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Nach Rapper-Inhaftierung - Sechste Krawallnacht in Spanien

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Die Inhaftierung des Rappers Pablo Hasél sorgt in Spanien weiter für Proteste. Die Teilnehmerzahl sank zwar, dennoch kam es zum sechsten Mal in Folge zu Krawallen.

In Barcelona gab es den sechsten Abend in Folge Proteste gegen die Verhaftung des Rappers Pablo Hasél. Mehrere Personen wurden festgenommen.

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Erneut ist es in Barcelona zu Gewalt zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Grund für die Proteste ist die Inhaftierung des Rappers Pablo Hasél. Er war wegen Gewaltverherrlichung und Beleidigung der Monarchie verurteilt worden.

Einige der Demonstranten in Barcelona trugen ein Transparent mit der Aufschrift: "Ihr habt uns beigebracht, dass Friedlichkeit sinnlos ist". Nach Einschätzung spanischer Medien flachte die Teilnehmerzahl mit etwa 1.000 Menschen ab. Am Samstag waren es noch mindestens 6.000.

Barcelona: 106 Festnahmen

Polizisten wurden vereinzelt mit Flaschen, Mülleimern und Böllern beworfen, auch einige Schaufensterscheiben gingen zu Bruch, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Die Polizei habe fünf Menschen festgenommen, die ein Modegeschäft plünderten, berichtete die Zeitung "El Periódico".

Seit Beginn der Proteste wurden in Barcelona 106 Menschen festgenommen, darunter 32 Minderjährige. 82 Polizisten und auch zahlreiche Demonstranten wurden verletzt, wie die Zeitung "La Vanguardia" schrieb. Eine Frau hatte am Dienstag ein Auge verloren, als sie von einer Gummikugel der Polizei getroffen wurde.

Seit Tagen treibt das Thema Meinungsfreiheit die Menschen in Spanien auf die Straßen. Auslöser ist Rapper Pablo Hasél, der die Monarchie beleidigt haben soll und dafür ins Gefängnis muss.

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Hasél: Hass gegen Politik und Polizei

Die Inhaftierung Haséls, der in einigen seiner Texte und in Tweets tiefen Hass auf Polizei und Politik zeigt, löste auch Spannungen in der linken Koalitionsregierung in Madrid aus. Die Sozialisten warfen ihrem kleineren Koalitionspartner Unidas Podemos vor, die Gewalt nicht ausreichend zu verurteilen.

Die Regierung ist grundsätzlich gewillt, die Gesetze so zu ändern, damit es für Fälle wie Hasél keine Haftstrafen mehr gibt. Allerdings sind gegen den 32-Jährigen auch Verfahren wegen Bedrohung eines Zeugen und Angriffen gegen einen Journalisten anhängig.

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