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Röttgen: Kanzlerin hat Klima vernachlässigt

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Kritik an Angela Merkel - Röttgen: Kanzlerin hat Klima vernachlässigt

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Norbert Röttgen, Ex-Umweltminister und Kandidat für den CDU-Vorsitz, wirft Kanzlerin Merkel Versäumnisse in der Klimapolitik vor. Die CDU müsse hier mit den Grünen konkurrieren.

Der frühere Umweltminister im Kabinett Merkel kritisiert seine Ex-Chefin für deren Klimapolitik.
Norbert Röttgen, früherer Umweltminister im Kabinett Merkel, kritisiert seine Ex-Parteichefin für deren Klimapolitik.
Quelle: dpa

Der frühere Umweltminister und Kandidat für den CDU-Vorsitz Norbert Röttgen hat seiner Ex-Parteichefin Angela Merkel schwere Versäumnisse in der Klimapolitik vorgeworfen. In einem Interview mit der "Welt" kritisiert Röttgen, dass Themen wie der Klimaschutz von der Kanzlerin zu stark vernachlässigt wurden. Röttgen war 2012 nach der Niederlage bei der NRW-Wahl von Merkel als Umweltminister entlassen worden.

Röttgen: "Fridays for Future" hat Klimaschutz wieder auf Agenda gesetzt

Leider, so Röttgen, seien es nicht die Christdemokraten oder die große Koalition gewesen, sondern die junge schwedische Aktivistin Greta Thunberg und ihre Fridays-for-Future-Bewegung, die den Klimaschutz wieder auf die Agenda gesetzt hätten.

Er selbst habe in seiner Zeit als Bundesumweltminister in den Jahren 2009 bis 2012 für das Klimaschutzthema gekämpft, betonte Röttgen.

Nur wenn wir klimapolitische Glaubwürdigkeit für die CDU zurückgewinnen, werden wir in der Mitte wettbewerbsfähig sein.
Norbert Röttgen, CDU-Vorsitzkandidat

Zu einer modernen CDU gehöre klimapolitische und ökologische Kompetenz. In diesen Bereichen müsse die CDU mit den Grünen konkurrieren, indem sie auch die "sozialen, technologischen und internationalen Aspekte" voll einbeziehe, sagte der ehemalige Bundesumweltminister.

Zusammenarbeit mit Merkel für Röttgen möglich

Röttgen unterstrich zugleich, dass er genügend Gemeinsamkeiten mit Merkel sehe, um als möglicher künftiger Parteichef mit ihr zusammenzuarbeiten. Merkel schätze die Lage der CDU, Deutschlands und Europas als genauso ernst wie er: "Aus dieser Ernsthaftigkeit der Lage folgt ein sich nicht unterscheidendes Bewusstsein von Pflicht und Verantwortung. Dem können wir nur gemeinsam gerecht werden, und das werden wir dann auch tun." Denn: Es stehe "wahnsinnig viel auf dem Spiel".

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Das Rennen um den CDU-Vorsitz hat begonnen. Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen wollen Annegret Kramp-Karrenbauer beerben. Was für sie spricht - und was dagegen.

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Röttgen konkurriert beim Parteivorsitz gegen den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet und den früheren Bundestagsfraktionsvorsitzenden Friedrich Merz. Der Vorstand des CDU-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen hat bereits beschlossen, Laschet und Jens Spahn als seinen Stellvertreter zu unterstützen. Der Nachfolger von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer soll bei einem Sonderparteitag am 25. April gewählt werden.

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