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Lukaschenko telefoniert mit Putin

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Proteste in Belarus - Lukaschenko telefoniert mit Putin

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Lukaschenko und Putin haben über die aktuellen Proteste diskutiert. Denn diese seien "nicht nur eine Bedrohung für Belarus". Am Ende waren beide zuversichtlich.

Seit der Präsidentenwahl sind die Straßen in Belarus voll mit Demonstrierenden. Nun hat sich Präsident Lukaschenko mit seinem russischen Amtskollegen Putin beraten.

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Der belarussische Staatschef Alexander Lukaschenko hat angesichts der seit Tagen andauernden Massenproteste in seinem Land vor einem Umsturz gewarnt. "Wir lesen bereits die Anleitungen für eine farbige Revolution", sagte der Präsident in Minsk der Staatsagentur Belta zufolge.

Lukaschenko sieht "Elemente äußerer Einmischung"

Es gebe bereits "Elemente äußerer Einmischung". "Wir sehen, was passiert. Wir dürfen uns nicht von den friedlichen Aktionen und Demonstrationen einlullen lassen", sagte Lukaschenko. Mit "farbigen Revolutionen" meinte er die Umstürze in anderen ehemaligen Sowjetrepubliken wie der Ukraine.

Lukaschenko hatte bereits am Freitag das Ausland für die Proteste verantwortlich gemacht. Er zählte dabei die Niederlande, Polen, Russland und die Ukraine auf. Namentlich nannte er aber nur den russischen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny, der mit seinem Team regelmäßig über die Ereignisse im Nachbarland berichtet.

Putin hatte Lukaschenko für den 24. Juni 2020 nach Moskau zur Siegesparade eingeladen
Putin (l.) hatte Lukaschenko noch im Juni 2020 nach Moskau zur Siegesparade eingeladen.
Quelle: EPA

Telefonat zwischen Lukaschenko und Putin

Lukaschenko telefonierte am Mittag mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Beide Seiten hätten sich zuversichtlich gezeigt, dass die Probleme bald gelöst würden, teilte der Kreml in Moskau danach mit. Diese Probleme sollten nicht von "destruktiven Kräften" ausgenutzt werden, um die Zusammenarbeit beider Länder zu beinträchtigen, hieß es weiter.

Belarus ist wirtschaftlich von Russland abhängig. Lukaschenko sagte zugleich, er werde mit Putin über die Lage sprechen, weil "dies nicht nur eine Bedrohung für Belarus darstellt". Putin hatte Lukaschenko schriftlich zu seinem Wahlsieg gratuliert.

Maria Kalesnikava ist Oppositionspolitikerin in Belarus und trat gegen Machthaber Lukaschenko an. Nun fordert sie ein Ende der Gewalt und will einen Dialog mit Lukaschenko beginnen. Westliche Sanktionen gegen ihn seien noch zu früh.

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Lukaschenko will mit Arbeitern sprechen

Die Wahlkommission hatte Lukaschenko bei der Wahl am vergangenen Sonntag 80,1 Prozent der Stimmen zugesprochen. Viele Menschen in der Ex-Sowjetrepublik haben erhebliche Zweifel daran. Am Samstag versammelten sich in Minsk erneut Tausende Menschen, um gegen Gewalt und Willkür unter Lukaschenko zu demonstrieren.

In den vergangenen Tagen legten auch immer mehr Beschäftigte in Staatsbetrieben ihre Arbeit nieder. Lukaschenko warnte am Samstag erneut vor den wirtschaftlichen Folgen von Streiks. Er wolle am kommenden Montag den staatlichen Lastwagenhersteller besuchen und dort mit Arbeitern sprechen, kündigte der 65-Jährige an.

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