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Keine eigene Liste geplant - Lafontaine will komplett mit Politik aufhören

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Oskar Lafontaine kündigt an, sich aus der Politik zurückziehen zu wollen. Damit reagiert er auch auf den Streit innerhalb der Linken.

Oskar Lafontaine am 15.09.2021 in Saarbrücken.
Oskar Lafontaine (Die Linke) will im März nicht mehr antreten.
Quelle: Imago

Oskar Lafontaine will seine politische Karriere beenden. Bei der Landtagswahl im kommenden März trete er nicht mehr an, sagte der saarländische Linksfraktionschef im Fernsehsender "Welt". Er dementierte Gerüchte darüber, dass er sich mit einer eigenen Liste zur Wahl stellen wolle.

Kritik an Parteispitze der Linken

Bereits im September hatte Lafontaine angekündigt, bei der Landtagswahl nicht mehr für die Linke anzutreten. Der 78-Jährige kritisierte die Parteispitze der Linken in Berlin. "Parteivorsitzende müssen die Flügel zusammenführen und eine Programmatik entwickeln, die alle akzeptieren", sagte Lafontaine. Stattdessen verstünden sich die Vorsitzenden als Mitglieder von Strömungen und befeuerten seit Jahren den innerparteilichen Konflikt.

Damit meine er auch die aktuellen Vorsitzenden Janine Wissler und Susanne Hennig-Wellsow. Zudem kritisierte er die Bundesspitze für den Umgang mit den Parteiausschlussverfahren gegen ihn selbst und seine Ehefrau Sahra Wagenknecht. Den Bundesvorstand scheine es nicht zu stören, wenn "irgendwelche Leute" mitten im Wahlkampf Ausschlussanträge stellten.

Linken-Ikone Sahra Wagenknecht war am Wahlabend nicht bei ihrer Partei. Schade, sagt Parteichefin Susanne Hennig-Wellsow. Sie hätte gern ein Bier mit Wagenknecht getrunken.

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Zerwürfnis im Saarland

Parteien, die permanent Angriffe auf ihre populären Politiker zuließen, dürften sich nicht über Wahlniederlagen wundern. Lafontaine sagte:

Einige der für den Wahlkampf Verantwortlichen - allen voran der Bundesgeschäftsführer - wissen nicht, wie man Wahlen gewinnt.
Oskar Lafontaine

Im Saarland gibt es zwischen dem Landesverband und der Fraktion der Linken seit längerer Zeit ein Zerwürfnis. Ausgelöst wurde es durch einen heftigen Streit um die Spitzenkandidatur der saarländischen Linken zur Bundestagswahl.

In der vergangenen Woche spaltete sich die Linksfraktion im Landtag. Die neue Fraktion besteht aus Barbara Spaniol und der Linken-Politikerin Dagmar Ensch-Engel.

Wie soll Die Linke nach dem schlechten Abschneiden bei der Bundestagswahl aus dem Tief kommen? Darüber beriet die geschrumpfte Bundestagsfraktion. Die Führungsspitze bleibt unverändert – im Hintergrund: Ein Machtkampf zwischen Partei und Fraktion.

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