Sie sind hier:

Für alle bis Ende des Sommers - Regierung hält an Impfangebot fest

Datum:

Jeder Erwachsene soll bis Ende des Sommers ein Impfangebot bekommen. Nach dem Astrazeneca-Impfstopp scheint dieses Versprechen ungewiss. Die Regierung will aber daran festhalten.

Spritze mit Pfizer-BioNTech-Impfstoff.
Trotz des Stopps von Astrazeneca bleibt die Bundesregierung bei ihrer Ankündigung.
Quelle: Peter Kneffel/dpa

Die Bundesregierung hält an ihrem Versprechen fest, dass jede und jeder Erwachsene in Deutschland bis zum Ende des Sommers das Angebot einer Corona-Impfung erhalten soll. Das sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin.

Diese Ankündigung hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mehrfach gemacht. Momentan sei rund jeder zehnte Erwachsene geimpft, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in einem Video mit ausgesuchten Fragen aus der Bevölkerung.

Weitere Impfstoffe lassen noch auf sich warten

An diesem Donnerstag will die Europäische Arzneimittelbehörde EMA entscheiden, ob der Impfstoff von Astrazeneca weiter verwendet werden soll. Sein Gebrauch war in Deutschland und weiteren Ländern nach vereinzelten Thrombosefällen nach Impfungen ausgesetzt worden. Deutschland impft bis dahin nur die Präparate von Biontech/Pfizer und Moderna.

Spahn erläuterte, wie es mit Impfstoffen weitergehen soll, die bisher noch nicht zum Einsatz kommen. Das Vakzin des US-Konzerns Johnson & Johnson komme frühestens Mitte/Ende April zum Einsatz. Mit einer Entscheidung über die Zulassung des Präparats von Curevac (Tübingen/Niederlande) sei im Mai oder Juni zu rechnen. Im dritten Quartal könne es voraussichtlich geimpft werden, wenn die Zulassungsdaten den Einsatz erlaubten.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erklärt: „Der Schaden, der durch die Nicht-Impfung entsteht“, wegen Aussetzung der AstraZeneca-Impfungen, „der ist größer, als der Schaden, der entstehen würde, wenn die seltene Komplikation hier vorkommt“.

Beitragslänge:
6 min
Datum:

Zum russischen Präparat Sputnik V laufe das europäische Zulassungsverfahren. Allerdings lägen dazu noch nicht alle nötigen Daten des Herstellers vor. Ob Sputnik V bestellt wird, könne noch nicht gesagt werden, sagte ein Sprecher Spahns. Er verwies darauf, dass insgesamt 300 Millionen Impfdosen für Deutschland bestellt seien.

Spahn: Datenerhebung zu Kindern wird nachgeholt

Wann Kinder geimpft werden können, könne noch nicht gesagt werden, sagte Spahn. Bisher sei nur der Impfstoff von Biontech/Pfizer auch für Jüngere zugelassen, nämlich ab 16 Jahren. Bei den Impfstoffen fehlten noch Studiendaten zum Einsatz bei Jüngeren. Viele der Hersteller hätten begonnen, diese Datenerhebung nachzuholen.

Zum Impfstand heute sagte Spahn, die meisten Bundesländer hätten begonnen, die Über-70-Jährigen einzuladen. Berlin zum Beispiel habe weit über 80 Prozent der Über-80-Jährigen geimpft, andere Länder gerade einmal die Hälfte.

Noch nie wurde ein Impfstoff in so kurzer Zeit entwickelt. Zugleich verändert sich das Virus, droht gefährlicher zu werden. Wie gewinnen wir den Wettlauf?

Beitragslänge:
34 min
Datum:

Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.