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Ostukraine: Neue Waffenruhe in Kraft

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Kämpfe seit 2014 - Ostukraine: Neue Waffenruhe in Kraft

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Das ukrainische Militär und Vertreter der prorussischen Separatisten vereinbarten die Einstellung der Kämpfe. Fast zwei Dutzend Anläufe für eine Waffenruhe scheiterten bisher.

Im Ukraine-Konflikt ist für die umkämpfte Region Donbass eine neue Waffenruhe in Kraft getreten. Diese nährt Hoffnungen auf Fortschritte im festgefahrenen Friedensprozess.

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Seit Mitternacht gilt eine neue Waffenruhe im Krisengebiet in der Ostukraine. Das ukrainische Militär und die Vertreter der prorussischen Separatisten aus den Gebieten von Donezk und Luhansk hatten mitgeteilt, alles für die Einstellung der Kämpfe vorbereitet zu haben.

Fast zwei Dutzend solcher Abkommen wurden in der Vergangenheit bereits nach kurzer Zeit gebrochen. Die Hoffnungen sind groß, dennoch stellt sich die berechtigte Frage: Hält der Frieden diesmal tatsächlich?

Der ukrainische Präsident Selenskyj ist ein Jahr im Amt und zu den zentralen Problemen des Landes kommt jetzt auch noch die Corona-Krise. Keine leichte Aufgabe für den Staatsmann.

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Putin und Selenskyj loben Waffenruhe

Kremlchef Wladimir Putin und der ukrainische Präsident Wolodomyr Selenskyj lobten bei einem Telefonat die Einigung auf eine neue Waffenruhe. Zugleich forderten sie mehr Anstrengungen in der Ukraine-Kontaktgruppe, die bisherigen Friedensvereinbarungen umzusetzen.

Die Vertreterin der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in der Ukraine, Heidi Grau, sagte, dass es eine ganze Reihe an Schritten gebe, um die Waffenruhe umzusetzen. Vor Inkrafttreten der Vereinbarung sagte sie:

Ich hoffe, dass die vereinbarten Maßnahmen die lang erwartete Ruhe in der Konfliktzone und mehr Frieden für die Zivilbevölkerung bringen.
Heidi Grau, OSZE

Seit dem Frühjahr 2014 kämpfen ukrainische Regierungstruppen im Bergbaurevier Donbass gegen die von Russland unterstützten Aufständischen. UN-Schätzungen zufolge wurden seitdem mehr als 13.000 Menschen getötet. Ein 2015 mit deutsch-französischer Vermittlung in Minsk vereinbarter Friedensplan sieht nach einem Waffenstillstand Wahlen und eine schrittweise Reintegration der Region in die Ukraine vor.

Merkel und Macron wollen Ukraine-Gipfel

Am Sonntag äußerte Papst Franziskus in Rom die Hoffnung, dass diesmal Frieden erreicht werden könne in der Ukraine. Die Waffenruhe gilt als wichtige Voraussetzung für einen neuen Ukraine-Krisengipfel, der schon im Frühjahr in Berlin geplant gewesen war. Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wollen dort nach dem letzten Gipfel in Paris Anfang Dezember wieder Putin und Selenskyj an einen Tisch bringen.

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