Sie sind hier:

Rechtsextreme suchen Migranten - Verfassungsschutz warnt vor Grenzpatrouillen

Datum:

Der sächsische Verfassungsschutz warnt vor Rechtsextremen, die an der deutsch-polnischen Grenze Patrouille laufen und nach Migranten suchen. Das Gewaltmonopol liege beim Staat.

Dirk-Martin Christian am 05.10.2021 in Dresden
Dirk-Martin Christian warnt vor Grenzpatrouillen von Rechtsextremisten
Quelle: dpa

Der sächsische Verfassungsschutz hat vor Grenzpatrouillen Rechtsextremer an der deutsch-polnischen Grenze in Sachsen gewarnt. Akteure der Szene wie die Parteien "Der Dritte Weg" und die "Freien Sachsen" würden im Internet und vor allem in den sozialen Medien dazu aufrufen, die Grenze vor illegal nach Deutschland einreisenden Migranten zu schützen.

Das Gewaltmonopol liegt aber beim Staat und nicht bei Verfassungsfeinden.
Dirk-Martin Christian, Präsident des Landesamtes für Verfassungsschutz Sachsen

Aktuell greife die rechtsextremistische Partei "Freie Sachsen" das Thema offensiv auf ihren Social-Media-Kanälen auf und rufe für Freitagabend zu einer Versammlung unter dem Motto "Sächsischer Grenzschutz: Endstation für Schleuser" auf der Bundesautobahn A4 auf, hieß es.

Aktion in Brandenburg - Polizei greift rechtsextreme Grenzgänger auf 

Der III. Weg hat dazu aufgerufen, etliche Rechtsextremisten sind gekommen: An der polnischen Grenze hat die Polizei 50 Verdächtige aufgegriffen, die Flüchtlinge aufspüren wollten.

Videolänge
1 min

Rechtsextreme lassen Staat schwach wirken

Rechtsextremisten seien bestrebt, "an die Mitte der Gesellschaft anschlussfähige Themen für die mitunter subtile Verbreitung ihrer verfassungsfeindlichen Zielsetzungen auszunutzen".

Diese Strategie verfolgten Rechtsextremisten bereits während der Asylkrise in den Jahren 2015 und 2016 sowie jüngst im Rahmen der Corona-Proteste.
Dirk-Martin Christian, Präsident des Landesamtes für Verfassungsschutz Sachsen

Rechtsextremisten besetzten Themen, die die Gesellschaft bewegen und stellten die Regierungsparteien auf Bundes- und Länderebene sowie staatliche Behörden in genau diesen Themenfeldern als unfähig und untätig dar, erläuterte Christian.

Auf diese Weise würden sie den Eindruck vermitteln wollen, sich als einziger Akteur um die Sorgen und Ängste der Bevölkerung zu kümmern und das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen.

Christian warnte davor, der rechtsextremistischen "Kümmerer-Strategie" Glauben zu schenken und sich in Aktionen dieser Art einspannen zu lassen:

Die gesellschaftliche Mitte darf derartigen Umarmungsversuchen von Rechtsextremisten nicht nachgeben und damit deren Strategien zum Erfolg verhelfen.
Dirk-Martin Christian, Präsident des Landesamtes für Verfassungsschutz Sachsen
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.