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Pläne von Karl Lauterbach - Kritik an Pflegebonus für begrenzten Kreis

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Gegenwind für Karl Lauterbach: Die Opposition lehnt Pläne für einen Pflegebonus nur für einen begrenzten Kreis ab. Die "volle erste Front" solle den Bonus bekommen, meint die CDU.

Pfleger auf einer Intensivstation.
Die Debatte um den Pflegebonus geht weiter.
Quelle: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Die Kritik an der Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), den im Koalitionsvertrag vereinbarten Pflegebonus nur an einen begrenzten Kreis von Pflegekräften zu zahlen, reißt nicht ab.Der designierte CDU-Generalsekretär Mario Czaja sagte dem "Tagesspiegel":

In der Coronakrise sind die allermeisten Pflegekräfte ins persönliche Risiko gegangen - und auch die Männer und Frauen der Hilfsorganisationen und Krankentransporte sowie Ärzte und Sanitäter haben einen Bonus verdient.
Mario Czaja, designierter CDU-Generalsekretär, im Tagesspiegrl

Wenn die Politik sich entscheide, nach fast zwei Jahren Pandemie einen Bonus
zu zahlen, dann sollte den "die volle erste Front" des Gesundheitswesens erhalten.

Czaja ist ehrenamtlich Präsident des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin und war in Berlin auch bis 2016 Gesundheitssenator.

Ampelkoalition sieht eine Milliarde Eruo vor

Lauterbach hatte zuvor erklärt, der Pflegebonus sollte vor allem Pflegekräften bezahlt werden, die in der Corona-Pandemie besonders belastet waren. "Dann kann der Bonus auch in nennenswerter Höhe angesetzt werden", hatte der Minister dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gesagt. Nur so könne die besondere Leistung von Pflegekräften gewürdigt werden, die teilweise auch "ins persönliche Risiko gegangen" seien.

Olaf Scholz (SPD) kündigte einen Corona-Bonus für Pflegerinnen und Pfleger an - doch die Auszahlung verzögert sich.

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4 min
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SPD, Grüne und FDP haben in ihrem Koalitionsvertrag festgehalten, dass es einen Corona-Bonus für Pflegekräfte geben soll. Dafür will die Ampel-Regierung eine Milliarde Euro zur Verfügung stellen und die Steuerfreiheit für Bonuszahlungen auf 3.000 Euro anheben.

Kritik an Lauterbach von vielen Seiten

Auch die Linkspartei im Bundestag übte Kritik. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Susanne Ferschl sagte: "Ein Pflegebonus müsste an alle Pflegekräfte gezahlt werden." Die Pandemie sei für Intensivpflegekräfte bis hin zu ambulanten Pflegediensten eine sehr hohe Belastung. "

Diese unsägliche Differenzierung hat schon bei der Auszahlung des letzten Bonus zu viel Frust und Verärgerung geführt.
Susanne Ferschl, Linkspartei

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, meinte gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA): "Es wäre ein schwerer Fehler, den Bonus allein Pflegekräften zu zahlen, die Covid-19-Patienten versorgt haben. Das spaltet die Belegschaften."

Zudem entstehe der Eindruck, dass das Engagement für Herz-, Krebs- oder Schlaganfallpatienten weniger Wert habe. "Die Ampel sollte diesem Eindruck sofort entgegentreten. Ein Pflegebonus aus Steuermitteln ist überfällig."

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