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IW-Studie - Ökonomen fordern Rente mit 70

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Ökonomen des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft fordern, das Rentenalter auf 70 ab dem Jahr 2052 anzuheben. Vorschläge für die Rente mit 68 reichten nicht aus.

Ein Rentner-Ehepaar beim Spaziergang in Berlin.
Die Rente mit 70 könnte laut IW-Experten den Beitragssatz langfristig stabilisieren.
Quelle: dpa

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln fordert eine Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre ab dem Jahr 2052. Die von Regierungsberatern diese Woche geforderte Anhebung auf 68 Jahre ab 2042 werde nicht ausreichen, um den Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung zu stabilisieren, zitierte die "Rheinische Post" aus einer noch unveröffentlichten IW-Studie.

IW: Beitragssatz steigt durch Alterung der Bevölkerung

Mit der fortschreitenden Alterung der Bevölkerung werde der Beitragssatz unweigerlich steigen - trotz eines gleichzeitig sinkenden Rentenniveaus und trotz der Rente mit 67.

Politisch erwünscht ist in Deutschland ein Beitragssatz von maximal 22 Prozent und und ein Sicherungsniveau von mindestens 43 Prozent eines durchschnittlichen Arbeitnehmer-Gehalts.

Dies sei auf lange Sicht weder mit einer Beibehaltung des Renteneintrittsalters von 67 Jahren noch mit einer Erhöhung auf 68 Jahren zu bewerkstelligen, heißt es laut der Zeitung in der IW-Studie.

Kein populäres Thema vor der anstehenden Bundestagswahl: Nach der „Rente mit 67“ könnte ein späterer Renteneintritt mit erst 68 Jahren das Rentenfinanzierungsproblem abschwächen, so ein Beirats-Gutachten zur Rentenreform.

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Ökonomen: Rentenalter stufenweise auf 70 anheben

"Mit einer fortgesetzten Anhebung der Regelaltersgrenze bis auf 70 Jahre ab 2052 ließe sich der Beitragssatzanstieg aber bremsen und gleichzeitig das Sicherungsniveau stabilisieren", erklärte IW-Studienautor Jochen Pimpertz. Dafür müsse das Rentenalter ab 2031 pro Jahr um zwei Monate angehoben werden.

Der wissenschaftliche Beirat beim Bundeswirtschaftsministerium hatte am Montag ebenfalls empfohlen, das Renteneintrittsalter ab 2031 weiter schrittweise anzuheben und an die gestiegene Lebenserwartung zu koppeln. Ab 2042 würde nach dieser Empfehlung das nötige Rentenalter von 68 Jahren erreicht. Parteiübergreifend stieß der Vorschlag auf heftigen Widerspruch.

Lange hatte die gesetzliche Rentenversicherung ausreichende Rücklagen, doch nach der „Mütter-Rente“ und der „Rente ab 63“ schrumpft die Kasse. In Zukunft werden immer weniger Arbeitnehmer immer mehr Rentner finanzieren müssen. Reformen werden nötig.

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