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Bericht des UN-Umweltprogramms - CO2-Rückgang: Diese Ziele haben die Länder

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Im Rahmen des Pariser Klimaschutzabkommens verpflichten sich die Vertragsstaaten, CO2-Emissionen zu verringern. Doch reicht das, um die Folgen des Klimawandels abzubremsen?

Fahne der Vereinten Nationen.
Der UN-Klimagipfel soll die Vertragsstaaten dazu bringen, neue Klimaziele einzureichen.
Quelle: picture alliance/dpa/Archivbild

Die Versprechen über verringerte CO2-Emissionen, die die Vertragsstaaten im Rahmen des Pariser Klimaabkommens machen, sollen die Folgen des Klimawandels minimieren. Inwieweit die Handlungen der Länder diese Bestrebungen wirklich einhalten, zeigt der Bericht des UN-Umweltprogramms, der heute im Laufe des Vormittags erwartet wird.

Der "Emissions Gap Report" beschreibt die Differenz zwischen den erwarteten Treibhausgasemissionen 2030 und dem Wert, der nötig wäre, um die schlimmsten Folgen für den Klimawandel zu verhindern.

Pariser Klimaabkommen sieht überarbeitete Ziele vor

Gemäß dem Pariser Abkommen sollen die Vertragsstaaten bis zum 31. Dezember überarbeitete nationale Klimaschutzziele bei der UNO einreichen. Bisher haben das erst etwa 20 von 110 Ländern getan.

Der virtuelle eintägige Klimagipfel, den die UNO, Großbritannien und Frankreich am Samstag in New York ausrichten, soll alle noch einmal wach rütteln. [Wie es um den Klimaschutz in Deutschland steht, lesen Sie hier.]

Jährliche Klimakonferenz wegen Corona verschoben

Weil die jährliche UN-Klimakonferenz wegen Corona um ein Jahr auf November 2021 verschoben wurde, fehlt es an Druck, neue Klimaschutzziele einzureichen. Trotz der Warnungen der Wissenschaft und der von "Fridays for Future" angeführten Klima-Proteste stehe in aller Welt eine Anpassung der Klimapolitik immer noch aus.

Chinas Klimaziele

China ist mit Abstand der größte Klimasünder - verantwortlich für rund ein Viertel der weltweiten CO2-Emissionen. 2016 versprach Peking, den Ausstoß bis 2030 um mindestens 60 Prozent zu reduzieren.

Im September überraschte Präsident Xi Jinping mit einem noch ehrgeizigeren Ziel: Bis 2060 will die Volksrepublik klimaneutral werden. Details dieses Plans stehen noch aus.

Die Klimaziele der USA

Die Vereinigten Staaten als zweitgrößter Verschmutzer waren eine der treibenden Kräfte hinter dem Pariser Klimaabkommen. Washington sagte zu, seine Emissionen bis 2025 um ein Viertel im Vergleich zu 2005 zu verringern. Präsident Donald Trump kündigte das Abkommen jedoch auf.

Sein gewählter Nachfolger Joe Biden will diese Entscheidung gleich nach Amtsantritt im Januar wieder rückgängig machen. Er strebt Klimaneutralität bis 2050 an.

Auch ohne Weltklimagipfel scheint sich klimapolitisch zum Jahresende viel zu bewegen. Noch nicht genug, findet Klima-Ökonom Ottmar Edenhofer.

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EU will 2050 klimaneutral sein

Die Europäische Union verpflichtete sich 2015, ihre CO2-Emissionen bis 2030 um mindestens 40 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu reduzieren. Inzwischen strebt die Kommission eine Reduktion um 55 Prozent bis 2030 und Klimaneutralität bis 2050 an.

Bei ihrem Gipfel diese Woche wollen die Staats- und Regierungschefs der EU entscheiden, ob sie dieser Vorgabe folgen. Großbritannien ist zwar aus der EU ausgetreten, hat aber das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 gesetzlich festgeschrieben.

Indien: Drittgrößter CO2-Emittent

Indien ist der drittgrößte Emittent. Bis Ende des Jahrzehnts will das Land seinen CO2-Ausstoß um bis zu 35 Prozent im Vergleich zu 2005 zu verringern.

Russland erst seit 2019 dabei

Russland trat dem Klimaabkommen erst vergangenes Jahr bei und will seine Emissionen bis 2030 um 30 Prozent im Vergleich zu 1990 zurückfahren.

Japan: 26 Prozent CO2-Rückgang bis 2030

Japan verpflichtete sich 2016 auf eine Reduktion um 26 Prozent bis 2030. Der im März vorgelegte neue Klimaplan nennt dasselbe Ziel. Der neue Regierungschef Yoshihide Suga kündigte im Oktober an, das Land strebe bis 2050 Klimaneutralität an.

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