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ZDF-Politbarometer - Mehrheit für härtere Corona-Maßnahmen

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2020 war für viele kein gutes Jahr - mit verhaltenem Optimismus blicken die Deutschen auf 2021. Insgesamt steigt die Zustimmung für härtere Corona-Maßnahmen - auch an Silvester.

Obwohl die Corona-Regelungen zuletzt weiter verschärft wurden, gehen diese einer Mehrheit von 49 Prozent nicht weit genug. Sehen Sie hier das Politbarometer vom 10.12.2020.

Beitragslänge:
6 min
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In dieser Woche halten so viele wie noch nie (84 Prozent) das Thema "Corona" für das wichtigste politische Problem in Deutschland. Mit 59 Prozent hat auch der Anteil in der Bevölkerung weiter zugenommen, der seine Gesundheit durch das Corona-Virus gefährdet sieht, 39 Prozent meinen das nicht (Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden jeweils "weiß nicht").

Kritik an aktuell geltenden Corona-Maßnahmen

Obwohl die Corona-Regelungen zuletzt weiter verschärft wurden, gehen diese einer Mehrheit von 49 Prozent (plus 18 im Vergleich zu vor zwei Wochen) nicht weit genug. Sie sprechen sich für härtere Maßnahmen aus. 13 Prozent (minus vier) halten die aktuell geltenden Vorschriften für übertrieben und nur noch 35 Prozent (minus 15) finden sie gerade richtig.

Aktuell geltende Corona-Maßnahmen ... - null. null
Corona: Bewertung von Maßnahmen - null. null
Corona: Bewertung von Maßnahmen - null. null
Lockerung der Kontaktbeschränkungen an… - null. null
Halten Sie Ihre Gesundheit durch das Coronavirus für gefährdet? - null. null
Sinken die Infektionszahlen in den nächsten Wochen nicht deutlich, dann harter Shutdown… - null. null
Corona-Folgen: Kann sich DE die finanziellen Hilfen auch in den nächsten Monaten leisten? - null. null
Projektion: Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre ... - null. null
Soll sich die CDU/CSU für eine Zusammenarbeit mit der AfD öffnen? - null. null
Bewertung der zehn wichtigsten Politiker - null. null
Bewertung der zehn wichtigsten Politiker - null. null
Handelsabkommen EU/GB: Wem würde ein Scheitern wirtschaftlich stark schaden? - null. null
Finanzmittel kürzen für EU-Länder, die sich nicht an die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit halten… - null. null
Kürzung von EU-Mitteln bei Verstößen: Ungarn und Polen blockieren deshalb den EU-Haushalt. - null. null
Das zu Ende gehende Jahr war für mich persönlich eher... - null. null
Altes und neues Jahr: - null. null
Alle Sonntagsfragen  - null. null
Politische Stimmung in Deutschland  - null. null
Keine Wahlabsicht - null. null
Gewünschte Koalitionen - null. null
Zufriedenheit mit der Regierung - null. null
Was halten Sie von ... - null. null
Was halten Sie von ... - null. null
Was halten Sie von ... - null. null
Bundeskanzlerin Merkel macht ihre Arbeit eher ... - null. null
Allgemeine Wirtschaftslage in Deutschland - null. null
Eigene Wirtschaftslage - null. null
Wirtschaftskompetenz - null. null
Mit der Wirtschaft in Deutschland| geht es eher ...    - null. null
Bringt die EU-Mitgliedschaft der deutschen Bevölkerung eher ... - null. null
Wie kommen die Politbarometer-Ergebnisse zustande? - null. null
Wann sind Umfragen repräsentativ? - null. null
Wie genau sind die Umfragen? - null. null
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Bewertung einzelner Maßnahmen

Die letzte Woche beschlossene Verlängerung des Teil-Shutdowns bis zum 10. Januar unterstützen 82 Prozent und 17 Prozent sind damit nicht einverstanden. Dass es Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen für private Treffen an Weihnachten im Familien- und Bekanntenkreis gibt, finden jetzt nur noch 48 Prozent richtig und 50 Prozent nicht richtig (Nov. II: 58 Prozent richtig; 39 Prozent nicht richtig). Entsprechende Lockerungen über Silvester werden deutlich abgelehnt (richtig: 19 Prozent; nicht richtig: 79 Prozent). Nächtliche Ausgangssperren in Stadt- und Landkreisen mit hohen Infektionszahlen finden 74 Prozent richtig und 23 Prozent nicht richtig.

