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ZDF-Politbarometer Extra - Vor Wahlen: Rückhalt für Ministerpräsidenten

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Fünf Wochen vor den Landtagswahlen: Während die Grünen in Baden-Württemberg vorne liegen, ist die CDU in Rheinland-Pfalz knapp vor der SPD. Das zeigt das Politbarometer Extra.

Gut fünf Wochen vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz verfügen die Amtsinhaber jeweils über einen großen Vorsprung vor ihren Herausforderern. In Baden-Württemberg könnten die Grünen wieder stärkste Kraft werden, in Rheinland-Pfalz liegt die CDU knapp vor der SPD.

Politbarometer Extra für Baden-Württemberg

Wenn schon am nächsten Sonntag gewählt würde, dann ergäben sich die folgenden Projektionswerte für die Parteien in Baden-Württemberg: Die Grünen könnten zurzeit mit 34 Prozent rechnen, die CDU mit 28 Prozent, die AfD mit elf Prozent, die SPD mit zehn Prozent, die FDP mit neun Prozent und die Linke mit drei Prozent. Die anderen Parteien erhielten zusammen fünf Prozent.

Neben der Fortsetzung der grün-schwarzen Regierung gäbe es damit auch eine Mehrheit für ein Bündnis aus Grünen, SPD und FDP sowie ganz knapp auch für CDU, SPD und FDP.

Diese Projektionswerte geben lediglich das Stimmungsbild für die Parteien zum jetzigen Zeitpunkt wieder und stellen keine Prognose für den Wahlausgang dar. Neben den zu berücksichtigenden statistischen Fehlerbereichen von Umfragen kann es bis zum Wahlsonntag durch unterschiedliche Mobilisierungserfolge der verschiedenen Parteien und auch Corona-bedingte Unwägbarkeiten noch zu Veränderungen kommen. Zudem wissen zurzeit 58 Prozent der Befragten noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen wollen.

Bei der letzten Landtagswahl 2016 waren die Grünen auf 30,3 Prozent gekommen, die CDU auf 27,0 Prozent, die AfD auf 15,1 Prozent, die SPD auf 12,7 Prozent, die FDP auf 8,3 Prozent, die Linke auf 2,9 Prozent und die anderen Parteien zusammen auf 3,7 Prozent.

Gewünschte/r Ministerpräsident/in in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg, Stuttgart: Susanne Eisenmann (CDU, l), Kultusministerin des Landes Baden-Württemberg und Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, kommen zu einer Plenar-Sondersitzung im Landtag von Baden-Württemberg.
70 Prozent der Baden-Württemberger würden Winfried Kretschmann als Ministerpräsidenten bevorzugen. Rechts im Bild ist Herausfordererin Susanne Eisenmann (CDU)
Quelle: dpa

Bei der Frage, wen man lieber als Ministerpräsidenten oder Ministerpräsidentin hätte, liegt Grünen-Amtsinhaber Winfried Kretschmann mit 70 Prozent weit vor der CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann, für die sich lediglich 13 Prozent aussprechen (Rest zu 100 Prozent: jeweils "kenne nicht", "weiß nicht" oder "weder noch"). Während Kretschmann in dieser Frage die eigenen Anhänger nahezu geschlossen hinter sich hat (96 Prozent), bevorzugen nur 22 Prozent der CDU-Anhänger Eisenmann als Ministerpräsidentin, aber fast zwei Drittel (65 Prozent) Kretschmann.

Koalitionsbewertungen in Baden-Württemberg

Eine Wiederauflage der grün-schwarzen Koalition erhält bei der Bewertung verschiedener Regierungsmodelle die meiste Zustimmung: 44 Prozent der Befragten fänden das gut, 32 Prozent schlecht und 21 Prozent wäre es egal. Würde die CDU ein solches Bündnis anführen, fällt der Zuspruch etwas geringer aus (gut: 39 Prozent, schlecht: 37 Prozent, egal: 21 Prozent).

