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Rede an die Nation : Putin warnt Ausland vor "roter Linie"

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Die Spannungen Russlands mit dem Westen wachsen. In einer Rede an die Nation hat Präsident Putin das Ausland vor Provokationen gewarnt. An die Bürger richtete er einen Impf-Appell.

Wladimir Putin am 21.04.2021 in Moskau (Russland)
Präsident Putin: Russland findet immer Wege, seine Interessen zu verteidigen.
Quelle: Reuters

Der russische Präsident Wladimir Putin hat vor jeglichen Provokationen aus dem Ausland gewarnt. Russland werde hart und schnell reagieren, sagte Putin bei seiner jährlichen Rede zur Lage der Nation.

Putin: Russland verteidigt seine Interessen

Er prangerte "andauernde" und "grundlose unfreundliche" Handlungen gegen Russland an, die bis in den Sport hinein reichten. Moskau strebe zwar gute Beziehungen zu anderen Ländern an und sei dialogbereit - er hoffe aber, dass kein Staat Russlands "rote Linien" überschreiten werde. Russland finde immer einen Weg, seine Interessen zu verteidigen.

Die russischen Beziehungen zu den USA, der EU und der Nato haben sich zuletzt massiv verschlechtert und sind so angespannt wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr. Hintergrund sind unter anderem das Vorgehen gegen den inhaftierten Putin-Kritiker Alexej Nawalny und der wieder verschärfte Konflikt in der Ostukraine.

Präsident will "mit Härte" gegen Klimawandel vorgehen

In seiner Rede vor Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Religion erklärte Putin, dessen Land zu den größten Umweltsündern der Welt gehört, entschlossen und "mit Härte" gegen den Klimawandel vorgehen zu wollen. Als Ziel gab er aus, den Ausstoß von Treibhausgasen innerhalb der kommenden 30 Jahre unter dender EU zu drücken. Dafür müsse es Veränderungen in der Landwirtschaft, der Industrie, beim Wohnungsbau, den Versorgungsbetrieben und in der gesamten Infrastruktur geben.

Fünf Monate vor der Parlamentswahl versprach der Kreml-Chef zudem eine bessere finanzielle Unterstützung von Familien. Einmalig soll es 10.000 Rubel - umgerechnet 108 Euro - pro Schulkind geben.

Putin peilt Herdenimmunität im Herbst an

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie rief Putin die Bevölkerug zu Impfungen auf. "Lassen Sie sich bitte impfen", sagte der Kremlchef in seiner Rede.

Nur so kann die tödliche Krankheit besiegt werden. Es gibt keinen anderen Weg.
Wladimir Putin

Der 68-Jährige hatte in der vergangenen Woche nach eigenen Angaben die zweite Impfspritze erhalten. Russland hat drei eigene Impfstoffe gegen das Coronavirus: Sputnik V, EpiVacCorona und CoviVac.

Zugleich forderte Putin, dass Impfstoff flächendeckend in Russland verfügbar sein müsse. Es gibt immer wieder Berichte, dass Menschen in vielen Regionen lange auf eine Impfung warten müssen. Dagegen können sich die Moskauer sogar in großen Einkaufszentren spritzen lassen.

In Russlands Abgeschiedenheit gibt es nur wenig medizinische Möglichkeiten. Ein Zug bringt den Menschen jetzt den Corona-Impfstoff Sputnik V.

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Bislang sind in dem Riesenreich mit seinen etwa 146 Millionen Einwohnern vergleichsweise wenige Menschen immunisiert. Nach jüngsten offiziellen Angaben sind bislang mehr als fünf Prozent der Bevölkerung geschützt. Putin zufolge soll bis zum Herbst die Bevölkerung so geimpft sein, dass eine Herdenimmunität entstehe. Ausländern stellte er eine schnellere Visa-Vergabe in Aussicht, sobald es die Corona-Lage erlaube.

Corona-Tote in Russland: Zweifel an Zahlen

In Moskau wurden zuletzt pro Tag rund 2.000 neue Corona-Infektionen registriert, in Russland insgesamt waren es zwischen 8.000 und 9.000.

Die statistischen Angaben zu den Corona-Todesfällen gehen weit auseinander: Die Regierung verzeichnete zuletzt knapp 107.000 Todesfälle, die Statistikbehörde Rosstat hingegen kam schon Ende Februar auf mindestens 224.000 Corona-Tote.

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