Weihnachtlich geschmückte Fußgängerzone in Bonn
Die Meinungen zu den Lockerungen über Weihnachten sind geteilt.
Quelle: dpa

Wenn die hohen Infektionszahlen in den nächsten Wochen nicht zurückgehen, dann plädieren 73 Prozent für einen harten Shutdown ähnlich wie im Frühjahr, der zusätzlich auch die Schließung von Schulen, Kitas und Geschäften mit Ausnahme von Lebensmittelgeschäften umfasst. Gegen einen harten Shutdown sind 24 Prozent und eine Mehrheit der AfD-Anhänger (richtig: 43 Prozent; nicht richtig: 54 Prozent).

Projektion Bundestagswahl

Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, ergäben sich im Vergleich zu Ende November nur wenige Veränderungen: Die Union käme auf 37 Prozent (unverändert), die SPD auf 16 Prozent (unverändert), die AfD auf zehn Prozent (plus eins), die FDP auf fünf Prozent (unverändert), die Linke auf acht Prozent (plus eins) und die Grünen auf 20 Prozent (minus eins). Die anderen Parteien zusammen lägen bei vier Prozent (minus eins). Damit hätte eine Koalition aus CDU/CSU und Grünen ebenso eine Mehrheit wie eine aus CDU/CSU und SPD. Nicht reichen würde es für Grün-Rot-Rot.

Zusammenarbeit von CDU/CSU und AfD

Durch die Koalitionskrise in Sachsen-Anhalt ist das Thema politische Zusammenarbeit von Union und AfD wieder in der öffentlichen Debatte angekommen. Eine Öffnung der CDU/CSU für eine Zusammenarbeit mit der AfD befürworten 14 Prozent aller Befragten, 82 Prozent lehnen sie ab. Bei den Anhängern der CDU/CSU fänden das sogar nur sieben Prozent gut, 92 Prozent sind dagegen. Lediglich bei den AfD-Anhängern spricht sich eine Mehrheit dafür aus (82 Prozent; nicht gut: 13 Prozent).

Top Ten

Bei der Beurteilung nach Sympathie und Leistung ("Was halten Sie von?") liegt Angela Merkel weiter klar auf Platz eins. Auf der Skala von +5 bis -5 erhält sie einen Durchschnittswert von 2,6. (Nov. II: 2,5). Es folgen Jens Spahn mit 1,7 (Nov. II: 1,6), Olaf Scholz mit 1,6 (Nov. II: 1,6), Markus Söder ebenfalls mit 1,6 (Nov. II: 1,5), Heiko Maas mit 1,4 (Nov. II: 1,3), Peter Altmaier mit 1,2 (Nov. II: 1,2), Robert Habeck mit 1,1 (Nov. II: 1,4), Armin Laschet mit 0,5 (Nov. II: 0,7) und Horst Seehofer mit 0,5 (Nov. II: 0,4). Schlusslicht bleibt weiter Friedrich Merz mit 0,0 (Nov. II: minus 0,1).

Handelsabkommen zwischen Großbritannien und der EU

Wenn es nicht bald zu einer Einigung bei den Verhandlungen kommt, wird Großbritannien zum Jahresende ungeordnet u.a. aus dem gemeinsamen Binnenmarkt ausscheiden. Für den Fall des Scheiterns der Verhandlungen erwarten 71 Prozent aller Deutschen, dass das starke wirtschaftliche Schäden für Großbritannien zur Folge haben wird, aber nur 24 Prozent erwarten Vergleichbares für die EU.

Treffen zwischen Ursula von der Leyen und Boris Johnson
Der britische Premier Johnson und EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen ringen um einen Handelspakt.

Jahresrückblick und Ausblick auf 2021

Die Corona-Pandemie hat Spuren hinterlassen: Während seit 1991 das jeweils vergangene Jahr zumeist von mehr als 70 Prozent als ein für sie persönlich gutes bewertet wurde, meinen das von 2020 jetzt nur 52 Prozent, 45 Prozent sagen, es war für sie ein eher schlechtes Jahr. Gut die Hälfte (54 Prozent) erwartet, dass 2021 so ähnlich ausfallen wird, während 39 Prozent dem neuen Jahr eher optimistisch und sechs Prozent eher pessimistisch entgegensehen.

Die Umfrage zum Politbarometer...

...wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 07. bis 09. Dezember 2020 bei 1.246 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Dabei werden sowohl Festnetz- als auch Mobilfunknummern berücksichtigt.

Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent rund +/-zwei Prozentpunkte.

Daten zur politischen Stimmung: CDU/CSU: 39 Prozent, SPD: 18 Prozent, AfD: sieben Prozent, FDP: drei Prozent, Linke: neun Prozent, Grüne: 22 Prozent.

Das nächste Politbarometer sendet das ZDF am Freitag, den 15. Januar 2021. Weitere Informationen zur Methodik der Umfrage und zu den genauen Frageformulierungen finden Sie auch auf www.forschungsgruppe.de.

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