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Prognosen nach Präsidentenwahl - Enges Rennen in Polen - Duda liegt vorn

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Bei der Präsidentenwahl in Polen zeichnet sich ein Sieg des Amtsinhabers ab. Andrzej Duda hat Prognosen zufolge einen knappen Vorsprung vor seinem Rivalen Trzaskowski.

Sollte Andrzej Duda die Präsidentschaftswahl gewinnen, könne die Regierungspartei PiS bis 2023 "einfach durchregieren", so ZDF-Korrespondentin Natalie Steger aus Warschau.

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Der nationalkonservative Amtsinhaber Andrzej Duda liegt bei der Stichwahl um das polnische Präsidentenamt vorne. Laut einer Prognose um 2 Uhr morgens entfielen auf Duda 51 Prozent der Stimmen. Sein oppositioneller Herausforderer Rafal Trzaskowski erhielt 49 Prozent. In einer ersten Prognose am Abend war der Vorsprung Dudas mit 50,4 zu 49,6 Prozent noch geringer.

Die Prognosen beruhen auf der Grundlage von Nachwahlbefragungen in rund 500 Wahlbüros. Nach Angaben des Meinungsforschungsinstituts Ipsos hat die Prognose um 2 Uhr morgens eine Fehlertoleranz von einem Prozentpunkt.

Hochrechnungen wie in Deutschland gibt es in Polen nicht. Das offizielle Ergebnis der Wahlkommission wird frühestens am Montagabend erwartet.

Hohe Wahlbeteiligung

Die Wahlbeteiligung bei der Abstimmung am Sonntag war vergleichsweise hoch, Politikwissenschaftlerin Agnieszka Lada sprach im ZDF heute journal von der "höchsten Wahlbeteiligung in Polen seit der Wende."

„Wir merken, wie gespalten die Gesellschaft ist. Die Polen wollten zeigen, in welche Richtung unser Land geht", sagt Politikwissenschaftlerin Agnieszka Lada.

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Trotz der immer noch virulenten Corona-Pandemie hatten sich vor den Wahllokalen lange Schlangen gebildet. Die Wähler wurden aufgefordert, Masken zu tragen, sich die Hände zu desinfizieren sowie Rentnern, Schwangeren und Wählern mit Kindern den Vortritt zu lassen.

Für die regierende nationalkonservative Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit ist die Präsidentenwahl von großer Bedeutung: Ein Sieg des ihr nahestehenden Amtsinhabers Duda dürfte ihre Vormachtstellung mindestens bis zur Parlamentswahl 2023 festigen.

Zwei Kandidaten, die unterschiedlicher nicht sein könnten

In der ersten Runde der Präsidentschaftswahl am 28. Juni war Duda auf 43,5 Prozent der Stimmen gekommen, auf den Warschauer Bürgermeister Trzaskowski entfielen 30,4 Prozent. Umfragen hatten ein Kopf-an-Kopf-Rennen in der Stichwahl vorausgesagt.

Duda hatte im Wahlkampf auf die Verteidigung konservativer Werte gesetzt. Dabei machte der 48-Jährige auch mit Verbalattacken auf Verfechter einer vermeintlichen "LGBT-Ideologie" Stimmung, die den Polen angeblich aufgezwungen werden solle.

Trzaskowski warb dagegen für ein anderes Polen - mit besseren Beziehungen zur EU. Zudem unterstützt er die Einführung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften. Die Homo-Ehe und das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare lehnt aber auch er ab.

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