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Hilfen für Waldbesitzer : Bundeswaldgesetz soll angepasst werden

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Agrarminister Özdemir und seine Länderkollegen haben sich darauf geeinigt, das Bundeswaldgesetz anzupassen. Einige der Maßnahmen sollen noch dieses Jahr greifen.

Heute berieten Agrarminister:innen aus Bund und Ländern über die alarmierende Situation in deutschen Wäldern. Im Fokus stehen der Waldumbau und Schadensbegrenzungen.

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Stürme, Trockenheit, Borkenkäfer: Dem Wald geht es schlecht. Beim Treffen der Agrarminister am Montag war das Konsens. Man hat sich deshalb darauf geeinigt, das Bundeswaldgesetz anzupassen. Bundesagrarminister Cem Özdemir (Grüne) sagte:

Wir modernisieren die Bestimmungen, die zum Teil über 40 Jahre alt sind.
Cem Özdemir, Bundesagrarminister

Bundesweiter Standard für Waldbewirtschaftung

Damit solle ein deutschlandweiter Standard für Waldbewirtschaftung geschaffen werden. Die Änderungen würden auch Einfluss auf die Ländergesetze haben, sagte Özdemir.

Außerdem will man zusätzliche Leistungen für Waldbesitzer einführen. Dazu sei ein Modell entwickelt worden, von dem erste Teile noch dieses Jahr umgesetzt werden. Als eine der Maßnahmen nannte Özdemir geringere Eingriffe des Menschen in Wälder, die einen besonders hohen Wert für die Biodiversität haben.

Finanzielle Förderungen für mehr Waldschutz

Für die Honorierung von Klimaschutz- und Biodiversitätsleistungen sollen bis zum Ende der Legislaturperiode 900 Millionen Euro bereitgestellt werden. Das erste Modul soll mit 200 Millionen Euro ausgestattet werden. Der brandenburgische Forstminister Axel Vogel (Grüne) begrüßte die Pläne:

Das ist eine gute Botschaft, um den Waldeigentümern für den nachhaltigen Waldumbau die erforderliche Rückendeckung zu geben.
Axel Vogel, Forstminister Brandenburg

Die Zwischentöne der Kollegen ließen allerdings erahnen, dass die Höhe der vorgesehen Mittel zu Diskussionen geführt hatte. Angesichts der Schäden sei dieser Betrag wohl nicht das, was sich die Waldbesitzer vorgestellt hätten, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD). Insgesamt habe es bei der Ministerkonferenz aber eine große Einigkeit gegeben, hieß es von verschiedenen Seiten.

Seit 2018 sind nach Angaben von Minister Özdemir insgesamt 400.000 Hektar Schadflächen entstanden. "Durch diese Waldschäden wird uns deutlich vor Augen geführt, wie existenziell sich die Klimakrise auf uns auswirken kann."

Thora Schubert erklärt den Rebound Effekt.

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Waldeigentümer: Die Zeit drängt

Die Waldeigentümer begrüßten die zugesagte Unterstützung - allerdings mit Einschränkungen. Andreas Bitter, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW), sagte, dass trotz des positiven Signals, dass die Klimakrise in den Fokus von Bund und Ländern gerückt sei, die Zeit weiter dränge.

Die finanziellen Hilfen zur Anpassung des Waldes an den Klimawandel müssen jetzt schnell bei den Waldbesitzenden ankommen
Andreas Bitter, Präsident AGDW

Ländern und Bund planen Strategie gegen Waldbrände

Die Agrarministerkonferenz beriet auch über die Waldbrandgefahr und Maßnahmen zur Prävention. In der Trockenheit komme es vermehrt zu Waldbränden, sagte Sachsen-Anhalts Forstminister und der Vorsitzende der Agrarministerkonferenz, Sven Schulze (CDU).

Erst am vergangenen Wochenende hatte es wieder im Harz gebrannt. Man müsse bei der Erkennung und auch bei der Bekämpfung von Waldbränden länderübergreifend zusammenarbeiten, sagte Schulze. Grünen-Politiker Axel Vogel ergänzte, dass sich die Agrarministerkonferenz daher mit der Bitte an den Bund gewandt habe, mit den Ländern eine bundesweite Präventionsstrategie auf den Weg zu bringen.

Die große Trockenheit in Deutschland sorgt derzeit für hohe Waldbrandgefahr. Um die Waldbrände möglichst früh zu entdecken, setzt Sachsen-Anhalt nun neue Technik ein.

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