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LGBT-Rechte in Polen - Warschau: Tausende demonstrieren für Toleranz

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In Warschau haben Tausende Menschen für die Gleichstellung Homosexueller demonstriert. Polen steht immer wieder wegen der Diskriminierung sexueller Minderheiten in der Kritik.

LGBT-Parade in Warschau
LGBT-Parade in Warschau
Quelle: Czarek Sokolowski/AP/dpa

Zum ersten Mal seit zwei Jahren ist eine Parade von Schwulen und Lesben durch die Straßen Warschaus gezogen. Tausende Menschen demonstrierten auf diese Weise am Samstag für mehr Rechte für Homosexuelle. Viele schwenkten Regenbogenfahnen.

Wegen der Corona-Pandemie war die Veranstaltung der LGBT-Gemeinde (Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender) im vergangenen Jahr ausgefallen.

Bürgermeister unterstützt die Parade

An dem Marsch nahm auch der Bürgermeister der polnischen Hauptstadt, Rafal Trzaskowski, teil. Der Politiker der liberalen Bürgerplattform unterstützte die Demonstrierenden:

Dies ist ein Ort, wo alle lächeln und es keine Aggression gibt.
Rafal Trzaskowski

Rafal Wojtczak, ein Sprecher der Organisatorinnen und Organisatoren, wies darauf hin, dass in Polen keine gleichgeschlechtlichen Ehen erlaubt sind. Präsident Andrzej Duda von der rechtsnationalen PiS bezeichnete LGBT im vergangenen Jahr als "Ideologie".

Bartosz ist Kämpfer für LGBTQ*-Rechte in Polen. Der Druck für Menschen wie ihn, wird immer größer. Er sieht einen Zusammenhang zwischen dem politischen Kurs und gewalttätigen Übergriffen auf Mitglieder der LGBTQ*-Gemeinschaft.

Beitragslänge:
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Die erste Gleichheitsparade ("Parada Rownosci") in Warschau fand im Jahr 2001 statt. Ähnliche Veranstaltungen gibt es inzwischen auch in anderen Ländern Mittelosteuropas. In Tschechien wird das Festival "Prague Pride" vom 2. bis 8. August stattfinden.

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