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Wohnraumpolitik - Einfamilienhäuser: Riexinger fordert Umdenken

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Linken-Chef Bernd Riexinger stimmt einer Grünen-Forderung zu, beim Bau von Einfamilienhäusern umzudenken. Doch der Vorschlag ist umstritten, aus CDU-Reihen kommt scharfe Kritik.

Bernd Riexinger, Linken-Parteivorsitzdender, spricht vor journalisten in der Bundespressekonferenz.
Riexinger fordert hinsichtlich des Klimaschutzes und aus sozialen Gründen eine Reduktion des Flächenverbrauchs.
Quelle: dpa

Linken-Chef Bernd Riexinger stimmt den Grünen zu und fordert ein Umdenken beim Bau von Einfamilienhäusern. "Man muss den Flächenverbrauch reduzieren, aus sozialen Gründen und aus Gründen des Klimaschutzes", sagte Riexinger dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Riexinger: Mehr bezahlbaren Wohnraum

Man könne mit den Einfamilienhäusern nicht so weitermachen wie bisher. "Wir sollten stattdessen in den Städten verdichten und Grundstücke so bebauen, dass mehr Wohnungen rauskommen - vor allem mehr bezahlbare Wohnungen."

Die Grünen hatten Vorwürfe zurückgewiesen, sie wollten den Neubau von Einfamilienhäusern pauschal verbieten. "Das Einfamilienhaus gehört zum Ensemble der Wohnmöglichkeiten in Deutschland", sagte Parteichef Robert Habeck am Montag in Berlin.

Das Einfamilienhaus ist für viele Menschen Teil ihres Lebens, ihrer Lebenspläne und ihrer Wünsche und wird auch in Zukunft es bleiben.
Robert Habeck, Grünen-Parteichef

Wohneigentum für Privatpersonen

Die Grünen wollen nach den Worten von Parteichef Robert Habeck darüber hinaus den Erwerb von Wohneigentum für Privatpersonen erleichtern. Sie sollten für kleines Eigentum weniger Grunderwerbssteuer zahlen müssen als Immobiliengesellschaften, sagte Habeck.

Hohe Maklergebühren müssten gedeckelt werden, zudem solle der Auftraggeber des Maklers die Gebühren zahlen müssen. Gegen Spekulation und Geldwäsche im Immobiliensektor müsse mehr getan werden.

Hofreiter: Überspitzte Darstellung

Das Einfamilienhaus werde es auch in Zukunft geben - so wie Reihenhäuser, Mehrfamilienhäuser, Mietshäuser. Was aber wo gebaut werde, entschieden die Kommunen vor Ort. Dabei werde etwa auch berücksichtigt, wie viel Fläche da sei und wie viel Leerstand es gebe.

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sei nach einem Interview mit dem "Spiegel" überspitzt wiedergegeben worden, schrieb der Sprecher zudem auf Twitter. Hofreiter war in dem Interview nach einem Beschluss eines Hamburger Bezirksamts gefragt worden, das keine Einfamilienhäuser in die Bebauungspläne aufgenommen habe.

In mehreren deutschen Städten haben Menschen gegen steigende Mieten und für mehr Mieter-Schutz protestiert.

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Dramatische Wohnungsnot

Er begründete diese Entscheidung mit der "dramatischen Wohnungsnot" in der Gegend. Der Bezirk habe entschieden, Wohnraum für viele statt für wenige zu schaffen. Zugleich stellte Hofreiter klar:

Natürlich wollen die Grünen nicht die eigenen vier Wände verbieten.
Anton Hofreiter, Grünen-Fraktionschef

Der thüringische CDU-Landesvorsitzende Christian Hirte warf Hofreiter ein "gestörtes Verhältnis zum Eigentum und der Lebensrealität im ländlichen Raum" vor. Der Präsident des Eigentümerverbands Haus & Grund, Kai Warnecke, sprach von "reiner Ideologie".

Hamburgs CDU-Landeschef Christoph Ploß sieht in dem Grünen-Vorschlag eine Bevormundung der Bürger. Eine Koalition der Union mit den Grünen nach der Bundestagswahl lehnte er ab. "CDU und Grüne - das passt nicht zusammen", sagte er der "Bild"-Zeitung.

In deutschen Städten explodieren die Mieten. Für viele Menschen wird das zum Problem. Denn sie haben keine Wahl. Die Konkurrenz um bezahlbaren Wohnraum ist groß. Kein Wunder, dass die Wut steigt.

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