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Die Optionen in Sachsen-Anhalt - Bleiben nur noch Jamaika und Schwarz-Rot?

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Die CDU von Reiner Haseloff bleibt überraschend klar stärkste Kraft im Magdeburger Landtag. Nun gibt es neue Koalitionsoptionen. Welche Bündnisse möglich sind - ein Überblick.

Reiner Haseloff mit einem CDU-Plakat auf der Wahlparty der CDU nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
Klarer Sieger der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Reiner Haseloff
Quelle: epa

Anders als 2016 hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff nun viele Möglichkeiten: Damals blieb ihm nach der Landtagswahl als quasi einzige für ihn akzeptable Regierungsoption nur Deutschlands erstes Dreierbündnis von CDU, SPD und Grünen. Nun, nach dem Votum vom Sonntagabend, kann er auswählen.

Zu verdanken hat er das unter anderem deutlichen Zugewinnen seiner CDU und der Rückkehr der FDP in den Landtag. Sogar für eine klassische Zweierkoalition nur mit der SPD würde es rechnerisch reichen.

[Hier lesen Sie die komplette Wahlanalyse zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.]

Aber einige Parteien haben schon deutlich gemacht, dass sie nicht für jedes Bündnis zur Verfügung stehen.

Die möglichen Regierungskoalitionen im Überblick:

CDU, SPD, Grüne (Kenia-Koalition):

Die regierende Koalition käme auf eine Mehrheit von 55 der 97 Sitze. Haseloff hatte sich vor der Wahl mehrfach ausgesprochen zufrieden über die Arbeit des Dreierbündnisses geäußert und für eine Neuauflage offen gezeigt. Harmonisch verliefen die letzten fünf Jahre aber keineswegs, immer wieder stand das Bündnis kurz vor dem Aus. Die Grünen wollen wie die SPD die Einladung der CDU zu Gesprächen annehmen, machten aber deutlich, dass sie nur für Koalitionen zur Verfügung stünden, bei denen sie rechnerisch für eine Mehrheit gebraucht werden. Das wäre in der Kenia-Koalition nicht der Fall.

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CDU, SPD, FDP (Deutschland-Koalition):

Diese Koalition gilt als Favorit der CDU-Basis, sie hätte mit 56 Sitzen einen mehr als eine Kenia-Koalition. Mit Justizministerin Anne-Marie Keding und Verkehrsminister Thomas Webel sprachen sich bereits zwei derzeitige Kabinettsmitglieder für Schwarz-Rot-Gelb aus. Haseloff war Fragen, ob die FDP nicht der natürliche Partner der CDU sei, aber oft ausgewichen. Und auch die FDP-Spitzenkandidatin Lydia Hüskens sagte am Montag, die Liberalen wollten kein "Reserverad" sein. Auch die FDP würde bei einem Bündnis mit schwarz-roter Beteiligung nicht unbedingt für eine Mehrheit gebraucht werden.

CDU, SPD:

Mit einer damals noch Großen Koalition regierte Haseloff bereits in seiner ersten Amtszeit von 2011 bis 2016. Grundsätzlich wäre er wohl auch dazu bereit. Die hauchdünne Ein-Stimmen-Mehrheit von 49 Sitzen macht das Zweierbündnis aber sehr unwahrscheinlich. Eine solche Koalition wäre von einzelnen Abgeordneten erpressbar, hieß es am Sonntag aus der CDU. Haseloff hatte sich stets für eine stabile Regierung ausgesprochen. Die SPD ist grundsätzlich zu Gesprächen bereit.

CDU, GRÜNE, FDP (Jamaika-Koalition):

Mit 53 Sitzen hätte auch diese Koalition eine Mehrheit. Sie wollte Haseloff bereits schmieden - allerdings in Berlin: als CDU-Mitverhandler auf Bundesebene 2017. Dass FDP-Chef Christian Lindner die Verhandlungen damals platzen ließ, nahm Haseloff ihm übel. Vor allem müsste die CDU in dieser Konstellation aber weiter mit den Grünen regieren und das mit einer kleineren Mehrheit als in einer Deutschland-Koalition. Da aber sowohl die Grünen als auch die FDP wohl nicht als dritter Partner in ein schwarz-rotes Bündnis wollen, gewinnt diese - vor der Wahl eher als Notlösung eingestufte Koalition - wieder mehr an Wahrscheinlichkeit.

[Welche inhaltlichen Überschneidungen und Differenzen der Parteien es gibt, zeigt unser Koalitionsnavi.]

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