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Ostukraine-Konflikt : Moskau: USA verbreiten falsche Informationen

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Der russische Auslandsgeheimdienst weist Angaben der US-Regierung, wonach Moskau möglicherweise einen Einmarsch in die Ukraine plane, scharf zurück. Dies sei "absolut falsch".

Ukraine, Kherson: Ukrainische Streitkräfte bei einer Militärübung nahe der Grenze zu Krim.
Ukrainische Streitkräfte bei einer Militärübung nahe der Grenze zu Krim.
Quelle: Reuters

Moskau hat westliche Befürchtungen eines drohenden russischen Einmarsches in die Ukraine scharf zurückgewiesen. Der Auslandsgeheimdienst SWR erklärte laut Berichten russischer Nachrichtenagenturen am Montag:

Die Amerikaner zeichnen ein erschreckendes Bild von russischen Panzerhorden, die sich darauf vorbereiten, ukrainische Städte zu überrollen, und sie behaupten, dass sie 'zuverlässige Informationen' über entsprechende russische Absichten hätten.
Russischer Auslandsgeheimdienst SWR

Washington übermittle seinen Verbündeten "absolut falsche Informationen" über die russischen Truppenbewegungen an der Grenze zur Ukraine und zu den angeblichen Absichten Moskaus einer "Invasion", erklärte der SWR. Den "US-Bürokraten" warf der Geheimdienst vor, "die Weltgemeinschaft mit ihren Anschuldigungen in Angst und Schrecken versetzen" zu wollen. Öffentliche Verlautbarungen des SWR sind äußerst selten.

Kreml: Westen führt "Informationskampagne"

Auch der Kreml erklärte am Montag, der Westen führe eine "Informationskampagne" mit dem Ziel, "die Spannungen zu verschärfen". Am Wochenende hatte Peskow die westliche Reaktion auf die aktuellen Truppenbewegungen als "Hysterie" abgetan.

Bewegungen russischer Truppen innerhalb unseres Territoriums stellen für niemanden eine Bedrohung dar und sollten niemanden beunruhigen.
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow

Die US-Regierung hatte angesichts der jüngsten russischen Truppenbewegungen nahe der ukrainischen Grenze "echte Besorgnis" geäußert. Auf die Frage, ob die US-Geheimdienste davon ausgingen, dass Russlands Präsident Wladimir Putin eine Landnahme in der Ukraine anstrebe, sagte US-Außenminister Antony Blinken am Samstag:

Wir kennen die Absichten von Präsident Putin nicht. Aber wir wissen, was in der Vergangenheit geschehen ist.
US-Außenminister Antony Blinken

Dabei bezog er sich offenbar auf die Annexion der Krim 2014.

Kanzlerin Merkel ist auf Staatsbesuch in Moskau. Ein letztes Mal in Ihrer Amtszeit spricht sie mit Präsident Putin über Konfliktthemen wie der Fall Nawalny, Nordstream 2 und die Ostukraine.

Beitragslänge:
2 min
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Nato-Vorwurf: Truppenaufmarsch schüre Spannungen

Die Nato-Partner und die Regierung in Kiew werfen Russland seit Tagen vor, durch einen großen Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine die Spannungen zu schüren und womöglich sogar einen Einmarsch vorzubereiten. Bereits im März hatte Russland bei einem massiven Truppenaufmarsch Tausende Soldaten, schwere Militärausrüstung, Marineschiffe und Militärflugzeuge nahe der ukrainischen Grenze und in der Region der annektierten Krim-Halbinsel zusammengezogen.

Nach Wochen erklärte Moskau das angebliche Manöver schließlich für beendet und zog seine Soldaten wieder ab. Nun gibt es nach Angaben des Westens wieder massive russische Truppenbewegungen Richtung Grenze, auf Videos sind Panzer und Raketen zu sehen.

Die ukrainische Armee kämpft seit der russischen Annexion der Krim im Jahr 2014 gegen pro-russische Separatisten im Osten des Landes. Der Westen wirft Russland vor, die Separatisten militärisch zu unterstützen, was Moskau bestreitet.

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