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Russen wollen offenbar auch bei Demokraten manipulieren

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Medienberichte zu Vorwahlkampf - Russen wollen offenbar auch bei Demokraten manipulieren

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Laut Berichten haben Behörden bestätigt, dass Russland gezielt den Vorwahlkampf der Demokraten stören will, um schlussendlich Donald Trump zu helfen. Russland wehrt sich vehement.

Zu ehen ist der demokratische Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur, Bernie Sanders, auf einer Kundgebung an einem Podium mit engagierter Miene und dem rechten Arm und Zeigefinger fuchtelnd. Im Hintergrund erkennt man unscharf die US-Flagge und eine Unterstützerin mit einem "Bernie"-Schild. Vorn auf dem Podium steht "BernieSanders.com".
Der demokratische Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur, Bernie Sanders, auf einer Kundgebung in Kalifornien.
Quelle: reuters

Einem Bericht der "Washington Post" zufolge will sich Russland auch in den amerikanischen Vorwahlkampf um die Präsidentschaftskandidatur der Demokratischen Partei einmischen. Demnach informierten US-Behördenvertreter den Kandidaten Senator Bernie Sanders darüber, dass Russland versuche, seine Bewerbung zu unterstützen. Ziel sei es, den Wettbewerb der Demokraten zu stören.

Eingriff in den US-Wahlkampf?

Die "Washington Post" und andere US-Medien hatten am Donnerstag berichtet, US-Geheimdienste gingen davon aus, dass sich Russland erneut in den US-Wahlkampf einmischen wolle, um Präsident Donald Trump zur Wiederwahl zu verhelfen. Nun wurde bekannt, dass die russischen Aktivitäten auch bis ins Lager der demokratischen Partei reichen.

Auf dem Foto begüßen sich der amerikanische Präsident Donald Trump und der russiche Präsident Vladimir Putin bei einem Treffen. Der US-Geheimdienst hat offenbar konkrete Informationen. dass Russland die Vorwahlen auch die Präsidentschaftswahl im November zugunsten von Trump beeinflussen wird.

US-Medienberichte - Geheimdienste: Russland mischt sich in US-Wahl ein

Die amerikanischen Geheimdienste haben laut Medienberichten Beweise dafür, dass Russland die US-Wahl erneut zugunsten von Präsident Trump beeinflussen will.

Die "Washington Post" berichtete, es sei nicht klar, in welcher Form Russland Sanders' Wahlkampf unterstützen wolle. Sanders liegt in Umfragen derzeit vor den anderen Bewerbern um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten.

In einer Mitteilung des Senators an die "Washington Post" hieß es, anders als Trump halte er den russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht für einen guten Freund. "Die Russen wollen die amerikanische Demokratie untergraben, indem sie uns spalten." Sanders fügte hinzu:

Meine Botschaft an Putin ist deutlich: Halten Sie sich aus den amerikanischen Wahlen heraus, und als Präsident werde ich dafür sorgen, dass Sie das tun.
Bernie Sanders, demokratischer Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur

Der republikanische Präsident Donald Trump hingegen wies die Berichte, wonach Russland seine Wiederwahl unterstützen wolle, bei einer Wahlkampfveranstaltung in Las Vegas als "eine weitere Schwindelgeschichte" der Demokraten zurück.

Russland dementiert Einmischung

Russland wehrte sich vehement gegen die Darstellung, man mische sich in den US-Wahlkampf ein. Nach Überzeugung der US-Geheimdienste hat sich Russland aber bereits 2016 zugunsten des republikanischen Kandidaten Trump in den Wahlkampf eingemischt.

Die amerikanischen Behörden gehen davon aus, dass Russland damals Bernie Sanders im Vorwahlkampf gegen seine Rivalin Hillary Clinton unterstützen wollte, um eine Spaltung der US-Gesellschaft voranzutreiben - und letztlich dem republikanischen Kandidaten Trump zu helfen.

Den aktuellen Medienberichten zufolge deuten die neuen Erkenntnisse der Geheimdienste nun darauf hin, dass Russland sich durch Hackerangriffe, Instrumentalisierung sozialer Medien und Manipulation des Wahlablaufs erneut in den Wahlablauf einmischen wolle. Die Präsidentschaftswahl in den USA findet am 3. November statt.

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