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ZDF-Politbarometer Extra - Sachsen-Anhalt: CDU stärker als AfD

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Wenn am nächsten Sonntag Landtagswahl wäre, läge die CDU mit 29 Prozent klar vor der AfD. Das zeigt das aktuelle ZDF-Politbarometer Extra.


Gut eine Woche vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt die CDU klar vor der AfD. Die CDU hat mit Reiner Haseloff die Chance, auch in der nächsten Legislaturperiode den Ministerpräsidenten zu stellen.

Wenn schon am nächsten Sonntag gewählt würde, ergäben sich die folgenden Projektionswerte für die Parteien: Die CDU käme zurzeit auf 29 Prozent, die AfD auf 23 Prozent, die Linke auf elf Prozent, die SPD auf zehn Prozent, die Grünen auf neun Prozent, die FDP auf acht Prozent und die Freien Wähler auf drei Prozent. Die anderen Parteien lägen zusammen bei sieben Prozent. Damit hätte die aktuelle Regierungskoalition aus CDU, SPD und Grünen ebenso eine parlamentarische Mehrheit wie eine Regierung aus CDU, SPD und FDP. Sehr knapp reichen könnte es auch für CDU, Grüne und FDP.

Laut dem ZDF-Politbarometer hat die CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt in gut einer Woche gute Chancen auf einen Wahlsieg. Die CDU liegt klar vor der AfD.

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Diese Projektionswerte geben aber lediglich das Stimmungsbild für die Parteien zum jetzigen Zeitpunkt wieder und stellen keine Prognose für den Wahlausgang dar. Grundsätzlich sind bei diesen Werten auch die statistischen Fehlerbereiche von Umfragen zu berücksichtigen. Darüber hinaus kann es bis zum Wahlsonntag für die verschiedenen Parteien durch unterschiedliche Mobilisierungserfolge und auch durch coronabedingte Unwägbarkeiten noch zu entscheidenden Veränderungen kommen. Zudem wissen zurzeit 45 Prozent noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen wollen.

Bei der letzten Landtagswahl 2016 kam die CDU auf 29,8 Prozent, die AfD auf 24,3 Prozent, die Linke auf 16,3 Prozent, die SPD auf 10,6 Prozent, die Grünen auf 5,2 Prozent, die FDP auf 4,9 Prozent und die anderen Parteien zusammen auf 8,9 Prozent.

Für Umfragen sind Meinungsforscher auf auskunftsfreudige und ehrliche Wähler angewiesen. Doch was, wenn das nicht so ist? "MrWissen2go" Mirko Drotschmann erklärt's.

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Relativ große Bedeutung der Bundespolitik für die Wahlentscheidung

Auch wenn  gut die Hälfte (52 Prozent) der potenziellen Wähler ihre Parteipräferenz mit der Politik in Sachsen-Anhalt begründet, spielen ähnlich wie vor fünf Jahren bundespolitische Motive mit 41 Prozent eine größere Rolle als das sonst bei Landtagswahlen der Fall ist. (Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden jeweils „weiß nicht“).

Zufriedenheit mit Parteien in Landesregierung und Opposition

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Regierungsparteien aber auch zu den Parteien in der Opposition fallen sehr deutlich aus. Die CDU wird dabei auf der Skala von minus fünf bis plus fünf ("Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit von …?") mit einem Durchschnittswert von 1,3 bewertet, die SPD mit 0,7 und die Grünen nur mit minus 0,9. Beide Oppositionsparteien erhalten eine negative Beurteilung: AfD minus 2,7 und die Linke minus 0,3.

Gewünschter Ministerpräsident

Bei der Frage, wen man lieber als Regierungschef in Sachsen-Anhalt hätte, verfügt der Amtsinhaber Reiner Haseloff (CDU) mit 68 Prozent über einen sehr großen Vorsprung vor dem Spitzenkandidaten der AfD, Oliver Kirchner, den nur sieben Prozent als Ministerpräsidenten haben wollen (weiß nicht/unbekannt: 20 Prozent; weder noch: fünf Prozent).

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU).
Auch nach zehn Jahren im Amt führt Ministerpräsident Haseloff (CDU) die Umfragen an.
Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB/Archiv

Auf der Skala von minus fünf bis plus fünf ("Was halten Sie von …?") wird Reiner Haseloff mit sehr guten 2,4 beurteilt. Für alle anderen Spitzenpolitiker im Land kann kein Wert angegeben werden, weil sie mangels Bekanntheit von jeweils deutlichen Mehrheiten nicht  bewertet werden können.

Wichtigste Themen

Bei den aktuell wichtigsten Problemen im Land liegt das Thema "Corona" mit 38 Prozent deutlich vor dem Bereich "Bildung und Schule" mit 18 Prozent. Danach folgen "Infrastruktur und Internet" mit 14 Prozent und "Arbeitslosigkeit" mit 13 Prozent. Eine Vielzahl anderer Probleme wird von jeweils weniger als zehn Prozent der Befragten genannt (möglich waren bis zu zwei Nennungen).

Kompetenzen

Beim wichtigsten Thema "Corona" wird der CDU mit 39 Prozent deutlich mehr zugetraut als allen anderen Parteien (AfD: sieben Prozent; SPD: sieben Prozent; andere jeweils maximal drei Prozent; keine: 17 Prozent; weiß nicht: 22 Prozent). Im Bereich "Bildung und Schule" hingegen liegt die SPD mit 19 Prozent knapp vor der CDU (18 Prozent), unmittelbar gefolgt von der Linken (14 Prozent; alle anderen Parteien maximal fünf Prozent; keine: elf Prozent; weiß nicht: 23 Prozent). Die Wirtschaftskompetenz wiederum wird ganz klar bei der CDU gesehen (49 Prozent, alle andere Parteien maximal sechs Prozent; keine Partei: 19 Prozent, weiß nicht: 17 Prozent).

Die Umfrage zu diesem Politbarometer Extra wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 25. bis 27.5.2021 unter 1.008 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten in Sachsen-Anhalt telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die dortige wahlberechtigte Bevölkerung. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent gut +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von zehn Prozent gut +/- zwei Prozentpunkte. Das nächste Politbarometer Extra zu Sachsen-Anhalt sendet das ZDF am Donnerstag, den 3.6.2021 im heute-journal und das nächste bundesweite Politbarometer am Donnerstag, den 10.6.2021. Weitere Informationen zur Methodik der Umfrage und zu den genauen Frageformulierungen finden Sie auch auf www.forschungsgruppe.de.

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