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Proteste flammen wieder auf - Tränengas und Gummigeschosse in Myanmar

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Die Proteste gegen den Militärputsch in Myanmar flammen erneut auf, nachdem die Parlamentswahl vom November für ungültig erklärt wurde. Die Junta reagiert weiter mit Härte.

Polizeiaufmarsch in der Hauptstadt Rangun.
Polizei geht in Myanmar gegen Demonstranten vor.
Quelle: Santosh Krl/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

In Myanmar sind Sicherheitskräfte am Samstag erneut gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen. In der größten Stadt Rangun feuerte die Polizei an mehreren Orten, an denen sich die Demonstranten zu Kundgebungen gegen die Junta versammelt hatten, Schüsse ab und nahm Teilnehmer fest. So berichteten Augenzeugen in sozialen Netzwerken.

Tränengas und Gummigeschosse gegen Protestierende

Auch aus anderen Städten wurde ein massives Vorgehen der Sicherheitskräfte gemeldet, die unter anderem Tränengas und Gummigeschosse gegen Demonstranten einsetzten.

Nach einem Bericht des Online-Portals "Myanmar Now" gerieten in Rangun auch Journalisten, die über die Proteste berichteten, ins Visier der Polizei.

Bereits vor einigen Tagen war es zu Auseinandersetzungen gekommen:

Dreieinhalb Wochen nach dem Putsch in Myanmar machen jetzt Unterstützer des Militärs mobil.

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Immer wieder Massenproteste in Myanmar

Anfang Februar hatte das Militär in Myanmar gegen Regierungschefin Aung San Suu Kyi geputscht. Die 75-Jährige hatte die Parlamentswahl im November mit klarem Vorsprung gewonnen.

Seit dem Umsturz hatte es immer wieder Massenproteste in Myanmar gegeben. Die Demonstranten fordern die Freilassung der festgesetzten Regierungschefin und die Wiedereinsetzung ihrer zivilen Regierung.

Das Militär hat zuletzt mit zunehmender Härte gegen die Widerstandsbewegung durchgegriffen.

Wahlergebnis für ungültig erklärt

Der von der Militärjunta eingesetzte neue Chef der Wahlkommission in Myanmar hat unterdessen das Ergebnis der Parlamentswahl vom November für ungültig erklärt. Thein Soe habe die Entscheidung am Freitag bei einem Treffen mit politischen Parteien des südostasiatischen Landes mitgeteilt, berichtete die Zeitung "The Irrawaddy".

Der Schritt der Wahlkommission hatte die Proteste im früheren Birma erneut angeheizt.

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