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Debatte zur Bundestagswahl - Schlagabtausch: Viel Streit und ein Lacher

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Auf sie könnte es nach der Bundestagswahl ankommen: FDP und Linke könnten einer Zweierkoalition zur Mehrheit verhelfen. Zusammen mit AfD und CSU trafen sie sich zum Schlagabtausch.

Schlagabtausch, Von links: Markus Blume, Alice Weidel, Wolfgang Kubicki, Janine Wissler, Matthias Fornoff
Der Schlagabtausch zwischen FDP, Linke, CSU und AfD
Quelle: ZDF/Svea Pietschmann

Ein Tag nach dem Triell zwischen den Kandidierenden ums Kanzleramt nun die zweite Runde: Schlagabtausch im ZDF mit Alice Weidel (AfD), Wolfgang Kubicki (FDP), Janine Wissler (Linke) und Markus Blume (CSU). Alle wollen sie ab 26. September ein Wort mitreden, wenn die nächste Bundesregierung gebildet wird. Oder zumindest eine große Oppositionsfraktion im nächsten Bundestag stellen.

Der Schlagabtausch und die Analyse bei ZDFheute live

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Wo die größten Schnittmengen und die kleinsten gemeinsamen Nenner mit den größeren Parteien sind, ein Überblick über die wichtigsten Themen:

Thema Corona

Wie weiter in der Corona-Krise? CSU-Politiker Blume setzt aufs Impfen:

Impfen ist das einzige Ticket zur Normalität.
Markus Blume (CSU)

Eine "sachlichere" Debatte über die Corona-Maßnahmen wünscht sich die AfD. Die Bundesregierung habe es dabei "völlig überrissen", sie seien "verfassungswidrig". Der Staat, so Weidel, müsse aufhören, Druck auf Nichtgeimpfte auszuüben. Man brauche stattdessen "mehr Wettbewerb auf dem Impfmarkt" und solle auch ausländischen Impfstoff, wie den russischen, zulassen.

Auch die FDP sieht die Corona-Maßnahmen kritisch, will mit der AfD aber nicht in einen Topf geworfen werden. Wenn von Geimpften keine Gefahr mehr ausgehe, dürften sie auch nicht weiter eingeschränkt werden. Es sei zudem ein "Fehler", die kostenlosen Tests ab Mitte Oktober abzuschaffen, so Kubicki.

Die Linke setzt den Schwerpunkt auf diejenigen, die sich derzeit nicht impfen lassen können: Kinder und Jugendliche. Schulen ohne Luftfilter, zu große Klassen, volle Schulbusse: "Wir müssen in den Schulen die Infektionsschutzmaßnahmen erhöhen", sagte Wissler.

Wie könnte es nach der Bundestagswahl weitergehen? Matthias Fornoff gibt einen Ausblick auf die Zeit nach der Wahlnacht und mögliche Koalitionsverhandlungen.

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Thema: Wer soll die Corona-Krise bezahlen?

Die Corona-Krise hat einen Schuldenberg in Höhe von 650 Milliarden Euro angehäuft. Die Linken wollen eine einmalige Vermögensabgabe für hohe Einkommen und eine Vermögenssteuer einführen, um die Schulden abzubezahlen. CSU und FDP setzen auf Wachstum der Wirtschaft. Auch die AfD ist gegen höhere Steuern:

Mit einer Vermögenssteuer auch auf Betriebsvermögen werden Sie gar nichts lösen.
Alice Weidel (AfD)

Auch für Blume wäre diese "Gift" für die Wirtschaft, "Gift" für den "zarten" Aufschwung der Konjunktur, eine "abenteuerliche" Idee der Linken, die ein "riesiges Umverteilungsprogramm" wollten.

FDP-Politiker Kubicki lehnt sie ebenfalls ab und macht es am Beispiel Wirecard fest: Wer Aktien bei Wirecard hatte, galt bis zur Pleite des Unternehmens als reich. Die Vermögenssteuer hätte weiter gezahlt werden müssen und man "wäre pleite bis zum Rest seines Lebens", so Kubicki.

Wahlplakate am 07.09.2021 in Frankfurt

Parteien im Bundestag - Die Wahlprogramme im Überblick 

Corona-Krise, Klima und Gerechtigkeit: Große Themen und aussichtsreiche Slogans bestimmen den Bundestagswahlkampf. Eine Übersicht, was die Parteien in ihren Programmen versprechen.

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Thema Klimaschutz

Klimaschutz finden die Wählerinnen und Wähler wichtig. Die Parteien auch, mehr oder weniger. Doch Klimaschutz - wie und wann? Die Linke ist für Klimaneutralität schon ab 2035:

Die radikaleren Einschnitte werden wir haben, wenn wir den Klimawandel nicht aufhalten.
Janine Wissler (Linke)

Deswegen müsse jetzt gehandelt werden: Bis 2030 Ausstieg aus der Kohle, Deutschland müsse ein "Bahnland" werden, das Roden von Wäldern müsse gestoppt werden, so Wissler.

Die FDP setzt auf Marktmechanismen: Ein höherer CO2-Preis pro Tonne von 70 bis 100 Euro könne Innovationen und Investitionen auslösen, sagte Kubicki. Die CSU will "Klimaschutz mit Vernunft" und versteht darunter: eine höhere Pendlerpauschale zum Beispiel. "Klimaschutz muss auch Spaß machen", sagte Blume.

Braunkohlekraftwerk Neurath I bei Grevenbroich

Analyse der Wahlprogramme - Diese Klimaziele verfolgen die Parteien  

Die Parteien verfolgen in ihren Wahlprogrammen zur Bundestagswahl unterschiedliche Ziele beim Klimaschutz. Was bedeuten die Ziele in der Realität fürs Klima? Eine Analyse.

von Nathan Niedermeier

Die AfD kritisiert den gleichzeitigen Ausstieg aus der Atomkraft und aus der Kohleverstromung, "ohne eine Lösung parat zu haben", so Weidel. Schon jetzt seien die Energie- und Spritkosten in Deutschland im europäischen Vergleich besonders hoch. Arbeitsplätze, die Automobilindustrie würden durch den "deutschen Sonderweg" gefährdet. Die Klimadiskussion sei "unseriös und unprofessionell".

Die Gemeinheit der Runde

Janine Wissler und Wolfgang Kubicki beharkten sich beim Thema Finanzen. "Sie müssen mal ein bisschen Wirtschaft lernen", belehrte Kubicki Wissler, die ihm daraufhin "finanzpolitisches Voodoo" vorwarf. Kubicki setzte noch einen drauf:

Wenn Sie so viel von Wirtschaft verstehen würden, wäre die DDR nicht untergegangen.
Wolfgang Kubicki (FDP)

Als die DDR unterging, war Wissler acht Jahre alt und besuchte in Hessen die Grundschule. Sie ist Vorsitzende der Partei, die 2007 aus der SED-Nachfolgepartei PDS hervorging.

Der Lacher der Runde

Eine Zuschauerin fragte Kubicki: Würden Sie sich selbst wählen? Da muss Wolfgang Kubicki lachen, und die anderen auch. "Selbstverständlich. Wenn ich mich nicht wählen würde, wer sonst?"

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