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Reaktionen auf Angriff : Auch in Russland regt sich Protest

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Nicht nur international, sondern auch in Russland reagieren viele Menschen geschockt auf Putins Krieg. Selbst prominente Gesichter des Staatsfernsehens kritisieren das Vorgehen.

ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa berichtet, wie die russische Bevölkerung zum Angriff auf die Ukraine steht. Offene Demonstrationen gegen Putins Weg werden nicht geduldet.

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Das weltweite Entsetzen nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine ist groß. Nicht nur die internationale Politik reagiert auf Moskaus Offensive, in vielen Ländern gehen Menschen gegen den Krieg auf die Straße - in Berlin, London oder Tokio.

Auch russische Kriegsgegner*innen hatten zu Demonstrationen in Moskau und St. Petersburg aufgerufen - der Schock über die Invasion sitzt auch bei vielen Russinnen und Russen tief. Doch russische Behörden reagierten unverzüglich: Sie warnten die Menschen im eigenen Land vor Protestaktionen.

Wohl Festnahmen bei Protesten in Russland

"Aufgrund der angespannten außenpolitischen Lage" werde in sozialen Netzwerken zu nicht genehmigten Kundgebungen aufgerufen, teilten Ermittlungskomitee, Innenministerium und Moskaus Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Das Innenministerium drohte mit Festnahmen. Dem Bürgerrechtsportal Owd-Info zufolge kam es in mehreren russischen Städten dennoch zu Protesten und zu mehr als 1.800 Festnahmen.

Zudem ermahnten Kulturinstitutionen wie das Moskauer Majakowski-Theater Künstler*innen, die Geschehnisse in keiner Weise zu kommentieren.

Putin sehe keine andere Möglichkeit, als den militärischen Eingriff. Gerade die jüngere Bevölkerung Russlands sähe dies skeptisch, so Anna Feist, ZDF- Korrespondentin in Moskau.

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Russische Prominente positionieren sich gegen den Krieg

Zumindest den Protest im Netz ließen sich viele russische Bürger*innen - unter ihnen auch einige prominente Stimmen - nicht nehmen: Kritik kommt sowohl von oppositioneller als auch von staatsnaher Seite.

Der russische Journalist und Friedensnobelpreisträger Dmitri Muratow ließ ein Video veröffentlichen, in dem er Putins Krieg verurteilt. Deswegen würde die aktuelle Ausgabe seiner regierungskritischen Zeitung "Nowaya Gazeta" auf zwei Sprachen erscheinen: Russisch und Ukrainisch. "Weil wir die Ukraine niemals als Feind und die ukrainische Sprache niemals als Sprache des Feindes anerkennen werden", sagte Muratow.

Sogar der beliebte russische Late-Night-Moderator und Comedian Ivan Urgant, der eine TV-Show beim Staatssender "Perwy Kanal" hat, äußerte Kritik. "Schrecken und Schmerz: Nein zum Krieg!", schrieb er auf Instagram mit einer schwarzen Kachel. Eine ebensolche Kachel und die Worte "Kein Krieg" postete der prominente russische Moderator Maxim Galkin, ebenfalls regelmäßiger Gast im Staatsfernsehen. Andere TV-Moderator*innen folgen diesem Vorbild - ebenso die Rock-Sängerin Semfira.

Der einflussreiche russische HipHop-Künstler Oxxxymiron rief in den sozialen Medien zu einer Anti-Kriegs-Bewegung auf - nach dem Vorbild der Anti-Vietnam-Proteste in den USA.

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Offener Brief aus der russischen Lokalpolitik

Auch der ehemalige russische Tennisstar und Olympiasieger Yevgeny Kafelnikov stellt sich gegen Wladimir Putins Invasion: "Die Gier eines Mannes wird nach dem heutigen Tag vielen russischen Müttern die Tränen in die Augen treiben", schrieb er auf Twitter.

Protest kam auch von vielen russischen Lokal-Politiker*innen. Mehr als 100 Abgeordnete aus verschiedenen russischen Städten verurteilten Putins Vorgehen gegen die Ukraine in einem offenen Brief. "Wir - die vom Volk gewählten Abgeordneten - verurteilen unmissverständlich den Angriff der russischen Armee auf die Ukraine", erklären die Abgeordneten. Es handele sich um eine beispiellose Gräueltat, die nicht zu rechtfertigen sei.

Aus Solidarität mit der Ukraine haben sich am Brandenburger Tor in Berlin einige tausend Menschen versammelt. ZDF-Korrespondent Nils Schneider berichtet vor Ort.

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