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Spahn mit düsterer Prognose - Jeder bald "geimpft, genesen oder gestorben"

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Minister Spahn warnt erneut vor der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus: Am Ende dieses Winters sei jeder in Deutschland "geimpft, genesen oder gestorben" sagte er.

"Wahrscheinlich wird am Ende dieses Winters jeder geimpft, genesen oder gestorben sein" prognostiziert Gesundheitsminister Spahn die Corona-Lage und wirbt für mRNA-Impfstoffe.

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Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat erneut für Impfungen gegen das Coronavirus geworben. "Wahrscheinlich wird am Ende dieses Winters so ziemlich jeder in Deutschland geimpft, genesen oder gestorben sein", sagte Spahn. Immunität werde immer erreicht - entweder durch Infektion oder Impfung. "Wir empfehlen die Impfung."

Außerdem äußerte Spahn sich zu den Liefer-Deckelungen von Biontech. Dabei betonte der Gesundheitsminister, dass Moderna und Biontech zwei sehr gute Impfstoffe seien. Doch die Nachfrage nach Biontech sei in den vergangenen Wochen sehr stark gestiegen - die Impfkampagne laufe, insbesondere wegen der hohen Nachfrage nach Auffrischimpfungen, wieder an.

"Moderna ist ein guter, sicherer und sehr wirksamer Impfstoff", sagte der CDU-Politiker am Montag in Berlin. Das Vakzin von Biontech sei der Mercedes und der von Moderna der Rolls-Royce. Zugleich wies er darauf hin, dass viele Auffrischungsimpfungen auch künftig mit dem bei vielen Bürgern bevorzugten Impfstoff von Biontech vorgenommen werden.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) kann sich angesichts der stark steigenden Corona-Zahlen eine allgemeine Impfpflicht vorstellen. "Wir werden nur durch eine Impfpflicht aus der Endlosschleife der Pandemie herausfinden", so Holetschek.

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50 Millionen Impfdosen bis Jahresende

Der Eindruck, dass verstärkt Moderna verimpft werden solle, um den Impfstoff vor dem Verfallen zu bewahren, solle jedoch nicht der entscheidende sein, so Spahn. Vielmehr sei die Menge des Biontech-Impfstoffs begrenzt. Ab der kommenden Woche werde es nicht mehr als zwei bis drei Millionen Dosen pro Woche geben. Alles, was geliefert und im Lager sei, werde ausgeliefert. "Wir halten nichts zurück", so Jens Spahn.

Bis zum Jahresende habe man insgesamt bis zu 50 Millionen Impfdosen zur Verfügung. Er bedaure den Stress, dem die Helfer und Helferinnen vor Ort nun dadurch ausgesetzt seien. Erneut plädierte er außerdem dafür, sich impfen zu lassen.

Das Gesundheitsministerium hatte angekündigt, den Corona-Impfstoff von Biontech bei den Auffrischungsimpfungen deckeln zu wollen. Nun gab es einen Versuch der Richtigstellung.

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"Beide Impfstoffe schützen gut"

Auch Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, betonte bei der gemeinsamen Pressekonferenz, dass beide Impfstoffe sicher und gut wirksam seien. Die Immunisierung beider Impfstoffe halte fünf bis sechs Monate. Schwerwiegende Reaktionen seien sehr selten.

Wir haben einen gemeinsamen Feind. Das ist das Virus.
Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts

Leif Erik Sander, Impfstoffforscher an der Berliner Charité, führte aus, dass neuen Studien zufolge die Effektivität der Booster-Impfung bis zu 95 Prozent betrage - im Gegensatz zu Zweitgeimpften. "Sie können beruhigt das nehmen, was gerade da ist. Beide Impfstoffe werden Sie sehr gut schützen." Durch die dritte Impfung werde das Immungedächtnis noch einmal angeregt.

Die Corona-Lage verschärft sich in Deutschland weiter. Die steigende Anzahl an Impfungen ist der einzige Lichtblick, doch laut Experten werden diese erst langfristig helfen.

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Immunität werde immer erreicht, sagte Spahn weiter. Ob durch Impfung oder Infektion. Eine Impfpflicht sieht er nicht als dringlichstes Thema an, jedoch sei es für ihn auch eine "moralische Verpflichtung", sich impfen zu lassen.

Warum wird der Impfstoff zurückgehalten?

Seit einigen Tagen steht Spahn wegen der geplanten Begrenzung von Lieferungen des Biontech-Impfstoffes an Hausärzte in der Kritik. Sein Ministerium hatte am Freitag angekündigt, dass die Höchstabgabemenge von Biontech-Impfstoff auf 30 Impfdosen pro Woche pro niedergelassenem Arzt oder niedergelassener Ärztin beschränkt werden soll.

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Das Ministerium warb deshalb in den vergangenen Tagen dafür, vermehrt den Moderna-Impfstoff einzusetzen - auch weil andernfalls ab Anfang kommenden Jahres der Verfall bereits eingelagerter Dosen drohe.

Es sei außerdem "eine Frage der verfügbaren Menge", sagte Spahn am Sonntagabend in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". "Wir halten da nichts zurück. Ich kann ja keinen Impfstoff ausliefern von Biontech, der nicht da ist."

In einigen Bundesländern gelten bereits verschärfte Corona-Regeln. Die Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt und Bayern sprechen sich zudem für eine generelle Impfpflicht aus.

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