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ZDF-Politbarometer Extra - BaWü: CDU droht historische Niederlage

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Bei den Wahlen in Baden-Württemberg könnten die Grünen mit Abstand stärkste Kraft bleiben. In Rheinland-Pfalz läge die SPD klar vorne. Das zeigt das ZDF-Politbarometer Extra.

Gut eine Woche vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zeigt das Zdf-Politbarometer extra ein Stimmungsbild aus den beiden Bundesländern.

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Gut eine Woche vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz verfügen die Amtsinhaber jeweils über einen deutlichen Vorsprung vor ihren Herausforderern. Das wirkt sich auch zunehmend positiv für ihre Parteien aus: In Baden-Württemberg könnten die Grünen mit großem Vorsprung stärkste Kraft bleiben, in Rheinland-Pfalz liegt die SPD inzwischen klar vor der CDU.

Baden-Württemberg: Mehrheit für Grün-Schwarz

Wenn schon am nächsten Sonntag gewählt würde, dann ergäben sich die folgenden Projektionswerte für die Parteien: Die Grünen könnten zurzeit mit 35 Prozent (+1 im Vergleich zum Februar) rechnen, die CDU mit 24 Prozent (minus 4), die AfD mit elf Prozent, die SPD mit zehn Prozent (beide unverändert), die FDP mit zehn Prozent (plus 1) und die Linke mit drei Prozent (unverändert). Die anderen Parteien erhielten zusammen sieben Prozent (plus 2). Damit gäbe es für die Fortsetzung der grün-schwarzen Regierung eine klare Mehrheit, für ein Bündnis aus Grünen und SPD würde es aktuell knapp nicht reichen.

Diese Projektionswerte geben lediglich das Stimmungsbild für die Parteien zum jetzigen Zeitpunkt wieder und stellen keine Prognose für den Wahlausgang dar. Neben den zu berücksichtigenden statistischen Fehlerbereichen von Umfragen kann es bis zum Wahlsonntag durch unterschiedliche Mobilisierungserfolge der verschiedenen Parteien und auch coronabedingte Unwägbarkeiten noch zu Veränderungen kommen. Zudem wissen zurzeit 52 Prozent der Befragten noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen wollen.

Politbarometer Extra: Projektion Baden-Württemberg - Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre ...
Quelle: ZDF

Bei der letzten Landtagswahl 2016 waren die Grünen auf 30,3 Prozent gekommen, die CDU auf 27,0 Prozent, die AfD auf 15,1 Prozent, die SPD auf 12,7 Prozent, die FDP auf 8,3 Prozent, die Linke auf 2,9 Prozent und die anderen Parteien zusammen auf 3,7 Prozent.

Bleibt Winfried Kretschmann als grüner Ministerpräsident an der Macht? Oder geht die Staatskanzlei zurück an die CDU? Einen Monat vor der Landtagswahl im Südwesten liegen die Grünen in mehreren Umfragen vor der CDU.

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Gewünschter Ministerpräsident: Viel Zustimmung für Kretschmann

Ministerpräsident Baden-Württembergs: Winfried Kretschmann
Quelle: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Bei der Frage, wen man lieber als Ministerpräsidenten oder Ministerpräsidentin hätte, liegt Grünen-Amtsinhaber Winfried Kretschmann mit 70 Prozent weit vor der CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann (elf Prozent; Rest zu 100 Prozent: jeweils „kenne nicht“, „weiß nicht“ oder „weder noch“). Während Kretschmann in dieser Frage die eigenen Anhänger nahezu geschlossen hinter sich hat (96 Prozent), wollen nur 29 Prozent der CDU-Anhänger Eisenmann als Ministerpräsidentin, aber 59 Prozent Kretschmann.

Eine Mehrheit findet Grün-Schwarz gut als Koalition

Eine Wiederauflage der grün-schwarzen Koalition erhält bei der Bewertung verschiedener Regierungsmodelle eine mehrheitliche Zustimmung: 49 Prozent der Befragten fänden das gut, 27 Prozent schlecht und 20 Prozent wäre es egal. Würde die CDU ein solches Bündnis anführen, fällt der Zuspruch deutlich geringer aus (gut: 34 Prozent, schlecht: 40 Prozent, egal: 22 Prozent). Mehrheitliche Ablehnung erfährt sowohl eine Dreier-Koalition aus Grünen, SPD und FDP (schlecht: 46 Prozent, gut: 28 Prozent, egal: 21 Prozent) als auch aus CDU, SPD und FDP (schlecht: 51 Prozent, gut: 25 Prozent, egal: 21 Prozent).

