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ZDF-Reporterin Katrin Eigendorf : Angriff auf Odessa: "Befürchtungen sind groß"

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Wie ist die Lage in der ukrainischen Stadt Odessa und was hat es mit einem möglichen Referendum über Kompromisse mit Russland auf sich? Einordnungen von ZDF-Reporterin Eigendorf.

Man gehe von weiteren Abschüssen der russischen Marine aus, so Katrin Eigendorf, ZDF-Korrespondentin in der Ukraine. Odessa sei die wichtigste Hafenstadt.

Beitragslänge:
4 min
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Der Krieg in der Ukraine geht unvermindert weiter. ZDF-Reporterin Katrin Eigendorf ist in Odessa, im Süden des Landes, wo es gestern den ersten großen Angriff durch die russischen Marine auf die Stadt gab.

Das ist eben das, was man hier befürchtet hat, dass die russische Marine Odessa - das ist ja die wichtigste Hafenstadt der Ukraine - irgendwann angreifen könnte.
Katrin Eigendorf, ZDF-Reporterin

Bei dem Angriff sind laut ZDF-Reporterin Eigendorf zwei Häuser zerstört worden.

Die Bewohner sind zum Glück mit dem Leben davongekommen. Es ist auch niemand verletzt worden.
Katrin Eigendorf, ZDF-Reporterin

Aber: Man erwarte nun in Odessa, dass das weitergehe. Und die Menschen befürchten eine ähnliche Situation wie in Mariupol.

Man sieht ja an Mariupol, wie in wenigen Wochen eine Stadt im Prinzip von einer lebendigen Stadt in eine Hölle verwandelt werden kann.
Katrin Eigendorf, ZDF-Reporterin

Gleichzeitig bereite sich die Stadt schon lange auf die Angriffe vor. "Die Befürchtungen, dass auch hier russische Bodentruppen weiter vordringen könnten, die ist schon groß", so Eigendorf weiter.

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Selenskyj: Sollen Kompromisse abgestimmt werden?

Derweil gehen die Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine ohne wirkliche Annäherung weiter. Berichten zufolge wolle der ukrainische Präsident Selenskyj das ukrainische Volk über einen möglichen Kompromiss mit Russland abstimmen lassen. Doch wie ist das einzuordnen?

ZDF-Reporterin Eigendorf erklärt, dass Präsident Selenskyj bei einem längeren Gespräch mit Journalisten sehr emotional klargemacht habe, wie verzweifelt die Situation der Ukraine derzeit sei. Und:

Dass anders als Russland, wo ein einziger Mann anscheinend ja die komplette Politik bestimmt, wo alles von Wladimir Putin und seinen Entscheidungen abhängt, hier in der Ukraine das Volk mitentscheiden wird.
Katrin Eigendorf, ZDF-Reporterin

Selenskyj habe weiter erklärt, dass er ein demokratisch gewählter Präsident sei, der auch über eine Statusänderung, zum Beispiel von ukrainischen Gebieten im Osten des Landes oder vom Status der Krim, natürlich das Volk mit einbeziehen wolle.

Er hat damit kein Referendum direkt angekündigt, er hat versucht klarzumachen: Hier wird nichts ohne das Volk entschieden.
Katrin Eigendorf, ZDF-Reporterin

Eigendorf: Umfragen zeigen Zustimmung zu Selenskyj

Es ist die vierte Woche seit dem russischen Angriff auf die Ukraine. ZDF-Reporterin Eigendorf erklärt:

Wir haben Umfragen, wonach die Bevölkerung doch weitgehend hinter Selenskyj steht und die meisten Menschen hier nach wie vor davon überzeugt sind, dass die Ukraine den Krieg gegen Russland gewinnen kann.
Katrin Eigendorf, ZDF-Reporterin

Die Frage sei aber um welchen Preis? Auch hier habe Selenskyj sehr emotional klargemacht: "Wenn Putin seine Maximalziele hier durchsetzen will, dann kann er das nur tun, wenn er die komplette ukrainische Bevölkerung vernichtet." Er werbe aber darum, sich an den Verhandlungstisch zu setzen.

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