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Regionalwahlen - Rechtsextreme in Frankreich auf Platz zwei

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Die große Frage bei den französischen Regionalwahlen: Wo landet die Partei von Marine Le Pen? Nach den ersten Hochrechnungen auf Platz zwei.

Marine Le Pen und der lokale Kandidat Steeve Briois
Marine Le Pen und der lokale Kandidat Steeve Briois
Quelle: Uncredited/AP/dpa

Die rechtsextreme Partei Rassemblement National (RN, früher: Front National) hat in der ersten Runde der französischen Regionalwahlen laut ersten Hochrechnungen schwächer als erwartet abgeschnitten. Die Partei von Marine Le Pen erreichte am Sonntag etwa 19,3 Prozent der Stimmen, wie der französische Sender Franceinfo unter Berufung auf die Hochrechnungen am Abend berichtete. Damit lag sie hinter dem bürgerlich-konservativen Lager, das demnach auf 27,2 Prozent käme, nur auf Platz zwei.

Bei den letzten Regionalwahlen im Dezember 2015 war Le Pens Partei in der ersten Runde als stärkste Kraft auf 27,7 Prozent der Stimmen gekommen. In der zweiten Runde verpassten sie es dennoch, eine der französischen Regionen für sich zu gewinnen.

Macrons Partei schneidet relativ schwach ab

Die traditionelle Volkspartei der Sozialisten und Partner schaffte es den Hochrechnungen zufolge auf rund 18 Prozent der Stimmen. Sie stellen derzeit zusammen mit der bürgerlichen Rechten in den meisten Regionen den Regionalpräsidenten oder die Regionalpräsidentin. Das grüne Lager holte etwa 13 Prozent und lag damit noch vor der Partei von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron LREM. Zusammen mit im Land teils besser verankerten liberalen Verbündeten kam die Partei auf etwa 11 Prozent und landete damit abgeschlagen auf Platz fünf.

Der Parteichef der konservativen Partei Les Républicains (Die Republikaner) von Ex-Präsident Nicolas Sarkozy, Christian Jacob, attestierte der Präsidentenpartei eine "beispiellose Niederlage". Die Republikaner seien "mit weitem Abstand die Partei mit den meisten Stimmen" geworden, betonte er.

Stimmungstest für Präsidentschaftswahl

Parteien, die über die Zehn-Prozent-Hürde kommen, schaffen es in die zweite Runde der Wahlen, die nächsten Sonntag abgehalten wird. Im Zentrum des Wahlkampfs standen Sicherheitspolitik und die Wirtschaft. Die Abstimmung in mehr als 100 Départements und 13 Regionen von der Bretagne über Burgund bis an die Mittelmeerküste galt aber auch als Test für die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr.

Die Wahlbeteiligung war mit weniger als 34 Prozent außergewöhnlich niedrig. Das dürftige Abschneiden von Macrons Partei kam nicht überraschend, da sie in den Regionen noch kaum verankert ist und sein Umgang mit der Corona-Pandemie Frustration hervorgerufen hat.

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