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Deutsche Entschädigungszahlung : Olympia-Attentat: Einigung mit Angehörigen

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Im Streit um Entschädigungen für Angehörige des Olympia-Attentats von 1972 gibt es eine Einigung mit der Bundesregierung. Die Angehörigen wollen nun auch zur Gedenkfeier kommen.

Ankie Spitzer, die Witwe des von arabischen Terroristen ermordeten israelischen Fechttrainers Andre Spitzer, steht fassungslos in dem verwüsteten Raum des Münchner Olympischen Dorfes, in dem die Terroristen vier Tage zuvor neun israelische Sportler festhielten.
Ankie Spitzer, die Witwe des von arabischen Terroristen ermordeten israelischen Fechttrainers Andre Spitzer, steht fassungslos in dem verwüsteten Raum des Olympischen Dorfes in München.
Quelle: dpa

Im Streit mit den Hinterbliebenen der Opfer des Münchner Olympia-Attentats vor 50 Jahren gibt es eine Einigung auf Entschädigungszahlungen. Das teilte die Bundesregierung am Mittwoch in Berlin mit. Demnach gelang eine Einigung "auf eine Gesamtkonzeption" samt "Bereitstellung weiterer Anerkennungsleistungen", wie Regierungssprecher Steffen Hebestreit erklärte. Nach Informationen mehrerer Nachrichtenagenturen geht es um 28 Millionen Euro.

Der Bund übernimmt demnach 22,5 Millionen Euro der Zahlungen in Anerkennung des Leids der Hinterbliebenen, das Bundesland Bayern zahlt fünf Millionen Euro. Weitere 500.000 Euro kommen von der bayerischen Landeshauptstadt München.

Auch die Düsseldorfer Rechtsanwaltskanzlei des ehemaligen Innenministers Gerhart Baum (FDP) bestätigte AFP die Einigung. Es sei nach "intensiven Verhandlungen" ein "Kompromiss" erzielt worden, sagte Kanzleichef Julius Reiter. Ein Team um Baum war demnach von den Angehörigen beauftragt worden.

Im Konflikt zwischen der Bundesregierung und den Opferfamilien des Münchener Olympia-Attentats 1972 um Entschädigung hatten Angehörige ihre Teilnahme an der Gedenkfeier zuerst abgesagt.

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Angehörigen nehmen nun doch an Gedenkfeier teil

Laut Hebestreit nehmen nach der Einigung die Vertreter der Angehörigen an der für Montag in München geplanten Gedenkfeier teil, mit der an das Attentat von 1972 erinnert wird. Die Regierung sehe "nun einem würdigen Gedenken gemeinsam mit den Angehörigen bei der Veranstaltung am 5. September 2022 entgegen". In den vergangenen Wochen war der Konflikt mit diesen eskaliert, sie sagten daraufhin die Teilnahme an der Gedenkfeier ab.

Ein palästinensisches Terroristenkommando war vor 50 Jahren in das Münchner Olympiagelände eingedrungen und hatte Mitglieder der israelischen Mannschaft als Geiseln genommen. Bei der Geiselnahme und einer fehlgeschlagenen Befreiungsaktion starben elf israelische Sportler und ein deutscher Polizist.

Die Präsidenten Deutschlands und Israels, Frank-Walter Steinmeier und Izchak Herzog zeigten sich "froh und erleichtert" über die Vereinbarung. "Die Einigung kann nicht alle Wunden heilen. Aber sie öffnet eine Tür aufeinander zu", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.

Mit dieser Einigung bekennt der deutsche Staat seine Verantwortung und erkennt das furchtbare Leid der Ermordeten und ihrer Angehörigen an, dessen wir kommende Woche gedenken wollen.
Erklärung von Frank-Walter Steinmeier und Izchak Herzog
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