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Kurz vor der Wahl in Belarus - Wahlkampfleiterin der Opposition festgenommen

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Bei der Präsidentschaftswahl in Belarus liegen die Hoffnungen der Opposition auf Swetlana Tichanowskaja. Ihre Wahlkampfleiterin wurde nun festgenommen - nicht zum ersten Mal.

Im Vorfeld der Wahl geht die Regierung massiv gegen die Opposition vor - mit über 1100 Festnahmen. Lautstark fordern die Menschen Veränderungen. Wie stehen die Chancen für Herausforderin Tichanowskaja, die gegen Langzeit-Machthaber Lukaschenko antritt?

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Einen Tag vor der Präsidentschaftswahl in Belarus ist die Wahlkampfleiterin der Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja erneut festgenommen worden. Maria Moros werde voraussichtlich bis Montag festgehalten, sagte eine Sprecherin Tichanowskajas. Der Grund für die Festnahme sei unklar.

Moros war bereits Anfang der Woche kurzzeitig in Gewahrsam genommen worden. Tichanowskaja ist die wichtigste Rivalin des seit 26 Jahren autoritär regierenden Präsidenten Alexander Lukaschenko. Die 37-Jährige trat an, nachdem ihr Mann, der bekannte Blogger Sergej Tichanowski, von der Wahl ausgeschlossen und inhaftiert wurde.

Claudia Roth unterstützt Tichanowskaja

Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) stellte sich hinter die Kandidatur der Oppositionspolitikerin. Deren Zusammenarbeit mit Weronika Zepkalo und Maria Kolesnikowa zeige, "wie ein kooperativer, kreativer und feministischer Einsatz für die Demokratie gehen kann", schrieb Roth in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag".

"In diesen Zeiten, da männliche Antidemokraten und Rechtsstaatsverächter rund um den Globus versuchen zu verteidigen, was ihnen nie gehört hat, sind die drei Belarussinnen eine mächtige feministische und demokratische Kampfansage."

In Belarus erhoffen sich viele Menschen einen politischen Wechsel von der Präsidentschaftswahl. Stärkste Konkurrentin des Langzeitpräsident Lukaschenko ist Swetlana Tichanowskaja.

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Festnahme von Politikberater Schkliarow

Die vorzeitige Stimmabgabe begann bereits am Dienstag, der eigentliche Wahltag ist Sonntag. Die Behörden gingen vor der Präsidentschaftswahl massiv gegen die Opposition vor. Ende Juli war auch der Politikberater Witali Schkliarow bei einem Besuch seiner Eltern in Belarus festgenommen worden.

Schkliarow ist gebürtiger Belarusse, lebt aber in Washington. Am Samstag wurde er nun beschuldigt, an der Organisation von Massenunruhen vor der Wahl mitgewirkt zu haben. Schkliarow drohten bis zu drei Jahre Gefängnis, teilte sein Anwalt mit.

Das Staatsfernsehen hatte berichtet, Schkliarow habe den inhaftierten Tichanowski beraten. Der Politikexperte bestreitet jede Zusammenarbeit. Schkliarow hatte in der Vergangenheit unter anderem Präsidentschaftskandidaten in den USA, Russland und der Ukraine beraten.

Weiter Aktivisten festgesetzt

Am Samstag wurden zudem in Russland drei Aktivisten der russischen Opposition festgenommen, die als Wahlbeobachter nach Belarus reisen wollten. Lukaschenko hatte Russland Einmischungsversuche in die Wahl in Belarus vorgeworfen.

Kreml-Kritiker gehen jedoch davon aus, dass der Kreml Lukaschenko unterstützt. "Ein Diktator wird immer einen Diktator unterstützen", erklärte Oppositionspolitiker Dmitri Gudkow auf Facebook.

Schauspieler Roman Tschitko sitzt im Interview in einer leeren Fabrikhalle auf einem Holzboot

Vor den Wahlen - "Ich möchte ein neues, freies Belarus" 

Vor den Wahlen in Belarus stehen Regierungskritiker einmal mehr unter Druck. Schauspieler Roman Tschitko erzählt über Einschüchterungen und seinen Wunsch, trotzdem weiterzumachen.

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