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Große Mehrheit befürwortet Maskenpflicht

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ZDF-Politbarometer - Große Mehrheit befürwortet Maskenpflicht

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Eine deutliche Mehrheit der Deutschen befürwortet die Maskenpflicht beim Einkaufen. Das zeigt das aktuelle ZDF-Politbarometer.

87 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, die Maskenpflicht weiterhin beizubehalten, wie das ZDF-Politbarometer zeigt.

Beitragslänge:
5 min
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Das Thema Corona beherrscht weiterhin die politische Agenda: Für 64 Prozent aller Befragten ist es zurzeit das wichtigste politische Problem in Deutschland. Danach kommt mit weitem Abstand die ökonomische Lage im Land (17 Prozent). Trotz immer wieder aufflackernder Hotspots halten nur 40 Prozent ihre Gesundheit aktuell durch das Coronavirus für gefährdet, 60 Prozent sehen diese Bedrohung nicht (Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden jeweils "weiß nicht").

Zustimmung zur Maskenpflicht

Trotz dieser eher schwachen Gefährdungswahrnehmung finden es 87 Prozent aller Befragten - darunter Mehrheiten in allen Parteianhängerschaften - richtig, dass es weiterhin eine Maskenpflicht beim Einkaufen gibt. Nur zwölf Prozent finden das nicht richtig. Generell sind 73 Prozent der Meinung, dass die vorgeschriebenen Mund-Nase-Bedeckungen sehr viel oder viel helfen, wenn es darum geht, die Verbreitung von Coronaviren zu verringern. 26 Prozent erwarten davon nicht so viel oder überhaupt nichts.

Die Menschen in Deutschland verhalten sich in der Corona-Krise eher vernünftig ... - null. null
Glauben Sie, dass es in der nächsten Zeit eine zweite Corona-Welle geben wird? - null. null
Verpflichtender Corona-Test für Reisende aus Risikogebieten: - null. null
Wird ein regulärer Schulbetrieb nach den Ferien funktionieren? - null. null
Halten Sie Ihre Gesundheit durch das Coronavirus für gefährdet? - null. null
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Corona-Krise: Fühle mich durch die Maßnahmen persönlich stark eingeschränkt ... - null. null
Gewalt gegen Polizei: Soll es bei uns auf öffentlichen Plätzen ein Alkoholverbot geben? - null. null
Projektion: Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre ... - null. null
Bewertung der zehn wichtigsten Politiker - null. null
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EU: Das Corona-Hilfspaket aus Krediten und Finanzhilfen geht in die ... - null. null
Die EU will für die Finanzierung ihrer Ausgaben erstmals Schulden aufnehmen. Das finde ich ... - null. null
Proteste in US-Städten: Präsident Trump will verstärkt die Bundespolizei einsetzen, das ... - null. null
Alle Sonntagsfragen  - null. null
Politische Stimmung in Deutschland  - null. null
Keine Wahlabsicht - null. null
Gewünschte Koalitionen - null. null
Zufriedenheit mit der Regierung - null. null
Was halten Sie von ... - null. null
Was halten Sie von ... - null. null
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Bundeskanzlerin Merkel macht ihre Arbeit eher ... - null. null
Allgemeine Wirtschaftslage in Deutschland - null. null
Eigene Wirtschaftslage - null. null
Wirtschaftskompetenz - null. null
Mit der Wirtschaft in Deutschland| geht es eher ...    - null. null
Bringt die EU-Mitgliedschaft der deutschen Bevölkerung eher ... - null. null
Wie kommen die Politbarometer-Ergebnisse zustande? - null. null
Wann sind Umfragen repräsentativ? - null. null
Wie genau sind die Umfragen? - null. null
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Risiko Urlaubsreisen

Die eher vorsichtige Bewertung der Lockerungsmaßnahmen wird auch beim Thema Urlaubsreisen sichtbar. So befürchten 69 Prozent, dass die Reisen jetzt im Sommer wieder zu deutlich höheren Infektionszahlen bei uns führen werden, 28 Prozent glauben das nicht.

Wer kann Kanzler/-in?

Die Corona-Pandemie hat auch das Urteil über das Kanzlerpotenzial verschiedener Politiker deutlich verändert. Profitiert hat davon vor allem der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Markus Söder. Waren im März nur 30 Prozent aller Befragten der Meinung, dass sich Söder für das Amt des Bundeskanzlers eignet (51 Prozent sahen das nicht so), so führt er inzwischen das Kanzler-Ranking ganz klar an: Jetzt sagen 64 Prozent aller Befragten und 78 Prozent der Unions-Anhänger, dass Markus Söder das Zeug zum Bundeskanzler hat, während 27 Prozent (Unions-Anhänger: 17 Prozent) die Auffassung vertreten, dass er sich dafür nicht eignet.

