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Barack Obama ruft zum Kampf für Reformen auf

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Proteste in den USA - Barack Obama ruft zum Kampf für Reformen auf

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Der frühere US-Präsident Obama sieht die George-Floyd-Proteste als Chance für einen gesellschaftlichen Wandel. Die Zeit sei reif für nachhaltige Reformen und Gesetzesänderungen.

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hat der "Black Lives Matter"-Bewegung in einer Ansprache an die Bevölkerung gedankt. Durch sie fände ein Umdenken statt.

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Der frühere US-Präsident Barack Obama sieht die friedlichen Proteste nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz als Chance, Fortschritte im Kampf gegen den "institutionalisierten Rassismus" in den USA zu machen. Die jüngsten Ereignisse seien eine "unglaubliche Chance", weil vielen Menschen bestehende Benachteiligungen erstmals bewusst würden.

Ereignisse ein Zeichen der Hoffnung

Es sei beeindruckend und ein Zeichen der Hoffnung, dass sich Menschen aller Gesellschaftsschichten und Hautfarben an den Protesten im ganzen Land beteiligten, sagte Obama in einer Videoschalte für "My Brothers Keepers". Obama hatte die Organisation 2014 nach dem Erschießungstod des schwarzen Teenagers Michael Brown in Ferguson, Missouri, ins Leben gerufen, um rassistische Ungerechtigkeiten anzugehen.

Selten war die Zerrissenheit Amerikas so offensichtlich wie in diesen Tagen. Nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd durch einen Polizisten, wühlen Proteste das Land auf. Präsident Trump heizt die Stimmung mit seinen Statements weiter an.

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Mehrheit der Amerikaner ist für die Proteste

Obwohl es vereinzelt Ausschreitungen gegeben habe, halte eine Mehrheit der Amerikaner die Proteste weiter für gerechtfertigt "wegen der Ungerechtigkeiten, die sie gesehen haben", sagte Obama.

In der Vergangenheit hätten sich vor allem Schwarze und andere Minderheiten an solchen Protesten beteiligt. Das sei jetzt anders:

Man sieht sich diese Proteste an und es gibt einen viel repräsentativeren Querschnitt Amerikas, der friedlich demonstriert.
Barack Obama

"Das gab es in den 1960er Jahren nicht (...) es gibt einen Mentalitätswechsel, eine stärkere Erkenntnis, dass wir Besseres schaffen können", fügte Obama hinzu.

Obama fordert Gesetzesänderungen

Die Proteste seien wichtig, um die Lage für "die Mächtigen unbequem zu machen". Genauso wichtig sei es aber, für nachhaltige Reformen zu kämpfen. Deswegen sei es wichtig, auf allen Ebenen zu wählen, damit aus Forderungen überprüfbare Gesetze und Vorschriften würden, sagte Obama.

Indes klagte die Staatsanwaltschaft im US-Bundesstaat Minnesota drei weitere an der Festnahme George Floyds beteiligte Ex-Polizisten wegen Mittäterschaft an und ließ sie festnehmen. Die Anklage gegen den Polizisten, der für den Tod verantwortlich gemacht wird, wurde verschärft. Ihm droht eine deutlich längere Haftstrafe. Am heutigen Donnerstag soll in Minneapolis eine Gedenkveranstaltung für Floyd stattfinden.

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