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Künftiger Verteidigungsminister : Pistorius: Sind "indirekt" an Krieg beteiligt

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Der designierte Verteidigungsminister Boris Pistorius will die Bundeswehr "stark machen". Mit Blick auf den Ukraine-Krieg sagte er, Deutschland sei daran "indirekt" beteiligt.

Der künftige Verteidigungsminister Boris Pistorius will die Bundeswehr stark machen. Er werde eng und vertrauensvoll mit den Soldatinnen und Soldaten zusammenarbeiten, erklärte er.

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Der künftige Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sieht Deutschland "indirekt" am Krieg in der Ukraine beteiligt. "Das Verteidigungsministerium ist schon in zivilen, in Friedenszeiten, eine große Herausforderung und in Zeiten, in denen man als Bundesrepublik Deutschland an einem Krieg beteiligt ist, indirekt, noch einmal besonders", sagte der SPD-Politiker am Dienstag in Hannover mit Blick auf seine künftige Aufgabe.

Er sei erst am Montag von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gebeten worden, das Amt zu übernehmen. Dies sei für ihn "sehr überraschend" gekommen. Pistorius kündigte eine enge Zusammenarbeit mit den Soldatinnen und Soldaten bei der Reform der Bundeswehr versprochen. Er wolle die Bundeswehr "stark machen für die Zeit, die vor uns liegt".

Pistorius: Bundeswehr muss sich an neue Situation anpassen

Die Bundeswehr müsse sich auf die neue Situation einstellen, die mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine entstanden sei, betonte Pistorius.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius, SPD, wird neuer Bundesverteidigungsminister und damit Nachfolger der zurückgetretenen Christine Lambrecht.

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Die bisherige Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) war am Montag nach nur 13 Monaten im Amt angesichts anhaltender Kritik zurückgetreten. Scholz kündigte dann am Dienstag an, dass der bisherige niedersächsische Innenminister Pistorius ab Donnerstag das Amt übernehmen werde.

[Der Polit-Pragmatiker: Pistorius im Porträt]

Oberbürgermeister von Osnabrück und niedersächsischer Innenminister - die zentralen beruflichen Stationen von Boris Pistorius. Er übernimmt nun ein Ressort mit hohem Reformbedarf.

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Er habe "Demut und Respekt vor einer so gewaltigen Aufgabe", sagte Pistorius.

Die Aufgaben, die vor der Truppe liegen, sind gewaltig.
Boris Pistorius

Er wolle sich "vom ersten Tag an mit 150 Prozent in diese Aufgabe reinstürzen".

Vom Ukraine-Krieg bis hin zum Einsatz der Bundeswehr in Mali – welche Herausforderungen liegen vor dem neuen Verteidigungsminister Boris Pistorius?

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Pistorius: "Immer dicht dran" an Bundeswehr-Fragen

Die Bundeswehr müsse sich "auf eine neue Situation einstellen, die mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine entstanden ist", sagte Pistorius. "Mir ist wichtig, die Soldatinnen und Soldaten ganz eng in diesem Prozess zu beteiligen und sie mitzunehmen".

Die Truppe könne sich darauf verlassen, "dass ich mich, wann immer es nötig ist, vor sie stellen werde". Pistorius betonte, als langjähriger Innenminister in Niedersachsen sei er "immer sehr dicht dran" an Bundeswehr-Fragen gewesen. Er verwies dabei unter anderem auf die Zusammenarbeit mit dem Militär im Katastrophenschutz.

Pistorius bringe auf jeden Fall viel Führungserfahrung mit, aus einem großen Ministerium in einem großen Bundesland, so ZDF-Korrespondentin Shakuntala Banerjee.

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Scholz: Pistorius ein Freund und guter Politiker

Der bisherige niedersächsische Innenminister verfüge über "sehr viele Erfahrungen in der Sicherheitspolitik, sagte Kanzler Scholz am Rande eines Besuchs in Brandenburg an der Havel. Pistorius sei für ihn "ein Freund und ein sehr guter Politiker".

Weiter sagte Scholz, er sei überzeugt, dass Pistorius "die Kraft und Ruhe besitzt, die man für eine so große Aufgabe angesichts der jetzigen Zeitenwende braucht".

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In seinem Statement lobt Kanzler Scholz die Erfahrung und Kompetenzen des neuen Verteidigungsministers Boris Pistorius und bedankt sich bei Christine Lambrecht für ihre Arbeit.

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Auch sei er sicher, dass der neue Minister "mit der Truppe kann" und er jemand sei, "den die Soldatinnen und Soldaten sehr mögen werden". Daher sei er "sehr dankbar", dass Pistorius zur Übernahme des neuen Amts bereit sei.

Scholz dankte auch der scheidenden Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) erneut für "die Arbeit, die sie geleistet hat" und äußerte "großen Respekt" für ihre Rücktrittsentscheidung.

Er werde "Kaltstartfähigkeit“ brauchen, so die Bewertung des ehem. Nato-Generals Egon Ramms zur Nominierung Pistorius' zum Bundesverteidigungsminister.

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