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"Wir kämpfen alle gegen dasselbe Unrecht"

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Proteste in den USA - "Wir kämpfen alle gegen dasselbe Unrecht"

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In den USA sind Zehntausende gegen Rassismus und Polizeigewalt auf die Straße gegangen. Unter dem Motto #blacklivesmatter haben Menschen aller Hautfarben gemeinsam protestiert.

Zehntausende protestieren in den USA gegen Rassismus wie hier in Washington auf der neu benannten Straße "Black Lives Matter"
Auch auf der neu benannten Straße "Black Lives Matter" wird in Washington gegen Rassismus protestiert.
Quelle: Reuters

Rund um das Weiße Haus in Washington, D.C. sind die Geschäfte mit Holzplatten zugenagelt. Nach dem Tod des Schwarzen George Floyd bei einem gewaltsamen Polizeieinsatz in Minneapolis ist nichts mehr, wie es vorher war. Das ganze Land ist auf der Straße, es gab Ausschreitungen zwischen Polizei und Demonstranten. Heute ist es anders. Heute malen Künstler und Ladenbesitzer die Holzwände an, mit Botschaften voller Sehnsucht und Hoffnung.

Ein Geschäft in Washington hat seine Ladenfront mit einer Botschaft gegen Rassismus bemalt.
Viele Geschäftsleute auf der 14th Street haben ihre Ladenfronten mit Botschaften gegen Rassismus bemalt.
Quelle: ZDF

Hoffnung darauf, dass sich endlich etwas ändern möge in ihrem Land. "Wir sehen euch, wir hören euch, wir stehen an eurer Seite", steht auf einer Schaufensterscheibe. Meghan Malik ist Künstlerin und hat mit Kolleginnen die Initiative "Create Change" gegründet, um in der ganzen Stadt mit Graffitis und Wandmalereien auf das Rassismus-Problem aufmerksam zu machen.

Die Hautfarbe spielt doch keine Rolle. Wir wollen alle dasselbe und kämpfen gegen dasselbe Unrecht.
Meghan Malik, Künstlerin

"Black lives matter" - das stand auch heute auf vielen Plakaten. In Washington war wohl die größte Demonstration - mit viel Kritik an Trump.

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2 min
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"So sieht Demokratie aus"

Und doch ist gerade die Unterstützung weißer Menschen besonders wichtig, sagen viele.

Schweigen bedeutet Gewalt, deshalb muss jeder sich wehren und an unserer Seite stehen, denn nur zusammen als Einheit sind wir stark.
Mike

Immer wieder rufen die Demonstranten in Sprechchören. "Black lives matter" - Schwarze Leben zählen - und: "So sieht Demokratie aus." 

Nachdem Präsident Donald Trump am Montag einen friedlichen Protest vor dem Weißen Haus gewaltsam auflösen ließ für einen Fototermin, machen viele ihrem Ärger über die aktuelle Politik Luft. Sie wollten dem Mann im Weißen Haus zeigen, dass es keine Rolle spielt, welche Hautfarbe man habe, meint Rabih aus dem Libanon.

Sie gedenken des getöteten Amerikaners George Floyd und demonstrieren gegen Rassismus und Polizeigewalt. Auch in Deutschland waren Zehntausende auf der Straße.

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Corona und Protest - geht das gut?

Von außen scheint es, als sei die Corona-Pandemie vergessen. Es tragen zwar viele Menschen Masken, aber der Mindestabstand ist meist nicht einzuhalten. Und trotzdem sind auch Ärzte und Pflegekräfte gekommen. Diese Sache sei zu wichtig, um nicht die Stimme dagegen zu erheben, sagen sie. Es gibt viele Straßenstände von Freiwilligen, die Masken und Desinfektionsmittel verteilen. So wollten sie die Demonstranten unterstützen, damit jeder geschützt ist, aber die Botschaft trotzdem so lange wie möglich nach draußen transportiert werden könne, meint Quinn.

Dee Dwyer ist eine schwarze Fotojournalistin und hat die Proteste in Washington von Anfang an begleitet. Anfangs hatte sie Angst, sich den Menschenmengen während der Pandemie auszusetzen. Aber ihre Sorge darüber, dass mehr über die Krawalle als über die Botschaft berichtet werden könnte, sei größer gewesen. "Als ich gesehen habe, was in meinem eigenen Garten passiert, dachte ich, ich muss raus, das ist meine Pflicht. Gerade als schwarze Frau, schwarze Fotojournalistin, um das Narrativ über die Geschehnisse mitzubestimmen." 

"Keine Gerechtigkeit, kein Frieden", rufen sie im Chor. Solange es Rassismus gegenüber Menschen mit dunkler Hautfarbe gibt, wollen sie nicht mehr schweigen.

Der Autorin auf Twitter folgen: @Alica_Jung

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