Sie sind hier:

ZDF-Politbarometer - Mehrheit für vollständige Grenzöffnung in EU

Datum:

Eine klare Mehrheit, 55 Prozent der Befragten, wünscht sich laut ZDF-Politbarometer bald eine vollständige Öffnung der Grenzen zwischen den Ländern der EU, 41 Prozent sind dagegen.

Nach der bisherigen Planung will Bundesinnenminister Seehofer die Grenzen zu den meisten europäischen Nachbarländern nicht vor dem 15. Juni öffnen. Eine klare Mehrheit der Befragten (55 Prozent) wünscht sich allerdings schon bald eine vollständige Öffnung der Grenzen zwischen den Ländern der Europäischen Union, dagegen sind 41 Prozent (Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden jeweils "weiß nicht").

Eine klare Mehrheit der Befragten wünscht sich laut Politbarometer schon bald eine vollständige Öffnung der Grenzen zwischen den Ländern der EU.

Beitragslänge:
6 min
Datum:

Von den Grenzöffnungen hängt für viele auch ab, was in der Urlaubssaison möglich ist. 51 Prozent geben dabei aktuell an, ihre Pläne für den Sommerurlaub würden durch die Corona-Krise beeinträchtigt. Bei 15 Prozent ist das nicht der Fall und 33 Prozent haben gar keine Pläne für einen Sommerurlaub.

Weiterhin hohe Zustimmung für Corona-Maßnahmen

Die Akzeptanz für die jetzt geltenden staatlichen Maßnahmen in der Corona-Krise bleibt hoch: Dass diese gerade richtig sind, sagen 66 Prozent, 17 Prozent finden sie übertrieben und 15 Prozent meinen, sie müssten härter ausfallen. Lediglich bei den Anhängern der AfD ist eine deutliche Mehrheit (59 Prozent) der Meinung, dass die Maßnahmen übertrieben sind. Bei den Anhängern aller anderen Parteien sind das nur Minderheiten zwischen sieben Prozent und 16 Prozent.

Entsprechend findet auch nur bei den Anhängern der AfD eine Mehrheit (61 Prozent) die Proteste gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen gut. Unter allen Befragten sind das nur 16 Prozent (nicht gut: 81 Prozent).

Aktuelles zur Coronakrise

Unzufriedenheit im Bereich Schulunterricht und Kinderbetreuung

Kinderrucksäcke hängen in einem Kindergarten. Symbolbild
Eine Mehrheit der Befragten findet die Maßnahmen für Schüler und Kindergartenkinder nicht ausreichend.
Quelle: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Nicht genug getan wird in der Corona-Krise nach Meinung einer Mehrheit bei uns für den Unterricht der Schüler (56 Prozent) und für Betreuungsmöglichkeiten in Kindergärten und Kitas (55 Prozent). Zufrieden sind hier nur 32 Prozent bzw. 26 Prozent. Die Übrigen sehen sich nicht in der Lage, das zu beurteilen.

Mehrheit: Verantwortung der Stadt- und Landkreise bei steigenden Infektionszahlen positiv

Bund und Länder hatten sich vergangene Woche darauf geeinigt, dass die Landkreise und kreisfreien Städte dafür verantwortlich sind, bei steigenden Infektionszahlen schärfere Maßnahmen zu ergreifen. Diese regionalisierte Eindämmungsstrategie finden 70 Prozent gut und 27 Prozent nicht gut.

Uneinigkeit bei Frage nach einer möglichen zweiten Welle

Aktuell halten ähnlich wie in den Wochen zuvor 45 Prozent ihre Gesundheit durch das Corona-Virus für gefährdet und 54 Prozent sehen da für sich keine großen Gefahren. Dass es in den nächsten Monaten eine zweite Corona-Welle mit hohen Infektionszahlen geben wird, glauben 53 Prozent aller Befragten, 43 Prozent sehen dies nicht so.

Projektion Bundestagswahl: Union weiterhin stark

Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, gäbe es im Vergleich zu Ende April nur leichte Veränderungen: Die Union käme auf 38 Prozent (minus eins), die SPD auf 15 Prozent (minus eins), die AfD auf zehn Prozent (plus eins), die FDP auf fünf Prozent (unverändert), die Linke auf acht Prozent (plus eins) und die Grünen auf 18 Prozent (unverändert). Die anderen Parteien zusammen lägen bei sechs Prozent (unverändert). Damit hätte eine Koalition aus CDU/CSU und Grünen ebenso eine Mehrheit wie eine aus CDU/CSU und SPD.

Top Ten: Deutliche Einbußen für Laschet und Lindner

Wenn es um die Beurteilung nach Sympathie und Leistung der zehn wichtigsten Politikerinnen und Politikern geht ("Was halten Sie von?"), liegt Angela Merkel weiter auf Platz eins. Auf der Skala von +5 bis -5 erhält sie einen Durchschnittswert von 2,6 (April II: 2,6). Es folgen Markus Söder mit 2,1 (April II: 2,0), Olaf Scholz mit 1,9 (April II: 2,0), Jens Spahn mit 1,3 (April II: 1,5), Robert Habeck mit 1,2 (April II: 1,1), Annalena Baerbock mit 0,7 (April II: 0,8) und Horst Seehofer mit 0,6 (April II: 0,6). Deutlich verschlechtert hat sich Armin Laschet, der jetzt nur noch auf 0,6 kommt (April II: 1,0). Ansehensverluste haben auch Friedrich Merz mit nur noch 0,0 (April II: 0,2) und vor allem Christian Lindner mit minus 0,3 (April II: 0,1).

Mehrheit gegen Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga

Wegen des Coronavirus spielen Borussia Mönchengladbach und der 1. FC Köln. vor leeren Rängen.
Am morgigen Samstag startet die Fußball-Bundesliga wieder.
Quelle: dpa

Ab Samstag wird in der Fußball-Bundesliga wieder gespielt, allerdings ohne Zuschauer. Das finden inzwischen nur noch 27 Prozent gut. Letzte Woche waren es noch 32 Prozent. 62 Prozent plädieren jetzt für einen vorzeitigen Abbruch der Bundesliga-Saison (Vorwoche: 54 Prozent).

Die Umfrage zum Politbarometer ...

... wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 12. bis 14. Mai 2020 bei 1.282 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Dabei werden sowohl Festnetz- als auch Mobilfunknummern berücksichtigt. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent rund +/- zwei Prozentpunkte. Daten zur politischen Stimmung: CDU/CSU: 42 Prozent, SPD: 16 Prozent, AfD: 6 Prozent, FDP: 4 Prozent, Linke: 9 Prozent, Grüne: 20 Prozent. Das nächste Politbarometer sendet das ZDF am Freitag, den 29. Mai 2020. Weitere Informationen zur Methodik der Umfrage und zu den genauen Frageformulierungen finden Sie auch auf www.forschungsgruppe.de.

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.