Nach Söder wird mit 48 Prozent am ehesten noch Olaf Scholz attestiert, für das Kanzleramt geeignet zu sein, 42 Prozent sehen das nicht so. Allen anderen abgefragten Politikern wird mit klarer Mehrheit eine Eignung für das Kanzleramt abgesprochen: Friedrich Merz (ja: 31 Prozent; nein: 55 Prozent), Robert Habeck (ja: 29 Prozent; nein: 54 Prozent), Armin Laschet (ja: 19 Prozent; nein: 64 Prozent), Annalena Baerbock (ja: 17 Prozent; nein: 65 Prozent) und Norbert Röttgen (ja: 14 Prozent; nein: 59 Prozent).

Top Ten: Wenig Veränderungen

Wenn es um die Beurteilung nach Sympathie und Leistung der zehn wichtigsten Politikerinnen und Politiker geht ("Was halten Sie von?"), liegt Angela Merkel weiter auf Platz eins. Auf der Skala von +5 bis -5 erhält sie einen Durchschnittswert von 2,7 (Juni II: 2,6). Es folgen Markus Söder mit 2,0 (Juni II: 1,9), Olaf Scholz mit ebenfalls 2,0 (Juni II: 1,8), Jens Spahn mit 1,5 (Juni II: 1,3), Hubertus Heil mit 1,4 (Juni II:1,4), Peter Altmaier mit 1,3 (Juni II: 1,2), Robert Habeck mit 1,2 (Juni II: 1,0), Horst Seehofer mit 0,8 (Juni II: 0,8) und Armin Laschet mit 0,5 (Juni II: 0,5). Schlusslicht bleibt Christian Lindner mit minus 0,2 (Juni II: minus 0,4).

Projektion Bundestagswahl

Politbarometer Projektion vom 10.07.2020

Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, gäbe es im Vergleich zu Ende Juni nur geringfügige Veränderungen: Die Union käme auf 39 Prozent (minus eins), die SPD auf 15 Prozent, die AfD auf neun Prozent, die FDP auf fünf Prozent, die Linke auf sieben Prozent (alle unverändert) und die Grünen auf 20 Prozent (plus eins). Die anderen Parteien zusammen lägen bei fünf Prozent (unverändert). Damit hätte eine Koalition aus CDU/CSU und Grünen ebenso eine Mehrheit wie eine aus CDU/CSU und SPD.

Jeder Zweite für Wiedereinführung der Wehrpflicht

Dass Rechtsextremismus in der Bundeswehr sehr weit verbreitet ist, meinen 11 Prozent, "weit verbreitet" sagen 35 Prozent, "nicht so weit" 40 Prozent und zwei Prozent sehen überhaupt keine solchen Tendenzen. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund sind 50 Prozent der Meinung, dass die 2011 ausgesetzte Wehrpflicht wieder eingeführt werden soll (dagegen: 47 Prozent). Für eine allgemeine einjährige Dienstpflicht für junge Männer und Frauen sprechen sich sogar 77 Prozent aus (dagegen: 22 Prozent).

Verschärfung des Bußgeldkatalogs

Blitzmarathon in Hessen
Der neue Bußgeldkatalog ist umstritten.
Quelle: dpa

Der neue, vorerst wegen Formfehlern außer Vollzug gesetzte Bußgeldkatalog für den Straßenverkehr sieht vor, dass bereits bei einer Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit innerorts um 21 km/h und außerorts um 26 km/h ein einmonatiges Fahrverbot erfolgt. Diese Verschärfung wird von 48 Prozent unterstützt und von 51 Prozent abgelehnt.

Die Umfrage zum Politbarometer ...

... wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 07. bis 9. Juli 2020 bei 1.226 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Dabei werden sowohl Festnetz- als auch Mobilfunknummern berücksichtigt. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent rund +/-zwei Prozentpunkte. Daten zur politischen Stimmung: CDU/CSU: 42 Prozent, SPD: 17 Prozent, AfD: 5 Prozent, FDP: 4 Prozent, Linke: 8 Prozent, Grüne: 23 Prozent. Das nächste Politbarometer sendet das ZDF am Freitag, den 31. Juli 2020. Weitere Informationen zur Methodik der Umfrage und zu den genauen Frageformulierungen finden Sie auch auf www.forschungsgruppe.de.

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