Die Corona-Krise, ihre Bewältigung und die wirtschaftlichen Folgen dominieren derzeit den Wahlkampf. Hier steht die Landesregierung wegen Fehlern beim Kauf von mehreren Millionen Masken und bei der Impfstrategie derzeit gehörig unter Druck.

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Rheinland-Pfalz: Weiter Mehrheit für SPD, FDP und Grüne

In Rheinland-Pfalz ergäben sich die folgenden Projektionswerte: Die SPD käme zurzeit auf 33 Prozent (plus 2 im Vergleich zum Februar), die CDU auf 29 Prozent (minus 4), die AfD auf neun Prozent (plus 2), die FDP auf sieben Prozent (plus 2), die Grünen auf elf Prozent (minus 2), die Linke auf drei Prozent (minus 1), die Freien Wähler auf vier Prozent und die anderen Parteien zusammen auf vier Prozent. Damit hätte die jetzige Regierung aus SPD, FDP und Grünen weiterhin eine Mehrheit. Für eine Zweier-Koalition aus SPD und Grünen würde es im Moment ganz knapp nicht reichen. Auch hier stellen die Projektionswerte keine Prognose für den Wahlausgang dar. Zudem wissen 36 Prozent noch nicht sicher, ob und wen sie wählen wollen.

Politbarometer Extra: Projektion Rheinland-Pfalz - Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre ...
Quelle: ZDF

Bei der letzten Landtagswahl 2016 hatte die SPD 36,2 Prozent erreicht, die CDU 31,8 Prozent, die AfD 12,6 Prozent, die FDP 6,2 Prozent, die Grünen 5,3 Prozent, die Linke 2,8 Prozent und die anderen Parteien zusammen 5,1 Prozent.

Im Superwahljahr 2021 dürfen die Rheinland-Pfälzer und die Baden-Württemberger zuerst an die Urnen. Mehr über die Stimmung in der Bevölkerung verrät das ZDF-Politbarometer.

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Gewünschte Ministerpräsidentin: Malu Dreyer klar vor Herausforderer

 Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz: Malu Dreyer mit klarem Vorsprung.
Ministerpräsidentin Malu Dreyer in Rheinland-Pfalz mit klarem Vorsprung in der Beliebtheit.
Quelle: Andreas Arnold/dpa/Archivbild

Mit 59 Prozent wünscht sich eine Mehrheit der Rheinland-Pfälzer erneut Malu Dreyer (SPD) als Ministerpräsidentin, darunter 94 Prozent der SPD-Anhänger. Sie liegt damit klar vor Christian Baldauf von der CDU, für den sich insgesamt 28 Prozent entscheiden, darunter 68 Prozent der CDU-Anhänger.

Koalitionsbewertungen: Lieber Rot-Grün als erneute Ampel

Wenn es nach der Wahl wieder zu einer Ampel aus SPD, Grünen und FDP käme, fänden das nur 30 Prozent gut, aber 45 Prozent schlecht (egal: 20 Prozent). Die relativ meiste Zustimmung erhielte mit 40 Prozent eine Koalition aus SPD und Grünen (schlecht: 39 Prozent, egal: 17 Prozent), gefolgt von Schwarz-Grün (gut: 31 Prozent, schlecht: 47 Prozent, egal: 19 Prozent). Ein Bündnis aus CDU, Grünen und FDP fänden nur 21 Prozent gut (schlecht: 53 Prozent, egal: 21 Prozent).

Die Umfragen zu diesem Politbarometer Extra wurden wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 1. bis 4.3.2021 unter 1.032 bzw. 998 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten in den beiden Bundesländern telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die dortige wahlberechtigte Bevölkerung. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent gut +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent gut +/- zwei Prozentpunkte. Das nächste Politbarometer Extra zu diesen beiden Wahlen sendet das ZDF am Donnerstag, den 11.3.2021 im heute-journal. Weitere Informationen zur Methodik der Umfrage und zu den genauen Frageformulierungen finden Sie auch auf www.forschungsgruppe.de.

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