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Trump schickt Nationalgarde - Schüsse in Kenosha: 17-Jähriger festgenommen

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Wegen tödlicher Schüsse auf zwei Menschen bei Protesten in Kenosha hat die Polizei einen Jugendlichen festgenommen. Trump schickt nun Nationalgardisten nach Wisconsin.

Proteste in Kenosha am 25.08.2020
Quelle: Reuters

Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Menschen während der Proteste gegen Polizeigewalt im US-Bundesstaat Wisconsin ist ein 17-Jähriger festgenommen worden. Die Polizei nahm den jungen Mann in Antioch im benachbarten Bundesstaat Illinois in Gewahrsam, wie sie am Mittwoch mitteilte.

Der 17-Jährige sei bereits wegen des Tötungsdelikts formell beschuldigt worden und werde nach Wisconsin überstellt. In der Stadt Kenosha in Wisconsin waren bei den Protesten am Dienstag zwei Menschen getötet worden, als hunderte Demonstranten wegen der Polizeischüsse auf den 29-jährigen Afroamerikaner Jacob Blake auf die Straße gingen.

Die Proteste in Kenosha nehmen kein Ende.

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1 min
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Wegen der Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt kündigte US-Präsident Donald Trump die Entsendung von Einheiten der Nationalgarde nach Kenosha an. Er wolle Nationalgardisten und Bundespolizisten schicken, kündigte er auf Twitter an.

Wir werden Plünderungen, Brandstiftung, Gewalt und Anarchie auf amerikanischen Straßen nicht tolerieren.
US-Präsident Donald Trump

"Gesetz und Ordnung" sollten wiederhergestellt werden. Es war seine erste Reaktion seit den Schüssen auf Blake.

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Blake: Verletzungen am Rückenmark

Polizisten hatten den Afroamerikaner am Sonntag in Kenosha im Beisein seiner drei Kinder mehrfach in den Rücken geschossen und dadurch schwer verletzt. Über die Hintergründe des Vorfalls wurde bisher nur wenig bekannt. Seitdem kam es täglich zu Protesten in der Stadt.

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Jacob Blake ist nach dem Vorfall nun wohl gelähmt. Der 29-Jährige habe Verletzungen am Rückenmark erlitten und seine Wirbelsäule sei zerstört.

Schüsse auf Afroamerikaner - Mutter von Jacob Blake: Protestiert friedlich 

Die Mutter des in den USA durch Polizeischüsse schwer verletzten Afroamerikaners Jacob Blake hat zu friedlichen Protesten aufgerufen - auch im Sinne ihres Sohnes.

Videolänge
2 min

Was bislang über die Schüsse bekannt ist

Im Internet kursierte ein Handyvideo, in dem ein junger weißer Mann zu sehen ist, der mitten auf der Straße mit einem halbautomatischen Gewehr das Feuer eröffnet. "Ich habe gerade jemandem umgebracht", sagt er in der Aufnahme.

Augenzeugen zufolge erschoss er zuerst eine Person, wurde dann beinahe von Umstehenden überwältigt und feuerte dann wild um sich. Was sein Motiv war, blieb zunächst unklar. Der Sheriff von Kenosha County, David Beth, sagte aber der Zeitung "Milwaukee Journal Sentinel", in den vergangenen Nächten hätten bewaffnete Leute in den Straßen von Kenosha patrouilliert.

Sie sind wie eine Miliz. Sie sind wie eine Bürgerwehr-Gruppe.
David Beth, Sheriff von Kenosha County

Ob der Schütze Teil der Gruppe gewesen sei, sagte er nicht. Ein Video, das im Internet die Runde machte, zeigte, wie Polizisten mehreren bewaffneten Zivilisten Wasserflaschen zuwarfen. "Wir freuen uns, dass ihr hier seid", sagte ein Polizeibeamter zu ihnen. Zu der Gruppe schien auch der spätere Schütze zu gehören.

Demonstrationen halten nun die Stadt und ganz Amerika in Atem.

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