Sie sind hier:

Parteispenden und Lobbyismus - Transparency fordert klare Regeln

Datum:

Genaue Informationen zur Finanzierung der Parteien in Deutschland sind noch immer lückenhaft. Transparency fordert jetzt die Offenlegung aller Parteispenden.

Hartmut Bäumer, Vorsitzender von Transparency International.
Hartmut Bäumer, Vorsitzender von Transparency Deutschland, fordert ein entschiedenes Vorgehen gegen Korruption in der Bundesrepublik.
Quelle: Carsten Koall/dpa


Im internationalen Korruptionsindex von Transparency International steht Deutschland recht gut da - dennoch sieht die Organisation Reformbedarf. So müsse die Politikfinanzierung in Deutschland transparenter gestaltet werden, forderte der Deutschland-Chef von Transparency, Hartmut Bäumer, bei der Vorstellung des diesjährigen Korruptionsindex in Berlin.

Transparency mahnt Reform der Politikfinanzierung an

Derzeit nutzten Parteien Gesetzeslücken aus, und Parteispenden flössen dadurch zu häufig an den gesetzlichen Pflichten zur Offenlegung vorbei, kritisierte Transparency.

Angesichts der bevorstehenden Bundestagswahl sollten die Parteien hier schnell die Initiative ergreifen.
Hartmut Bäumer, Vorsitzender von Transparency Deutschland

"Insbesondere in Wahljahren fließt viel Geld", erklärte Bäumer. Die Politik müsse hier mehr Transparenz schaffen, etwa durch wöchentliche Veröffentlichung von Wahlkampfspenden ab einer bestimmten Höhe.

Hartmut Bäumer, Vorsitzender von Transparency Deutschland, forderte ein entschiedenes Vorgehen gegen Korruption in der Bundesrepublik. Die Veröffentlichungsschwelle für Parteispenden sollte laut Transparency auf 2.000 Euro gesenkt werden.

Zuwendungen an Parteien sollten mit 50.000 Euro pro Spender oder Sponsor, Jahr und Partei gedeckelt werden. Direktspenden an parteigebundene Mandatsträger und Kandidaten sollten gänzlich verboten werden.

Es ist Antikorruptionstag – wie steht es um Bestechung im Staat? Und welchen Einfluss hat die Pandemie?

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Deutschland in Korruptionsindex auf Platz neun von 179 Staaten

Im globalen Korruptionsindex von Transparency International konnte sich Deutschland nicht verbessern. Deutschland erreichte wie im vergangenen Jahr 80 Punkte und rangiert auf dem 9. Platz. [Hier finden Sie die Transparency-Rangliste vom 23.01.2020.]

Den Spitzenplatz mit der geringsten wahrgenommenen Korruption belegen im neuen Korruptionswahrnehmungsindex Dänemark und Neuseeland. Die beiden Länder erhielten 88 von 100 möglichen Punkten, wie die Organisation mitteilte.

Am unteren Ende der Liste stehen Syrien, Somalia und der Südsudan mit 14 und 12 Punkten für ein hohes Maß an Korruption.

In Berlin versuchen tausende Lobbyisten die Politik zu beeinflussen. Künftig soll es nun mehr Transparenz beim Einfluss von Interessensvertretern auf die Abgeordneten geben.

Beitragslänge:
29 min
Datum:
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.