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Interview

Putins Teilmobilisierung : Ex-US-General: "Gleiche Maßnahmen wie Hitler"

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"Jungen und alte Männer von der Straße genommen": Den früheren US-General Ben Hodges erinnert Russlands Teilmobilisierung an Adolf Hitlers letztes Aufgebot im Zweiten Weltkrieg.

Die Teilmobilmachung sei ein Fehler und eine drohende Peinlichkeit für den Kreml, sagt Ben Hodges. „Ich glaube nicht, dass allzu viele Leute erscheinen werden.“

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Für den ehemaligen Kommandeur der US-Truppen in Europa, General a.D. Ben Hodges, ist Wladimir Putins Ankündigung einer Teilmobilisierung Russlands eine Verzweiflungstat. Hodges bemüht einen historischen Vergleich mit dem sogenannten Volkssturm. Mit diesen improvisierten Einheiten versuchte das Nazi-Regime die bevorstehende Niederlage im Zweiten Weltkrieg abzuwenden; vor allem waren sie jedoch Teil der NS-Propaganda-Bemühungen:

Es scheint so, als würde Putin die gleichen Maßnahmen ergreifen wie Adolf Hitler damals.
Ben Hodges, US-General a.D.

Hitler habe damals auch "Jungen von der Straße genommen und alte Männer und ihnen Uniformen angezogen, weil er so verzweifelt war", sagte Hodges im ZDF heute journal. Auch Präsident Putin sei "verzweifelt und versucht jetzt irgendeine Möglichkeit, um die Dynamik umzukehren", so die Einschätzung des Militärexperten.

Die von Putin verkündete Teilmobilmachung sorgt in Russland für Unruhen. Während die einen vor dem Militärdienst fliehen, wagen andere den Protest auf Russlands Straßen.

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Entscheidung sei ein "strategischer Fehler"

Die Entscheidung zur Teilmobilmachung von Reservisten zeige nicht die militärische Denke, sondern die der politischen Führung, "die irgendwie versucht, eine Lösung zu finden, um die Niederlage zu vermeiden." Das sei ein strategischer Fehler und eine drohende Peinlichkeit für den Kreml, so Hodges.

Ich glaube nicht, dass allzu viele Leute erscheinen werden.
Ben Hodges, US-General a.D.

ZDF-Korrespondent Christian Semm berichtet aus Moskau über die Proteste auf Russlands Straßen und die Reaktionen auf Putins Teilmobilmachung.

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Hodges rechnet mit mehr Widerstand gegen den Krieg

Hodges verweist zudem auf die zunehmende Zahl an Demonstrationen gegen den Krieg in Russland. Auch sei die Ausbildung neuer Soldaten für die Front schwierig. Russland habe von Beginn an zu wenig Soldaten gehabt. "Die Russen haben sich nicht wirklich vorbereitet; sie dachten, sie könnten einfach über die Grenze rollen mit ihren Fähigkeiten und sie haben versucht, das Problem oberflächlich zu korrigieren", so Hodges.

Russlands Präsident Putin hat eine Teilmobilmachung angekündigt. Ein Russland- und ein Militärexperte ordnen bei ZDFheute live die Folgen ein.

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Es sei kriminell, junge, unerfahrende Soldaten jetzt in eine solche Lage zu bringen. Der Widerstand werde sich zeigen, so der Militärexperte.

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