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Ukraine-Krieg : Russland wirft Westen Nazi-Methoden vor

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Der russische Präsident Putin hat dem Westen einen Feldzug gegen die russische Kultur im Stil der Nazis vorgeworfen. Außenminister Lawrow sprach vom "totalen hybriden Krieg".

Der russische Präsident Wladimir Putin trifft sich mit den Gewinnern des Präsidentenpreises 2021 für junge Kulturschaffende und mit den Gewinnern des Präsidentenpreises im Bereich Literatur und Kunst für Werke für Kinder und Jugendliche im Jahr 2021 per Telefonkonferenz in der Staatsresidenz Novo-Ogaryovo außerhalb von Moskau
Der russische Präsident Putin hat den Westen kritisiert.
Quelle: epa

Die russische Führung hat westlichen Staaten im Umgang mit Russland Nazi-Methoden vorgeworfen. Präsident Wladimir Putin verglich die Absage von Auftritten russischer Künstler im Westen am Freitag mit den Bücherverbrennungen der Nazis. Zuvor hatte Außenminister Sergej Lawrow Äußerungen europäischer Politiker zum Ukraine-Krieg bereits mit denen von Adolf Hitler verglichen.

Wladimir Putin sagte in einem im Fernsehen übertragenen Gespräch mit Künstlern:

Heute versucht man, ein tausend Jahre altes Land auszulöschen - ich spreche von der fortschreitenden Diskriminierung von allem, was mit Russland in Verbindung steht.
Wladimir Putin

Und weiter: "Das letzte Mal, dass eine solche Massenkampagne zur Vernichtung unerwünschter Literatur ausgeführt wurde, war vor fast 90 Jahren von den Nazis in Deutschland. Wir erinnern uns noch gut an die Bilder von brennenden Büchern auf öffentlichen Plätzen."

Mehrere kremlnahe russische Künstler wie der Dirigent und Putin-Freund Waleri Gergijew hatten nach dem russischen Angriff auf die Ukraine ihre Engagements in der EU und den USA verloren. Viele haben aber auch Russland verlassen oder sind von ihren Posten zurückgetreten, weil sie Putins Krieg gegen die Ukraine nicht unterstützen.

Lawrow: Hat uns totalen hybriden Krieg erklärt

Lawrow bezog sich besonders auf westliche Wirtschaftssanktionen: "Man hat uns einen wahrhaft totalen hybriden Krieg erklärt", sagte er. "Diesen Begriff, der in Hitler-Deutschland verwendet wurde, sprechen jetzt europäische Politiker aus, wenn sie davon sprechen, was sie mit der Russischen Föderation tun wollen."

Die tatsächliche Verwendung des Begriffs durch namhafte EU-Politiker in den vergangenen Wochen ist nicht bekannt. Aus ihrem Ziel - "die russische Wirtschaft als Ganzes zu zerstören, zu brechen, zu vernichten, zu ersticken" - machten sie keinen Hehl, sagte der Außenminister.

Russland ist seit Beginn seines Militäreinsatzes in der Ukraine Ziel westlicher Sanktionen von beispiellosem Ausmaß. Sie richten sich unter anderem gegen das Finanzsystem, Lieferketten und die Währung des Landes. Moskau führt an, in der Ukraine gegen "Nazis" zu kämpfen.

Der EU-Gipfel in Brüssel möchte ein klares Signal der Einigkeit in Richtung Russland senden. Die EU will einen Solidaritätsfonds zum Wiederaufbau der Ukraine einrichten.

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Die zentrale Rolle der Sowjetunion beim Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg spielt in Putins patriotischer Rhetorik seit Langem eine wichtige Rolle. In den vergangenen Wochen hatte er wiederholt Begriff aus der Nazi-Zeit verwendet und etwa einen wirtschaftlichen "Blitzkrieg" des Westens angeprangert oder Sanktionen mit "antisemitischen Pogromen" verglichen.

Montage: Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj vor einem Blick auf das zerstörte Mariupol

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