeskino.

In der einzigen nordrhein-westfälischen Millionenstadt Köln führte die parteilose Amtsinhabern Henriette Reker nach Auszählung fast aller Stimmbezirke nach Angaben der Stadt mit über 60 Prozent der Stimmen uneinholbar vor ihrem SPD-Herausforderer Andreas Kossiski. Reker war im Wahlkampf von den Grünen und der CDU unterstützt worden.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland hatte die CDU den ersten Wahlgang vor zwei Wochen klar gewonnen. Die SPD blieb trotz hoher Verluste zweitstärkste Kraft. Die Grünen verzeichneten im ersten Durchgang ihr bestes Ergebnis bei einer NRW-Kommunalwahl.

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