Mehrheitliche Ablehnung erfährt sowohl eine Dreier-Koalition aus Grünen, SPD und FDP (schlecht: 51 Prozent, gut: 26 Prozent, egal: 19 Prozent) als auch aus CDU, SPD und FDP (schlecht: 48 Prozent; gut: 30 Prozent, egal: 19 Prozent).

Politbarometer Extra für Rheinland-Pfalz

Die Projektion des aktuellen Politbarometers in Rheinland Pfalz ergibt: CDU 33 Prozent, knapp dahinter SPD mit 31 Prozent. Dahinter Grüne mit 13 Prozent, dann AfD, FDP und Linke.
Nach dem aktuellen Politbarometer ergibt sich in Rheinland Pfalz ein neuer Wahlsieger: Die CDU führt mit 33 Prozent vor der SPD.
Quelle: ZDF

In Rheinland-Pfalz ergäben sich die folgenden Projektionswerte: Die SPD käme zurzeit auf 31 Prozent, die CDU auf 33 Prozent, die AfD auf sieben Prozent, die FDP auf fünf Prozent, die Grünen auf 13 Prozent, die Linke auf vier Prozent und die anderen Parteien zusammen auf sieben Prozent. Damit hätte die jetzige Regierung aus SPD, FDP und Grünen weiterhin eine Mehrheit, knapp reichen würde es ebenfalls für ein Bündnis aus CDU und Grünen und eine komfortable Mehrheit hätte natürlich eine große Koalition.

Auch hier stellen die Projektionswerte keine Prognose für den Wahlausgang dar, aufgrund der statistischen Fehlerbereiche ist auch ein Scheitern der FDP an der Fünf-Prozent-Hürde nicht auszuschließen. In Rheinland-Pfalz wissen zurzeit 57 Prozent noch nicht sicher, wen und ob sie wählen wollen.

Bei der letzten Landtagswahl 2016 hatte die SPD 36,2 Prozent erreicht, die CDU 31,8 Prozent, die AfD 12,6 Prozent, die FDP 6,2 Prozent, die Grünen 5,3 Prozent, die Linke 2,8 Prozent und die anderen Parteien zusammen 5,0 Prozent.

Gewünschte/r Ministerpräsident/in in Rheinland-Pfalz

Malu Dreyer
Eine Mehrheit der Rheinland-Pfälzer wünscht sich wieder Malu Dreyer als Ministerpräsidentin.
Quelle: Thomas Frey/dpa

Mit 59 Prozent wünscht sich eine Mehrheit der Rheinland-Pfälzer erneut Malu Dreyer (SPD) als Ministerpräsidentin, darunter 95 Prozent der SPD-Anhänger. Sie liegt damit klar vor Christian Baldauf von der CDU, für den sich insgesamt 23 Prozent entscheiden und 50 Prozent der CDU-Anhänger.

Koalitionsbewertungen in Rheinland-Pfalz

Wenn es nach der Wahl wieder zu einer Ampel aus SPD, Grünen und FDP käme, fänden das nur 30 Prozent gut, aber 45 Prozent schlecht (egal: 21 Prozent). Die relativ meiste Zustimmung erhielte mit 40 Prozent eine Koalition aus SPD und Grünen (schlecht: 35 Prozent, egal: 20 Prozent), gefolgt von Schwarz-Grün (gut: 37 Prozent, schlecht: 37 Prozent, egal: 21 Prozent). Ein Bündnis aus CDU, Grünen und FDP wäre am wenigsten attraktiv (gut: 26 Prozent, schlecht: 46 Prozent, egal: 24 Prozent).

Die Umfragen zu diesem Politbarometer Extra …

... wurden wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 1. bis 4.2.2021 unter 1.032 bzw. 1.022 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten in den beiden Bundesländern telefonisch erhoben.

Die Befragung ist repräsentativ für die dortige wahlberechtigte Bevölkerung. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent gut +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von zehn Prozent gut +/- zwei Prozentpunkte.

Das nächste Politbarometer Extra zu diesen beiden Wahlen sendet das ZDF am Freitag, den 5.3.2021, davor gibt es am 26.2.2021 ein bundesweites Politbarometer.

Weitere Informationen zur Methodik der Umfrage finden Sie auch auf www.forschungsgruppe.de.

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