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Auszeichnung des EU-Parlaments - Sacharow-Preis für Opposition in Belarus

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Sie demonstrieren seit Wochen gegen Machthaber Lukaschenko - trotz des gewalttätigen Vorgehens der Behörden: Der Sacharow-Preis des EU-Parlaments geht an die Opposition in Belarus.

Menschen, die meisten davon ältere Frauen, gehen am19.10.2020, während einer Kundgebung der Opposition in Minsk, Belarus, protestieren
Seit August gehen Bürgerinnen und Bürger in Belarus gegen Machthaber Lukaschenko auf die Straße.
Quelle: AP

Die Opposition in Belarus, vertreten durch ihren Koordinierungsrat, erhält den Sacharow-Menschenrechtspreis des Europaparlaments. Das erklärte Parlamentspräsident David Sassoli. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird in der Regel im Dezember in Straßburg überreicht.

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Sassoli nannte unter anderen Swetlana Tichanowskaja und Maria Kolesnikowa und dankte zugleich der Zivilgesellschaft insgesamt, die trotz der gewaltsamen Unterdrückung durch Präsident Alexander Lukaschenko protestiere. Sassoli appellierte an sie: "Seien Sie weiterhin stark!"

Proteste in Belarus seit dem Sommer

Das EU-Parlament zählt insgesamt zehn belarussische Regierungsgegner zu den Preisträgern, darunter das Präsidium des Koordinierungsrates, der einen politischen Wechsel in dem Land herbeiführen will. Das bekannteste Gesicht dieser Organisation ist die 72-jährige Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch. Sie hält sich aus gesundheitlichen Gründen offenbar seit einigen Wochen in Deutschland auf.

Die Staatsanwaltschaft in Belarus hat Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch verhört. Der Vorwurf: Mitgliedschaft im Koordinierungsrat der Regierungskritiker. Der Rat wirft der Regierung Wahlfälschung und Gewalt gegen Demonstranten vor.

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Ausgezeichnet wird unter anderen auch Alex Bjaljazki, Gründer des Minsker Menschenrechtszentrums Wjasna. Der Aktivist hatte Anfang Oktober bereits den Alternativen Nobelpreis erhalten. Auch Tichanowskajas Ehemann Sergej ist unter den Sacharow-Gewinnern. Der bekannte Blogger wollte ursprünglich bei der Präsidentschaftswahl antreten, wurde aber verhaftet. Für ihn trat dann seine Frau an.

In Belarus gehen die Menschen seit dem Sommer gegen das Regime von Lukaschenko auf die Straße. Dieser hatte sich nach der Präsidentenwahl im August zum Sieger erklärt. Bei Protesten gegen die offiziellen Wahlergebnisse setzen die Behörden Gewalt ein. Tausende Menschen wurden festgenommen, es gibt viele Berichte über Misshandlungen.

Zehntausende haben wieder in Belarus gegen Präsident Lukaschenko protestiert. Derweil wächst die Angst vor Gewalt: Die Polizei hatte den Demonstranten mit dem Einsatz von Schusswaffen gedroht.

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Preis im Namen des Friedensnobelpreisträgers Andrej Sacharow

Der Sacharow-Preis ehrt seit 1988 Kämpfer für die Menschenrechte. Sein Name geht auf den sowjetischen Physiker, Dissidenten und Friedensnobelpreisträger Andrej Sacharow (1921-1989) zurück.

In der letzten Auswahlrunde des Parlaments in diesem Jahr gehörten auch die ermordete Berta Cáceres und weitere Umweltaktivisten aus Honduras sowie der Erzbischof von Mossul im Irak, Najeeb Moussa Michaeel, zu den Nominierten. 2019 wurde der Preis Ilham Tohti für sein Engagement für die Uiguiren in China zugesprochen.

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