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Reul: "Jeder, der erwischt wird, fliegt raus"

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Minister im ZDF zu Polizei-Chats - Reul: "Jeder, der erwischt wird, fliegt raus"

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Herbert Reul, Innenminister von NRW, zieht in Sachen Rechtsextremismus in der Polizei eine klare Grenze. "Jeder, der erwischt wird, fliegt raus", verspricht er im ZDF.

Zum Rechtsextremismus-Skandal bei der Polizei äußert sich Innenminister Reul: "Die Art und Weise, was passiert ist, ist schon erschreckend gewesen."

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Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) muss um Fassung ringen. Bei der Polizei in Nordrhein-Westfalen stehen 29 Beamte unter Verdacht, in rechtsextremen WhatsApp-Gruppen aktiv gewesen zu sein. Gegen 14 Beschuldigte hatte es am Mittwochmorgen Razzien gegeben. Alle 29 Polizistinnen und Polizisten wurden vorläufig suspendiert.

Minister Reul will weitere Fälle verhindern

Wichtig ist dem Minister im Interview im heute journal, weitere Fälle von Rechtsextremismus in der Polizei zu verhindern. Dazu bedürfe es mehrerer Maßnahmen, so Reul.

Wir kriegen das nur in den Griff, wenn wir das Klima in den Griff bekommen.
Herbert Reul, Innenminister NRW

"Wenn jeder so eine Haltung hat, nein, das lassen wir nicht zu". Dazu will der Minister auch mit den Führungskräften sprechen, am besten auch mit der unteren Ebene.

Viel spannender als die Frage, wie viel Leute das momentan seien, ist für ihn aber:

Wie können wir verhindern, dass solche privaten Chats stattfinden?
Herbert Reul, Innenminister NRW

Polizisten sollen aufeinander aufpassen

Er brauche Polizei, die untereinander aufeinander aufpasse, sagte Reul. Er wolle nicht zulassen, dass ein paar wenige die gesamte Mannschaft der Polizei in Misskredit brächten. Und machte klar: "Jeder, der erwischt wird, fliegt raus."

Diejenigen, die mit in der Chat-Gruppe waren, nicht geschrieben hätten, sich das aber angeschaut und geschwiegen hätten, "sind für mich genauso verantwortungslos", sagte Reul.

Ein Polizist hat eine Verantwortung, das ist nicht ein normaler Beruf.
Herbert Reul, Innenminister NRW

Bei der NRW-Polizei gibt es einen neuen Rechtsextremismus-Skandal: 29 Beamte stehen unter Verdacht, an rechtsextremen WhatsApp-Gruppen beteiligt gewesen zu sein.

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Eine Chat-Gruppe bestand mindestens fünf Jahre

In den Gruppen seien 126 Bilddateien verteilt worden, so Reul am Mittwochmittag, darunter Fotos von Adolf Hitler, aber auch zum Beispiel die fiktive Darstellung eines Flüchtlings in einer Gaskammer. Eine der Chat-Gruppen sei wahrscheinlich bereits im Jahr 2012 gegründet worden, spätestens im Mai 2015.

Archiv: Polizisten stehen vor fahnenschwenkenden Demonstranten bei einer Demonstration von Rechtsextremisten in der Dortmunder Innenstadt am 14.04.2018.

Rechtsextremismus in der Polizei -
NRW ist kein Einzelfall
 

Drohbriefe von "NSU 2.0", Unterstützung für die "Gruppe S.": Schon mehrfach gab es rechtsextreme Vorwürfe gegen die Polizei. Eine Auflistung der Fälle der jüngeren Zeit:

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